Bundeswehr: PATRIOT-Einsatz in der Türkei verlängert

Navid LinnemannNavid Linnemann

Angriffe des Iran in Richtung der Türkei hatten zusätzliche Luftverteidigung beim NATO-Partner erforderlich gemacht. Seit Juni unterstützt Deutschland das Land im Südosten des Bündnisgebiets. Gestern wurde bekannt: Der PATRIOT-Einsatz läuft nicht wie geplant im September aus, sondern wird bis April 2027 verlängert.

Startgerät des Flugabwehrraketensystems Patriot hinter Betonwänden in einer hügeligen Landschaft bei Malatya, Türkei
Ein Startgerät des Flugabwehrsystems Patriot steht einsatzbereit in seiner Stellung im Malatya-Hochgebirge in der Türkei. Hier schützt die Bundeswehr im Auftrag der NATO den Luftraum an der Südostflanke des Bündnisgebiets.
Foto: Bundeswehr

Im Juni 2026 verlegte eine deutsche PATRIOT-Einheit mit rund 150 Soldatinnen und Soldaten aus dem Husumer Flugabwehrraketengeschwader 1 in die Türkei. Dort lösten sie ihre amerikanischen Vorgänger im türkischen Malatya ab. Bereits im Zuge der NATO-Operation „Active Fence“ (AFTUR) waren deutsche PATRIOTs in Anatolien stgationiert, jetzt erneut im Rahmen der NATO-Integrated Air- and Missile Defence (NATO IAMD).

Die aktuell beim PATRIOT-Einsatz in der Türkei eingesetzten Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr stammen aus der Flugabwehrraketengruppe 24 aus Bad Sülze. Abgelöst werden sie laut Angaben der Bundeswehr in den kommenden Wochen durch Kräfte der Flugabwehrraketengruppe 26 aus Husum.

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