Rheinmetall wird die Bundeswehr mit neun neuen Ausbildungsgeräten für die Schieß- und Gefechtsausbildung am Schützenpanzer Puma (AGSP) ausstatten. Der Auftrag wurde noch im Dezember durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) an die Projekt System & Management GmbH (PSM) vergeben – ein Joint Venture von KNDS Deutschland und Rheinmetall. Das Gesamtvolumen der Beschaffung beträgt 119,5 Millionen Euro.
Das AGSP ist ein hochrealistisches, vollständig verlegbares Simulationssystem für die Ausbildung der Panzergrenadiertruppe. Fahrzeuglogik, Ballistik, Haptik und Waffenwirkung des Pumas werden detailgetreu nachgebildet, um eine realitätsnahe Ausbildung nach dem Prinzip „Train as you fight“ zu ermöglichen.
Aufbau AGSP – Detailtreue
Jeder Simulator besteht aus einer Leitungs-, Auswerte- und Kontrollstation sowie vier nachgebildeten Fahrzeugkabinen, untergebracht in zwölf 20-Fuß-Containern.
Durch die modulare Architektur lassen sich Komponenten schnell austauschen und warten, wodurch nach Angaben des Herstellers Ausfallzeiten und logistischer Aufwand reduziert werden sollen.
Mehrere Systeme können miteinander vernetzt werden, sodass auch die gemeinsame Ausbildung mehrerer Puma-Züge trainiert werden kann. Auch das Zusammenwirken mit Kampfpanzern auf Kompanieebene kann im Puma-Simulator geübt werden, sofern der entsprechende Kampfpanzer-Simulator kompatibel ist.
Ab 2027 kommt der neue Puma-Simulator
Die Umsetzung des Projekts erfolgt maßgeblich durch Rheinmetall Electronics. Die ersten Systeme sollen ab Mitte 2027 ausgeliefert werden. Zusätzlich wird ein bereits vorhandenes Entwicklungsmuster auf den aktuellen Serienstand gebracht und mit neuen Transportbehältern ausgestattet.
Die Bundeswehr hatte erst im Dezember 200 zusätzliche Schützenpanzer für die Truppe bestellt, bisher verfügt (bzw. bestellte) die Truppe rund 400 dieser Schützenpanzer. Perspektivisch soll das deutsche Heer über 1.000 Pumas in den Kasernen stehen haben.
Mit WhatsApp immer auf dem neuesten Stand bleiben!
Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal, um die Neuigkeiten direkt auf Ihr Handy zu erhalten. Einfach den QR-Code auf Ihrem Smartphone einscannen oder – sollten Sie hier bereits mit Ihrem Mobile lesen – diesem Link folgen:











