Das israelische Unternehmen Omnisys, eine Tochtergesellschaft der Ondas Inc., ist ein Anbieter KI-gestützter Systeme zur Missionsoptimierung und Entscheidungsunterstützung für Verteidigung und innere Sicherheit. Auf der MSPO in Kielce, Polen (8.–11. September), feierte man die Premiere von BRO-API.

Dabei handelt es sich um eine neue bidirektionale Integrationsschicht, die die KI-basierte Plattform BRO (Battle Resource Optimization) für Missionsplanung und Entscheidungsfindung direkt mit bestehenden C2- und C4I-Systemen verbindet. Dies stellt eine wertvolle Weiterentwicklung der BRO-Systemreihe dar, die sich bei den israelischen Streitkräften (IDF) im Einsatz bewährt hat und bereits von mehreren NATO-Kunden in Europa genutzt wird, so das Unternehmen bei der Vorstellung. Und im März diesen Jahres wurde bekannt, dass die Bundeswehr überlegt das KI-gesteuerte BRO als bewährte Nachhaltigkeitslösung für die ballistische Raketenabwehr (BMD) und die integrierte Luft- und Raketenabwehr (IAMD) in die deutsche Luftverteidigung zu integrieren.
Die neue Funktion ermöglicht es Kommandeuren, Einsatzpläne auf der Grundlage des aktuellen Lagebilds kontinuierlich zu optimieren und so den Entscheidungszyklus von Stunden auf Minuten oder weniger zu verkürzen.
Basierend auf den Daten zur Lageübersicht (Situational Awareness) aus C4I-Systemen ermöglicht BRO Kommandeuren ein tiefgreifendes Lageverständnis (Situational Understanding), die Bewertung von Handlungsalternativen, die Optimierung des Einsatzes von Sensoren und Effektoren sowie die Erstellung optimierter Handlungsoptionen. Bisher fungierten diese Funktionen primär als eigenständige Plattform für die Missionsplanung. Mit der BRO-API wird BRO zu einer integrierten Einsatzkomponente, die während der gesamten Mission kontinuierlich Informationen mit bestehenden Führungs- und Informationssystemen (C2/C4I) austauscht und die Phasen „Entscheiden“ (Decision) und „Handeln“ (Act) des OODA-Zyklus unterstützt.
Die Schnittstelle empfängt fortlaufend aktualisierte Einsatzdaten – darunter Informationen zu Position und Einsatzbereitschaft eigener Kräfte (Blue Force), aktuellen Ereignissen und der Lage der gegnerischen Kräfte (Red Force) – und generiert optimierte Empfehlungen für Einsatz, Routenplanung, Frequenzzuweisung und mehr. Die Ergebnisse der Missionsneuplanung sowie operative Erkenntnisse werden direkt in das Führungs- und Informationssystem eingespeist.
Durch diese kontinuierliche Synchronisierung von Einsatzplänen mit dem sich wandelnden Lagebild schließt BRO-API von Omnisys den Entscheidungszyklus und ermöglicht es Kommandeuren, auf veränderte Bedingungen auf dem Gefechtsfeld zu reagieren, solange diese noch operativ relevant sind.
Omnisys: BRO API für den militärischen Einsatz
BRO-API wurde von Onisys für den militärischen Einsatz entwickelt und unterstützt klassifizierte sowie vom Internet getrennte Netzwerke, kontrollierte Zugriffsrechte, sichere Protokollierung von Nachrichten sowie die Integration über Standard-REST-Schnittstellen. Die Schnittstelle wurde nach Prinzipien der militärischen Interoperabilität entwickelt und gewährleistet die zukünftige Kompatibilität mit NATO- und US-Militärstandards.
Neben der laufenden Optimierung von Einsätzen unterstützt die BRO-API von Omnisys den gesamten Lebenszyklus operativer Missionen und ermöglicht so umfassende Nachbesprechungen (After-Action Reviews, AAR), die Auswertung gewonnener Erkenntnisse sowie eine kontinuierliche Verbesserung der Einsatzführung.
„BRO hat es Kommandeuren schon immer ermöglicht, ihre Pläne vor Missionsbeginn zu optimieren“, sagte Alfred (Fredi) Tzimet, stellvertretender CEO von Omnisys. „Die BRO-API ist der nächste Schritt in dieser Entwicklung: Sie weitet diese Fähigkeiten auf die Phase der Einsatzdurchführung aus, sodass Kommandeure die Operationen kontinuierlich an die sich wandelnde Lage auf dem Gefechtsfeld anpassen und optimieren können.“
Text: Redaktion / af
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