KNDS, ein großer Player im Bereich der europäischen Landverteidigungssysteme, treibt seine Bemühungen voran, seinen Kundenländern komplette Missionslösungen anzubieten, indem es sein erstklassiges Know-how in den Bereichen Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, Artilleriesysteme und Munition mit fortschrittlichen digitalen und vernetzten Fähigkeiten kombiniert, die für das Schlachtfeld der Zukunft konzipiert sind. Am Rande der KNDS Media Days am 18. und 19. März unterstrich das Unternehmen, dass man ausschließlich in der Landdomäne tätig bleiben, und nicht in die Bereich Luft und See expandieren will. Was es dort an Gerät zu sehen gab, zeigen wir Ihnen im folgenden Artikel.
„KNDS ist ein stark technologieorientiertes Unternehmen mit acht spezialisierten Forschungszentren, in denen mehr als 20 Prozent unserer Belegschaft im Bereich Forschung und Entwicklung tätig sind“, erklärte Jean-Paul Alary, CEO von KNDS. „Auf der Grundlage unserer unbestrittenen Kundennähe und unseres kontinuierlichen Fokus auf Innovation entwickeln wir durchgängige Missionslösungen, die bemannte und unbemannte Fähigkeiten kombinieren, einschließlich Missionsplanung, Ausbildung, Simulation und Unterstützung über den gesamten Lebenszyklus.“
„Wir gestalten letztlich die Zukunft der Landverteidigung in Europa und darüber hinaus“, so Alary weiter. Außerdem sagte er, dass rund 8 Prozent des Umsatzes in den Bereich Forschung und Entwicklung reinvestiert werden.
KNDS hat bereits kollaborative Kampffähigkeiten entwickelt, darunter das Zusammenspiel von unbemannten und bemannten Systemen, autonome Navigationsunterstützung und vernetzte Feuerkraftkonzepte. Das Unternehmen konzentriert sich dabei auf kohärente Systeminnovationen, die tatsächlich in großem Maßstab eingesetzt werden können.
„Im Zentrum der fortschrittlichen Missionslösungen von KNDS steht die Integration von Informationstechnologie in operative Verteidigungssysteme, wodurch neue digitale Fähigkeiten auf dem Schlachtfeld ermöglicht werden. Daher legt KNDS auch besonderen Wert auf die Zusammenarbeit mit starken Partnern, die Innovation und Digitalisierung auf höchstem Niveau gewährleisten“, sagte Mathias Noehl, EVP Digitalization bei KNDS, während einer Medienveranstaltung in den Münchner Räumlichkeiten des Unternehmens.
„Wir glauben fest an die Zusammenarbeit und sind in der Lage, das Know-how und die Stärke wichtiger Partner nahtlos in unsere Systeme zu integrieren. Auf diese Weise können wir unseren Kunden Missionslösungen auf einem neuen, leistungsstarken Niveau anbieten“, so Noehl weiter.
Durch die Vernetzung von Sensoren und Bedienern in einem nahtlosen digitalen Netzwerk ermöglicht KNDS eine schnellere Verarbeitung von Informationen auf dem Schlachtfeld und unterstützt schnellere, fundiertere operative Entscheidungen.
KNDS bietet Missionslösungen an, die von der Aufklärung und Steuerung bemannter und unbemannter Systeme bis hin zur Verarbeitung aller gesammelten Informationen und dem operativen Einsatz reichen. Die Integration logistischer und technischer Unterstützung ist dabei ein wesentlicher Bestandteil und gewährleistet die Einsatzbereitschaft der Systeme für Soldaten zu jeder Zeit und an jedem Ort – auch während des Einsatzes.
Die digitale Vernetzung ist auch die Grundlage für Manned-Unmanned Teaming (MUM-T) oder sogenannte Wingman-Ansatz. Unbemannte Systeme werden nach KNDS Einschätzung die bemannten nicht ersetzen, sondern sie werden in Zukunft exzessiv kombiniert.
In Zukunft soll und kann ein schweres Kampffahrzeug, zum Beispiel ein Kampfpanzer, von einem Unmanned Ground Vehicle (UGV) voraus als Aufklärer, einem UGV folgend mit Munition für die logistische Versorgung, sowie mehreren Unmanned Aerial Vehicles (UAVs) begleitet werden.
Diese UAVs können in sehr unterschiedlichen Arten eingesetzt werden, Aufklärung aus der Luft, Counter-UAV durch Interceptor Drohnen, Schutz durch Jamming, oder Loitering Munition als weitreichender Effektor.
