Israelische Analysten kommen zu dem Schluss, dass der Iran China wahrscheinlich um seine neue Anti-Schiffsrakete YJ-20 bitten werde. Der Iran unternimmt aktuell große Anstrengungen, um eine einsatzfähige Marine aufzubauen – mit China als wichtigste Quelle für Marinetechnologie und -ausrüstung.
Die chinesische Hyperschall-Anti-Schiffs-Rakete YJ-20 ist vor allem gegen Flugzeugträger und andere große Marineschiffe geeignet. Sie wurde am 3. September 2025 während der chinesischen Parade zum Tag des Sieges offiziell vorgestellt und verfügt über eine bikonische aerodynamische Form, die einen agilen Wiedereintritt ermöglicht.
Aktuelle Videoaufnahmen zeigen Starts mit vertikalen Abschusssystemen von Zerstörern des Typs 055, darunter die Wuxi (Rumpf 107), während der Betriebstests Ende Dezember 2025. Durch diese Integration werden die Angriffsfähigkeiten der chinesischen Marine in umstrittenen Seegebieten wie dem Südchinesischen Meer verbessert.
Die YJ-20 verbessert zudem Chinas Anti-Access/Area-Denial-Strategie (A2/AD), indem sie gegnerische Flugzeugträgeroperationen durch schnelle, bewegliche Angriffe, welche die Verteidigung auf die Probe stellen, erschwert. Ihr Einsatz deutet darauf hin, dass die Normalisierung des Hyperschall-Seekampfs voranschreitet.
Der Ausbau der iranischen Marine
Wie vom Defence Network bereits berichtet, verbessert der Iran die Fähigkeiten seiner Marine. Vor einigen Monaten hat der Iran beispielsweise seine Marine um die schwimmende Basis Kordestan und den Zerstörer Sahand erweitert.
Laut einem Bericht von Iran International, einer Website, die von der Opposition gegen das Regime in Teheran aus London betrieben wird, wurde die Sahand, eine in Iran gebaute Fregatte der Moudge-Klasse, 2018 in die Marine aufgenommen und ist mit Marschflugkörpern und Stealth-Technologie ausgestattet, um der Radarerkennung zu entgehen, wie staatliche Medien berichteten. Sie sank letztes Jahr während Reparaturarbeiten im südlichen Hafen von Bandar Abbas, nachdem Wasser in ihre Ballasttanks eingedrungen war, wodurch sie das Gleichgewicht verlor und teilweise unterging. Die iranische Marine gab an, das Schiff später wieder repariert und schwimmfähig zu haben.
Die Sahand war für eine Anti-Piraterie-Mission im Indischen Ozean vorbereitet worden, nachdem sie eine iranische Flottille zum Roten Meer und zum Golf von Aden geführt hatte, wo es zu Angriffen auf Handelsschiffe in der Region gekommen war, wie staatliche Medien berichteten. Im Jahr 2021 erregte es internationale Aufmerksamkeit, als eine diplomatische Kampagne der USA das Schiff daran hinderte, in der westlichen Hemisphäre anzulegen. Washington glaubte, dass es Waffen transportierte und auf dem Weg nach Venezuela war, aber das Schiff änderte schließlich seinen Kurs in Richtung der Westküste Afrikas, wie US-Beamte damals sagten.
Laut der Website soll wiederum die schwimmende Basis Kordestan als mobile Hafenstadt dienen, die in der Lage ist, Marine- und Nicht-Marine-Kampfeinheiten weit entfernt von den iranischen Küsten zu unterstützen. Die Nachrichtenagentur Mehr sagte, die Basis sei „im Wesentlichen eine Hafenstadt, die eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Marine- und Nicht-Marine-Kampfeinheiten auf See spielen kann“.
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