Munitionsknappheit – Iran-Krieg frisst Lagerbestände

Die Lage der Munitionsknappheit ist äußerst besorgniserregend: Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten – allen voran Israel – verbrauchen im aktuellen Krieg mit dem Iran riesige Mengen an Munition. Gleichzeitig belastet eine weltweite Wolframknappheit, die durch Chinas Exportbeschränkungen und die hohe Nachfrage seitens des Militärs verursacht wird, die Waffenproduktion in den Vereinigten Staaten und anderen Verbündeten.

Munitionsknappheit: Lenkflugkörper und andere Munition benötigen ein hohes Maß an technologischer Expertise und besondere Materialien, um (wie hier bei MBDA) hergestellt zu werden. EIne schnelle Nachbeschaffung ist, wie der Krieg im Nahen Osten derzeit zeigt, nicht ohne Weiteres möglich.
Lenkflugkörper und andere Munition benötigen ein hohes Maß an technologischer Expertise und besondere Materialien, um (wie hier bei MBDA) hergestellt zu werden. EIne schnelle Nachbeschaffung ist, wie der Krieg im Nahen Osten derzeit zeigt, nicht ohne Weiteres möglich.
Foto: MBDA

Diese Anfälligkeit zur Munitionsknappheit hat aufgrund des massiven Einsatzes von Waffensystemen durch die USA und Israel einen historischen Höchststand erreicht. Aufgrund seiner hohen Dichte und Hitzebeständigkeit ist Wolfram ein entscheidender Bestandteil von Hyperschallwaffen, Raketenteilen, Raketendüsen und panzerbrechenden Geschossen.

China kontrolliert etwa 80 Prozent der weltweiten Minenproduktion. Im Februar 2025 beschränkte China die Exporte von Wolfram mit doppeltem Verwendungszweck, was zu einem Rückgang der Exporte um etwa 40 Prozent führte. Die chinesische Minenproduktion sank 2025 um 10 Prozent aufgrund niedrigerer Förderquoten und Umweltauflagen in den Provinzen Jiangxi und Hunan.

Eine Substitution ist für die meisten industriellen Anwendungen schwierig, und Recycling kann die Versorgungslücke kurzfristig nicht schließen. Zwar stieg die nicht-chinesische Produktion 2025 um 20 Prozent auf 19.000 Tonnen, doch neue, zuverlässige Lieferquellen sind noch Jahre entfernt.

Munitionsknappheit besorgt Pentagon

Aufgrund des Mangels an heimischem Bergbau und der Abhängigkeit von Importen sieht sich das Pentagon mit einem raschen Abbau der Lagerbestände konfrontiert und ist nicht in der Lage, wolframabhängige Munition zeitnah aufzufüllen. Dies gefährdet die Fähigkeit, im Iran-Konflikt modernste Waffen herzustellen.

Die USA fördern Projekte in Nevada, Idaho und Kasachstan, investieren 12 Milliarden US-Dollar in Lagerbestände und verbieten ab 2027 die Verwendung von chinesischem Wolfram in Kampfausrüstung. So soll der drohenden Munitionsknappheit begegnet werden.

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