So zeigte KNDS auf den Media Days in München gleich eine ganze Reihe entsprechender UGV- und UAV-Lösungen. MUM-T wird bei KNDS durch Simulation bei der Missionsplanung unterstützt. So können entsprechende Simulationen die Routenplanung übernehmen, inklusive der Betrachtung aller bekannten Feindpositionen und deren möglichen Sichtlinien von diesen aus.
Und das sogar inklusive der Sichtlinien der gegnerischen Aufklärungsdrohnen. Das System gibt den optimalen Marschweg vor, um alle bekannten und erkannten Gefahren zu umgehen. Das ist ein kontinuierlicher Prozess, der KI-unterstützt die Berechnungen dauerhaft anpasst, vor allem wenn neue Feindpositionen oder Drohnen aufgeklärt werden.
Die Kombination oder Vernetzung von MUM-T, der richtigen Munition – inklusive Loitering Munition – und C2 ermöglicht eine schnellere Aufklärung, Entscheidungsfindung und Wirkung. Also die Umsetzung der sogenannten Kill Chain oder des Sensor-to-Shooter-Cycle.
Zur Steuerung der unterschiedlichen unbemannten Akteure, sowohl UGVs als auch UAVs, schlägt KNDS den Einsatz des Führungs-Boxer UxV CS (Control Station) vor. Der Boxer UxV CS bietet fünf identische Arbeitsplätze zum Steuern von Drohnen oder Robotern.
Jeder dieser Arbeitsplätze hat drei Touchscreens, zwei Joysticks und ein Keyboard. Die Verbindung mit den unbemannten Systemen wird mittels Funk und den Antennen gewährleistet, lässt sich aber auch an andere Kommunikationswege anpassen. Die aktuelle Konfiguration erlaubt das Ausfahren eines Mastes auf vier Meter, optional ist auch ein pneumatischer Mast mit sechs Metern möglich.
Mit diesem Aufbau ist der Drohnen-Boxer autonom einsetzbar und erfordert keine weiteren Hilfsmittel. Er ist zudem für alle Drohnen- und Roboterhersteller offen, wie KNDS Deutschland betont. Auch Schwärme können so gestartet und kontrolliert werden.
Laut KNDS kann so sichergestellt werden, dass die richtige Waffe oder Munition, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung steht und eingesetzt werden kann. Dieses beinhaltet auch das Battle Damage Assessment (BDA; deutsch: Wirkungsanalyse) oder Counter-UAV Fähigkeiten durch entsprechende Türme und Air-Burst-Munition. Beides wurde durch KNDS vor Ort während der Media Days gezeigt.
UGVs als Enabler und Schutz
UGVs sollen vor allem die Einsatzkräfte sowie die Waffensysteme schützen. Dabei können die unbemannten Systeme sehr unterschiedliche Rollen übernehmen, von der Aufklärung (Intelligence, Surveillance, and Reconnaissance (ISR)), über den Kampf, der Logistik bis hin zum CASEVAC (Casualty Evacuation).
Das kleinste UGV-System vor Ort war das NERVA-LG. Dabei handelt es sich um ein Micro Multi-Mission Taktischer Roboter für Aufklärung, Beobachtung und Erkennung. NERVA-LG ist ein „Multi-Mission“- und „First Respond“-Robotersystem.
Es eignet sich besonders gut für die Aufklärung und Öffnung von potenziell gefährlichen Bereichen (IED oder CBRN-Bedrohungen), ist einfach zu implementieren, startfähig und mit einer Hochgeschwindigkeitsfähigkeit passt es sich dem Tempo der Operationen an. Es kann innerhalb weniger Sekunden auf dem Feld rekonfiguriert werden, ohne spezielle Werkzeuge (Räder/Spuren, Nutzlast, Batterien), es bietet immer die besten Fähigkeiten in den unterschiedlichsten Einsatzkontexten.
Es ist einsetzbar und kann von montiertem oder demontiertem Personal unter Verwendung einer Steuerstation mit fortschrittlichen ergonomischen Funktionen eingesetzt und verwendet werden. Das NERVA-LG-System ist für alle Arten von Gelände- und Klimabedingungen wie starke tropische Regenfälle, Wüstenklima sowie kalte Bedingungen in verschneiten Ländern gemacht. Der kleine Sensor lässt sich als Klick-System und per Plug & Play schnell austauschen.
