Niederlande starten Task Force Drohnen

Gestern starteten die niederländischen Streitkräfte ihre Task Force Drohnen. „Wir sehen, dass Drohnen und deren Abwehrmaßnahmen zu einem integralen Bestandteil des modernen Gefechtsfelds geworden sind“, betont der Leiter dieser neuen Task Force, Brigadegeneral Joland Dubbeldam. „Deshalb müssen wir vorankommen und unsere Kampfkraft mit Drohnen stärken.“

Gestern stellte der Kommandeur der niederländischen Landstreitkräfte, Generalleutnant Jan Swillens, die neue Task Force Drohnen unter Leitung von Brigadegeneral Joland Dubbeldam (v.l.n.r.) auf.
Gestern stellte der Kommandeur der niederländischen Landstreitkräfte, Generalleutnant Jan Swillens, die neue Task Force Drohnen unter Leitung von Brigadegeneral Joland Dubbeldam (v.l.n.r.) auf.
Foto: Niederländisches Verteidigungsministerium

Angesiedelt im niederländischen Heer soll die Task Force die operative Einführung des Kampfes mit und gegen die oftmals kleinen unbemannten Systeme zu beschleunigen. „Heereseinheiten müssen in der Lage sein, sich gut gegen feindliche Drohnen zu schützen“, erläutert das niederländische Verteidigungsministerium. „Darüber hinaus werden die Einheiten auch mit verschiedenen Arten von Drohnen ausgestattet. Auf diese Weise trägt die Task Force zur Umwandlung der Armee in eine kampfbereite Truppe bei.“

Noch in diesem Jahr soll die Task Force daher ein integriertes Konzept entwickeln, das die Implementierung und Integration von Drohnen (UAS) sowie deren Gegenmaßnahmen (Counter-UAS) innerhalb der Einheiten ermöglichen soll. Schließlich handelt es sich bei den unbemannten Systemen auf dem Gefechtsfeld nicht einfach nur um neue Waffensysteme, sondern um neue Fähigkeiten, deren Einsatz nicht alten Doktrinen folgen kann. Und deren Einsatz durch den Gegner unterschiedliche Reaktionen erfordert als in der Zeit vor den unbemannten Systemen.

Der Leiter der Task Force erläutert: „Wie können wir als Armee mit den in unserem Werkzeugkasten vorhandenen Ressourcen zur Bekämpfung von Drohnen und unbemannten Luftfahrzeugen so effektiv wie möglich kämpfen? Wie bereiten wir uns in den von der Armee organisierten Übungen auf diesen Kampf vor? Und wie können wir mit der Industrie zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass wir unsere Systeme weiterentwickeln?“ Auf diese Fragen werde die Task Force  eine Antwort liefern müssen, so Brigadegeneral Dubbeldam.

Hierfür werde seine Task Force vor allem die Entwicklungen in der Ukraine sehr genau beobachtend und bereits gesammelte Erkenntnisse und das Wissen von den Streitkräften anderer Nationen zusammenführen, um schnell zu Ergebnissen zu gelangen. Schließlich haben einige Nationen bereits reine Einheiten mit unbemannten Systemen aufgebaut, andere besitzen ebenfalls Task Forces, Deutschland zum Beispiel.

„Die Drohnen Task Force ist nicht dazu da, das Rad neu zu erfinden“, betont Brigadegeneral Dubbeldam. „Unsere Aufgabe ist es, schnell zu einem integrierten Drohnenkonzept zu gelangen, das uns einen intelligenteren Kampf ermöglicht. Letztendlich geht es darum, Drohnenkapazitäten in unseren Einheiten zu implementieren.“

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