Europas Drohnenindustrie setzt Produktionsziel: 100.000 Systeme bis 2027

25 Unternehmen der europäischen Drohnenindustrie haben auf der XPONENTIAL Europe 2026 in Düsseldorf eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet – mit einem klaren Ziel: Produktionskapazitäten von über 100.000 Systemen pro Jahr bis 2027.

Ziel sind Produktionskapazitäten von über 100.000 Systemen pro Jahr – Drohnenindustrie setzt klares Zeichen.
Ziel sind Produktionskapazitäten von über 100.000 Systemen pro Jahr – Drohnenindustrie setzt klares Zeichen.
Foto: UAV DACH

Auf der XPONENTIAL Europe 2026 in Düsseldorf haben führende Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Drohnenindustrie ein starkes Signal gesendet. Bei einem hochrangig besetzten Round Table einigten sich 25 Unternehmen auf eine ambitionierte gemeinsame Zielvorgabe und unterzeichneten zum Abschluss eine Absichtserklärung zur Stärkung der europäischen Drohnenproduktion.

Gastgeber des Branchentreffens war Flottillenadmiral Christian Bock, Leiter des Innovationszentrums der Bundeswehr in Erding. Die teilnehmenden Unternehmen decken wesentliche Teile der Wertschöpfungskette der europäischen Drohnen- und Drohnenabwehrindustrie ab. Ihr gemeinsames Ziel: bis 2027 Produktionskapazitäten von mehr als 100.000 Drohnen und Drohnenabwehrsystemen pro Jahr in Europa aufzubauen.

Wachsende Nachfrage trotz schwierigem Marktumfeld

Die Diskussionen machten deutlich, dass die Drohnenbranche trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds dynamisch bleibt. Stabile Nachfrage, wachsende Marktaktivitäten und hohes Innovationspotenzial kennzeichnen den Sektor.

Gruppenbild Round Table UAS-Industrie © UAV DACH
Gruppenbild Round Table UAS-Industrie.
Foto: UAV DACH

Unbemannte Systeme etablieren sich dabei zunehmend als unverzichtbare Technologie für Verteidigung, Sicherheit, Infrastrukturschutz und öffentliche Aufgaben – ein Trend, der den Aufbau skalierbarer Produktionskapazitäten in Europa zur strategischen Notwendigkeit macht.

Drohnenindustrie: Technologische Souveränität als Schlüsselthema

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit europäische Unternehmen ihre Drohnenproduktion deutlich ausweiten können – ohne dabei technologische Souveränität zu gefährden.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Stärkung europäischer Lieferketten und der Reduktion von Abhängigkeiten gegenüber internationalen Zulieferern. Als besonders kritisch wurden dabei sogenannte aktive Komponenten identifiziert: Prozessoren, Leistungselektronik, Antennen, Übertragungstechnik sowie Sensorik wie Kameras – sie gelten als zentrale Voraussetzung für vertrauenswürdige und robuste Drohnensysteme.

UAV DACH koordiniert Bericht an Bundesministerien

Die von der Drohnenindustrie unterzeichnete Absichtserklärung markiert den Startschuss für einen koordinierten Prozess auf Branchenebene. Der europäische Industrieverband UAV DACH übernimmt die Steuerung und erarbeitet einen gemeinsamen Bericht, der die notwendigen Maßnahmen zur Erreichung der Produktionsziele sowie den erforderlichen politischen Rahmen beschreibt.

Die Ergebnisse sollen bis Januar 2027 dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie dem Bundesministerium der Verteidigung übermittelt werden. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass planbare und verlässliche Beschaffungsentscheidungen der öffentlichen Hand eine Schlüsselrolle spielen werden – als wesentlicher Impuls, um industrielle Kapazitäten im Bereich unbemannter Systeme aufzubauen und langfristig zu sichern.

Quelle: XPONENTIAL

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