Das System hat ein geringes Gewicht (5 kg) und ist in unter einer Minute startbereit. Laut Anbieter reicht die Digitalfunkstrecke für eine Einsatzreichweite von bis zu 500 m. Das Mini-UGV ist ultrarobust, stoßfest und wasserdicht. Die Standardausführung überwindet bis zu 10 cm Hindernisse (25 cm bei Gleisbelägen) und biete georeferenzierte Fotos und Videoaufzeichnung.
NERVA LG kann für die abstandsfähige Aufklärung, CBRN-Detektion, Zerstörung/Disruptor (C-IED), Manipulation, Jamming, Triggerung (Trip Drähte), oder zum Einsatz von Flashbangs genutzt werden. Mit NERVA-XX bietet KNDS France noch eine größere Variante an. NERVA wird durch KNDS auch in Deutschland angeboten, und soll bereits in 40 Ländern in Nutzung sein.
Deutlich größer ist das 100 Prozent elektrische, taktische Multi-Mission-Rad-UGV ULTRO. Dabei handelt es sich um eine 800 kg schwere, vollelektrische Plattform auf Rädern, die entwickelt wurde, um sowohl aufgesessene als auch abgesessene taktische Operationen zu unterstützen, einschließlich Direct Action und Reconnaissance Missionen.
Wie andere robotergestützte Plattformen von KNDS France kann ULTRO mit einer Reihe von Missions-Kits ausgestattet werden, um Aufklärungs-, Logistik-, Räum- und Kampfaufgaben zu bewältigen.
Es wurde gebaut, um zuverlässig und agil in einer Vielzahl von anspruchsvollen Geländen zu arbeiten, inklusive asphaltierte Straßen, Feldwege, Gras- und Buschflächen, felsige Gebiete, Sand, enge Trails, schlammige Sümpfe und dichte Dschungel, so dass es für schwere Offroad-Bedingungen geeignet ist.
ULTRO bietet eine Tragfähigkeit von bis zu 600 kg und bietet vielseitige Unterstützung für verschiedene Missionsanforderungen. Es verfügt über eine Betriebsautonomie von 4 bis 9 Stunden im Stand-by-Modus und kann eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h erreichen.
ULTRO wurde für extreme Bodenmobilität entwickelt und ist mit einem hochdrehmomentstarken Hochtraktionsantrieb, einem niedrigen Schwerpunkt und der Fähigkeit, steile Steigungen zu erklimmen, ausgestattet, um eine zuverlässige Leistung in anspruchsvollen Umgebungen zu gewährleisten.
Darüber hinaus ist ULTRO anpassbar mit einer breiten Palette von Missions-Kits, darunter eine Logistikschale, ferngesteuerte Waffensysteme (bis zu 12,7 mm), Minensuch- und Boden-Penetrationsradar, DEMETER-Minensuchtechnologie, Teleskopmast, UAV- oder Mikro-UGV-Trays und mehr. Die Maße betragen (L/B/H) 1,97×1,3×1,18 m bei einer Ladehöhe von 0,9 m.
Noch größer und schwerer ist das CENTURIO Robotersystem, eine vielseitige Plattform, die für herausfordernde militärische Anwendungen entwickelt wurde. CENTURIO basiert auf dem Geländefahrzeug PHOBOS, das von SERA Engineering (SOGECLAIR-Gruppe) entwickelt wurde und Robustheit und Mobilität in den anspruchsvollsten Geländen bietet. Kombiniert mit dem KNDS Robotics Kit wird daraus ein UGV.
Dieses Kit enthält die Hardware (Sensoren und Computer) und validierte Software, die eine sichere Teleoperation ermöglicht und autonome Fähigkeiten für eine Vielzahl von Missionen integriert. Über das KNDS Mission Module Kit kann das UGV mit verschiedenen Nutzlasten ausgestattet werden, wie z. B. einem Manipulatorarm für Aufgaben wie Bombenentsorgung oder Minenräumung, oder Waffensysteme, einschließlich ARX20 (CENTURIO-X20) oder ARX30.
Dank seiner Modularität kann das CENTURIO System auch eine Reihe anderer Turmsystemen integrieren, die auf spezifische Bedürfnisse zugeschnitten sind, von einem Kaliber von7,62 mm bis zu 30 mm. Das Fahrzeug ist in verschiedenen Konfigurationen im französischem Heer in Nutzung. Mit den ARX20 und ARX30-Türmen kann es auch zum Counter-UAV-Schutz eingesetzt werden. CENTURIO kann als UGV in allen Varianten teil- oder vollautonom agieren.
