Russland und China stärken Irans Luftverteidigung massiv

Während die Spannungen zwischen dem Iran und den USA sowie Israel neue Höchststände erreichen, werden Informationen über die massiven Bemühungen Russlands und Chinas bekannt, die Luftverteidungssysteme des Landes zu stärken.

Russland hat den Iran im Laufe der Zeit mit fortschrittlichen Langstrecken-SAMs und der dazugehörigen Technologie ausgestattet, u.a. mit dem System S-300PMU-2.
Russland hat den Iran im Laufe der Zeit mit fortschrittlichen Langstrecken-SAMs und der dazugehörigen Technologie ausgestattet, u.a. mit dem System S-300PMU-2.
Foto: Wikimedia / Vitaly V. Kuzmin

Russland hat das Land im Laufe der Zeit mit fortschrittlichen Langstrecken-SAMs und der dazugehörigen Technologie ausgestattet, insbesondere mit dem System S-300PMU-2, das 2016 geliefert wurde.

Iranische Manöver haben gezeigt, dass das S-300-System zusammen mit einheimischen Systemen wie dem Bavar-373 eingesetzt wird, wobei Teheran betont, dass diese Kombination beweist, dass seine Langstrecken-Luftverteidigungsysteme angesichts israelischer Angriffe weiterhin funktionsfähig sind.

Offene Berichte seit 2024–2025 deuten darauf hin, dass der Iran mit der Lieferung und Erprobung von S-400-Komponenten begonnen hat, was auf eine schrittweise Aufrüstung und zumindest einen begrenzten Einsatz des neueren russischen Systems hindeutet, wenn auch in kleinerem Umfang als beim S-300.

Der Einfluss russischer Konstruktionen ist in iranischen Systemen offensichtlich: Bavar-373 wird allgemein als Ableitung der S-300-Familie mit ausländischer Hilfe angesehen, was den langjährigen konzeptionellen und technischen Einfluss Russlands auf die höherstufige SAM-Architektur zeigt.

Umfassende chinesische-iranische Verteidigungszusammenarbeit

China hat das Land zuvor mit Luftverteidigungskapazitäten der unteren und mittleren Ebene sowie mit zahlreichen Luftsuchradaren beliefert und damit Teheran die Grundlage für mehrschichtige Systeme lokaler Marken geschaffen.

Die chinesische Unterstützung erstreckt sich auch auf Sensoren und C4ISR: Berichten zufolge wurden fortschrittliche chinesische Radarsysteme wie das YLC-8B geliefert, wodurch das Land besser in der Lage ist, schwer erkennbare und weit entfernte Ziele zu erkennen und elektronische Überwachungsmaßnahmen durchzuführen.

Um die Autonomie des Iran weiter zu stärken und die Wahrscheinlichkeit von Störungen der Luftverteidigungs- und Raketenaktivitäten, die auf Navigation angewiesen sind, zu verringern, drängt Peking das iranische Militär, von GPS auf das Satellitennavigationssystem BeiDou umzusteigen.

Ausbildung, gemeinsame Marineübungen mit Russland und verdeckte Technologietransfers zur Stärkung der iranischen Luftverteidigung- und Luftüberwachungsarchitektur sind Teil der umfassenderen chinesisch-iranischen Verteidigungszusammenarbeit im Rahmen ihrer umfassenden strategischen Partnerschaft.

Obwohl der Iran behauptet, dass seine Flaggschiff-Systeme wie Bavar-373 und Khordad-15 vollständig aus eigener Entwicklung stammen, deuten Berichte darauf hin, dass Nordkorea und China bei der Entwicklung geholfen haben, und offene Quellen schätzen, dass ihr Design auf dem russischen S-300 basiert.

Die Kombination aus russischen Langstrecken-SAMs, von China gelieferten Radargeräten und MANPADS sowie ausländischen technischen „Vorlagen” für iranische Designs hat es Teheran ermöglicht, ein integrierteres, mehrschichtiges Luftverteidigungsnetzwerk aufzubauen, als es die Sanktionen allein vermuten lassen würden.

Israelische Quellen berichten, dass sowohl Peking als auch Moskau trotz all dieser Hilfe vorsichtig bleiben: Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf den Verkauf von Ausrüstung, technische Unterstützung und gemeinsame Übungen und nicht auf feste Zusagen, im Falle eines groß angelegten Angriffs auf die Luftverteidigung Teherans zu intervenieren.

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