Harop: Loitering-Munition für moderne Seekriegsführung

Israel Aerospace Industries (IAI) hat das fortschrittliche Loitering-Waffensystem Harop in seine modulare DIAMOND-Marinelösung integriert. Dabei werden die Drohnenkanister in standardisierten Schiffscontainern auf Fregatten untergebracht, um die Feuerkraft eines Schiffes ohne kostspielige strukturelle Umbauten zu erweitern.

Harop ist eine kampferprobte Loitering Munition mit großer Reichweite von IAI.
Harop ist eine kampferprobte Loitering Munition mit großer Reichweite von IAI.
Grafik: IAI

Die modernste Version von Harop verfügt über Tarnkappeneigenschaften (Stealth) sowie verbesserte Satellitenanbindung, wodurch das System widerstandsfähiger gegen moderne Luftverteidigungssysteme wird und Operationen außerhalb der direkten Sichtlinie ermöglicht.

Es handelt sich um eine kampferprobte Loitering Munition mit großer Reichweite, entwickelt von der MBT Missiles Division von IAI. Das System fungiert als Hybrid zwischen einem unbemannten Luftfahrzeug (UAV) und einer präzisionsgelenkten Rakete und wurde entwickelt, um hochwertige Ziele aufzuspüren, über ihnen zu kreisen und sie zu zerstören.

Das System ist stark auf Präzisionsschläge mit langer Einsatzdauer optimiert:

  • Harop kann bis zu 9 Stunden in der Luft bleiben, um Ziele aufzuspüren.
  • Das System erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 420 Knoten pro Stunde und operiert in Höhen von bis zu 15.000 Fuß.
  • Harop ist mit einem 23-kg-Gefechtskopf ausgestattet. Es kann Ziele in Entfernungen von bis zu 200 km treffen.

Harop: Überwachung in Echtzeit

Im Gegensatz zu älteren vollautonomen Systemen wird Harop in Echtzeit von einem entfernten Bediener überwacht. Wird ein Ziel nicht eindeutig identifiziert oder betreten Zivilisten das Einsatzgebiet, kann der Bediener die Mission sogar noch während des Sturzflugs abbrechen.

Quellen zufolge verfügt Harop über eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen GPS-Störungen, wodurch es auch in stark umkämpften Umgebungen elektronischer Kriegsführung navigieren und Ziele aufspüren kann. Das System wird aus versiegelten Kanistern gestartet, die auf schweren Lastwagen für Landoperationen montiert oder direkt auf Marineschiffe integriert werden können.

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