Patria und KNDS treiben CAVS-Programm in Deutschland voran

Patria und KNDS Deutschland Maintenance (KNDS) haben heute eine Rahmenvereinbarung über die Montage und Endintegration der gepanzerten Mannschaftstransportfahrzeuge Patria 6×6 im Rahmen des multinationalen Programms Common Armoured Vehicles (CAVS) unterzeichnet. Die Partnerschaft ist Teil der beiden Beschaffungsverträge zwischen Patria und der Bundeswehr, die im Dezember 2025 geschlossen wurden.

Radpanzer Patria 6x6 mit Cockerill CLWS Waffenstation und geometrischer Tarnung auf einer Freifläche vor einem Wald
Für Deutschland bauen Patria aus Finnland und KNDS den 6x6-Schützenpanzer im Rahmen des multinationalen Programms Common Armoured Vehicles (CAVS). Symbolbild.
Foto: Patria

Patria baut gemeinsam mit KNDS und weiteren deutschen Industriepartnern mit Hochdruck industrielle Kapazitäten für das CAVS-Programm in Deutschland auf. Die Serienlieferungen an die Bundeswehr werden Anfang 2027 hochgefahren. Im Rahmen des Technologietransfers wird die lokale Produktion in Deutschland ab 2027 schrittweise ausgeweitet. Der Technologietransfer ist ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells von Patria, bei dem Fachwissen zur Herstellung gepanzerter Fahrzeuge an lokale Partner übertragen wird.

Vertreter von Patria und KNDS unterzeichnen Verträge vor einem gepanzerten Radfahrzeug in einer Werkshalle
Bauen zusammen CAVS für Deutschland (v.l.n.r.): Antti Huuskonen, Vertriebsleiter CAVS Deutschland, Patria; Jussi Järvinen, Executive Vice President Protected Mobility, Patria; Christoph Cords, Geschäftsführer, KNDS Deutschland Maintenance; Thomas Kohler, Finanzvorstand, KNDS Deutschland Maintenance.
Foto: KNDS

„Wir freuen uns, diese Partnerschaft mit KNDS bestätigen zu können. Sie wird einen erheblichen Mehrwert für Deutschland schaffen und Arbeitsplätze bei KNDS sowie bei dessen Zulieferern schaffen. Dieser Vertrag zeigt, dass die deutsche Industrie in der Lage ist, die erwartbar hohen Qualitätsstandards zu erfüllen und gleichzeitig die vom CAVS-Programm geforderte kosteneffiziente lokale Produktion zu ermöglichen. Zugleich stärkt er die europäische Kapazität zur Herstellung von Verteidigungsgütern“, sagt Jussi Järvinen, Executive Vice President Protected Mobility bei Patria.

CAVS-Programm: Zusammenarbeit zwischen sieben Nationen

Das CAVS-Programm wurde 2020 durch eine Zusammenarbeit zwischen Finnland und Lettland ins Leben gerufen. Ziel ist die gemeinsame Beschaffung eines modernen, auf dem Patria 6×6 basierenden, gepanzerten 6×6-Fahrzeugsystems. Heute beteiligen sich Finnland, Lettland, Schweden, Dänemark, Norwegen, Deutschland und das Vereinigte Königreich an dem Programm. Lieferungen erfolgten bereits nach Finnland, Schweden, Lettland, Dänemark und Deutschland; Fahrzeuge sind zudem in der Ukraine im Einsatz.

Gepanzertes Radfahrzeug Patria 6x6 mit Tarnlackierung und Waffenstation auf einem unbefestigten Waldweg
Das Radfahrzeug Patria 6x6 (CAVS) ist an der Front mit Nebelmittelwurfanlagen und auf dem Dach mit einer ferngesteuerten Waffenstation ausgerüstet.
Foto: Patria

Über das CAVS-Programm können die teilnehmenden Staaten moderne gepanzerte Fahrzeuge zeitnah und kosteneffizient beschaffen. Der gemeinsame Ansatz ermöglicht eine gebündelte Beschaffung, eine koordinierte Produktentwicklung und ein effizientes Management über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge. Das CAVS-Programm bleibt für europäische Staaten und NATO-Mitgliedstaaten mit vergleichbaren Anforderungen an gepanzerte 6×6-Fahrzeuge offen.

 

Quelle: Patria

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BeschaffungBundeswehrCAVS-ProgrammKNDSPatriaPatria 6×6