Nur beim Waffeneinsatz ist immer ein „Man in the Loop“ vorgegeben. So kann das UGV autonom einem Konvoi folgen, oder seinen Einsatzraum erreichen und Räume überwachen. Wird ein Ziel aufgeklärt und soll bekämpft werden kann dies nicht mehr autonom erfolgen.
Das Fahrzeug hat eine Länge von 350 cm und eine Breite von 190 cm, die Höhe hängt von der Nutzlast ab. Das Gesamtgewicht liegt bei 2.800 bis 2.900 kg, auch in Abhängigkeit von der Nutzlast.
Ebenfalls vor Ort das UGV TheMIS (Tracked Hybrid Modular Infantry System) von Milrem Robotics. Auch hier sind unterschiedlichste Auslegungen und Nutzlasten möglich. So kann es als „MULE“ für die Logistik eingesetzt werden, oder als Sensorträger.
So wurde ein Video des UGV mit dem Infanterieradar Ground Observation Radar GO12 von Thales gezeigt. Neu ist der Ansatz als geschützter CASEVAC. Hier wird das UGV gegen Beschuss von Handwaffen geschützt. Bis zu zwei liegend Verwundete finden dann in der Ladebucht Platz.
Als Trage und Befestigung fungieren Spineboards. Ein Top-Cover schützt die Patienten während des Transports vor Splittern. Diese Variante wurde vor ein paar Wochen erstmals anlässlich der Medic Quadriga gezeigt.
Überarbeitet wurde zudem die Version des Missionsmoduls Minenräumung für den TheMIS, auch als Heavy Portable Mine Breaching System (H-POMBS). bezeichnet. Mit diesem lässt sich in kurzer Zeit eine rund einen Meter breite Gasse in ein Minenfeld schlagen.
Das Modul selber kann innerhalb von weniger als zehn Minuten per Hand auf der Roboter-Plattform befestigen werden, so KNDS. Diese Variante ist bereits in Frankreich und der Ukraine in Nutzung. Auch sie kann jetzt gegen Beschuss geschützt werden.
Gegenüber der ursprünglichen Version besitzt das UGV jetzt eine Abdeckung aus 12mm Panzerstahl. Diese schützt das UGV von vorne und der Seite, sowohl von oben. Die Klappe lässt sich ferngesteuert öffnen.
Bei H-POMBS kommen im TheMIS zwei H-POMBS Systeme als eine Minenleiter zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine moderne Minenleiter von Wescom Defence aus Großbritannien. Jede Minenleiter wird dann aus dem UGV per Fernauslösung verschossen und kann so ein Minenfeld auf eine Länge von 54 Metern bei einer Breite von rund einem Metern räumen.
Danach kann die Infanterie oder Spezialkräfte das Minenfeld passieren. Zur Minenräumung fährt der TheMIS an das Minenfeld heran und per Rakete wird die Minenleiter nach vorne ausgebracht. H-POMBS enthält kleine Sprengpakete, die durch die eigene Explosion auch die die vorhandenen Minen zur Umsetzung bringen. Bisher konnte der TheMIS eine Sprengleiter aufnehmen. In der neusten Variante sind es zwei. So kann das UGV nun zwei Minenleiter verschießen, muss sich nach der ersten aber einmal umdrehen.
UAVs als Schutz und Effektor
Vor Ort zeigte KNDS eine ganze Reihe an Drohnen, sowohl eigene als auch die von Partnern. Das MATARIS Loitering Munition-Portfolio ist die französische Referenz für Loitering Munition. KNDS hat zusammen mit seinen Partnern ein breites Portfolio an Loitering Munition entwickelt, um verschiedene Ziele auf dem Gefechtstfeld anzugreifen.
Die Loitering Munition MATARIS von KNDS France wurde erstmals im Februar 2025 präsentiert. Die vier Modelle der Familie decken Kurz-, Mittel- und Langstrecken für vielfältige Einsatzbereiche ab.
MATARIS ist das Ergebnis der rasanten Entwicklung der französischen Projekten wie COLIBRI und LARINAE. MATARIS umfasst vier ferngesteuerte Munitionstypen für Kurz-, Mittel- und Langstreckeneinsätze: MT-10, MX-10, MV-25 und MV-100.
