Iron Beam: Internationales Interesse am Lasersystem

Einige Länder zeigen großes Interesse am israelischen Laser-Luftverteidigungssystem Iron Beam. Laut israelischen Quellen kommt dieses Interesse derzeit aus den USA und den Golfstaaten. Die Quellen fügten hinzu, dass das tatsächliche Interesse noch zunehmen wird, sobald das System vollständig eingesetzt ist und sich in der Praxis bewährt hat.

Die in Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen Rafael und den israelischen Streitkräften entwickelte Laserwaffe Iron Beam.
Die in Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen Rafael und den israelischen Streitkräften entwickelte Laserwaffe Iron Beam.
Foto: Israel Ministry of Defense

Die kürzlich erfolgte Erklärung der ersten Einsatzfähigkeit hat Israel als führenden Anbieter von einsatzfähigen Hochenergie-Laser-Luftverteidigungssystemen etabliert. Die Integration in aktuelle israelische Systeme wie Iron Dome und C-Dome wird laut den Quellen das internationale Interesse noch weiter steigern.

Iron Beam wurde mit erheblicher Unterstützung der USA entwickelt, darunter mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar an amerikanischen Finanzmitteln und eine formelle Partnerschaft mit Lockheed Martin. Die Technologie wurde bereits an das Directed-Energy-Programm der US-Armee weitergegeben, sodass eine zukünftige Nutzung durch die USA oder eine auf die USA zugeschnittene Variante sehr wahrscheinlich ist.

Wie Defence Network berichtet, hat das System im Dezember 2025 eine erste Einsatzfähigkeit erreicht.

Entwicklung des Iron Beam-Lasersystems abgeschlossen – erste Auslieferung an die IDF für den 30. Dezember 2025 geplant

Laut Brigadegeneral (a. D.) Dr. Daniel Gold, Leiter der Abteilung für Verteidigungsforschung und -entwicklung (DDR&D) des israelischen Verteidigungsministeriums (IMOD), wird das laserbasierte System die Einsatzregeln auf dem Schlachtfeld grundlegend verändern. So könnte Iron Beam die Anzahl der für die Raketenabwehr im Nahbereich benötigten Abfangraketen im Vergleich zum derzeit verwendeten System Iron Dome um bis zu 20 % reduzieren.

Iron Beam: Notwendigkeit durch Krieg verschärft

Die Notwendigkeit eines solchen Systems wurde bereits vor einigen Jahren erkannt, aber der aktuelle Krieg hat diese Notwendigkeit noch dringlicher gemacht. Die Tausenden von Raketen, die von der Hamas im Gazastreifen und der Hisbollah im Libanon abgefeuert wurden, zwangen Israel dazu, dem laserbasierten Luftverteidigungssystem Iron Beam höchste Priorität einzuräumen.

Die von Rafael und Elbit entwickelten Lasersysteme werden neben dem ebenfalls von Rafael entwickelten und seit 2011 einsatzbereiten Iron Dome-System integriert. Die Steuerungs- und Befehlsalgorithmen von Iron Dome bestimmen, wann die Laser aktiviert und wann die kinetischen Abfangraketen von Iron Dome, bekannt als Tamir-Raketen, abgefeuert werden und welcher Typ von Tamir-Rakete abgefeuert wird. Einige Tamir-Abfangraketen sind mit speziellen EO-Sensoren ausgestattet, während andere per Radar zu ihrem Ziel gelenkt werden.

Wie das Iron Dome-System ist auch das Iron Beam dafür ausgelegt, Raketen, Mörsergranaten, unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) und Flugkörper abzufangen. Das Lasersystem soll jedoch das Iron Dome-System ergänzen und nicht ersetzen. Das Iron Dome-System konnte in der Regel über 90 % der aus dem Gazastreifen abgefeuerten Luftbedrohungen abfangen.

Verteidigungskreise geben an, dass die ersten Systeme einen Strahl von 100 bis 150 kW erzeugen werden, der durch eine spezielle „Linse” geleitet wird, die ihn präziser und effektiver beim Zerstören von Zielen macht.

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