Die MT-10 und MX-10 DAMOCLES sind Kurzstreckenlösungen. Die gegenläufige Birotor-Drohne bzw. der Quadcopter können eine 550 g schwere, kontrollierte Splitterwirkung auf eine Reichweite von ca. 10 km mit einer Flugdauer von 40 Minuten zur Wirkung bringen. MT-10 hat dabei eine sehr niedrige Akustik und Signatur. Beide sollen mit ihrer Splitterwirkung vor allem gegen Infanteriegruppen und leichte Fahrzeuge eingesetzt werden.
Die per Hand startbare MV-25 OSKAR kann dank ihrer Starrflügelarchitektur dieselbe Nutzlast auf eine Reichweite von 25 km bringen. Und die MV-100 VELOCE erweitert diese Reichweite auf bis zu 100 km. Die Drohne ist mit einer Turbine für hohe Mündungsgeschwindigkeiten und einem 2,5 kg schweren Panzerabwehrsprengkopf ausgestattet. Sie kann zur Bekämpfung schwer gepanzerter Ziele, als auch für Aufklärungsmissionen eingesetzt werden.
Alle vier Versionen an Loitering Munition sind als kompakte, modulare und sehr kosteneffektive Effektoren zum Close Air Support (CAS) als auch zur Unterstützung der Artillerie ausgelegt. Zumindest die MV-25 wird bereits in der Ukraine genutzt.
Neben der KNDS eigenen Loitering Munition wurde auch die Helsing HX-2 in München beworben. Dabei handelt es sich um eine elektronisch angetriebene X-Wing-Präzisionsdrohne mit einer Reichweite von bis zu 100 km. Der Einsatz künstlicher Intelligenz macht die Drohne resistent gegen elektronische Kriegsführung und Störmaßnahmen, so der Hersteller.
Eigenschaften, die auf Basis von Helsings umfangreichen Erfahrungen in der Ukraine entwickelt und getestet wurden. Helsings Aufklärungs- und Steuerungssoftware Altra ermöglicht es, mehrere HX-2 Drohnen zu Schwärmen zusammenzufassen, die von einem menschlichen Bediener kontrolliert werden. HX-2 ist softwarebasiert, massenproduzierbar und schwarmfähig.
Ergänzt wurde dieses Drohnen-Portfolio durch die Interceptor-Drohne TYTAN TI-1 METIS aus München. Dieser Abfangjäger bietet eine schnelle Reaktionslösung gegen UAVs der Klassen I/II und startet innerhalb von Sekunden nach Bedrohungserkennung. Er ist auf Skalierbarkeit und Interoperabilität mit verschiedenen Sensortypen und C2-Systemen ausgelegt und eignet sich für großflächige und mehrdrohnenbasierte Angriffsoperationen.
Fortschrittliche KI-gestützte Software und eine integrierte Navigationsfunktion mit Schutz vor elektronischer Kampfführung ermöglichen die autonome Erkennung und den Einsatz mit minimalem menschlichen Eingriff, so der Hersteller. Die Abfangdrohne erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 350 km/h und hat eine Reichweite von 25 km, bei einer maximalen Flughöhe von 5.000 m.
Die Detektion während des Fluges basiert auf einer KI-unterstützten Wärmebildkamera. Die Wirkung im/am Ziel erfolgt über einen kinetischen Schlag mittels Splittergefechtskopf. Die Interceptor-Drohne hat ein Gewicht von 5 kg bei einer Nutzlast von 1,1 kg. Sie kann von Katapulten, von Fahrzeugen, aus Kisten oder Containern heraus gestartet werden.
Daneben zeigte KNDS noch Drohnen zur logistischen Versorgung. Aktuell sind drei Varianten geplant, zum Transport von dringend benötigten Ersatzteilen oder Werkzeugen an die vorderste Frontlinie. Die gezeigte Quadcopterdrohne hat eine Ladebucht für 7,5 kg und die Nurflüglerdrohne für 10 kg.
Daneben soll es noch eine – nicht vor Ort gezeigte Drohne – mit einer Nutzlast von 30 bis 40 kg geben. Die Drohnen transportieren das Material in einer Ladebucht, können es nicht abwerfen und müssen daher im Einsatzgebiet landen. Von KNDS für die logistische Versorgung vorgesehen, könnte damit natürlich auch kleinere Trupps wie Spezialkräfte weit vorne oder sogar im Feindgebiet versorgt werden.
Text: Redaktion / af
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