Einmal bei TrophyLab registriert, erhalten Rüstungsunternehmen Zugang zu einem Katalog russischer Waffensysteme und den dazugehörigen Forschungsergebnissen. Diese können zunächst einmal online eingesehen werden. Für eine weitere Erforschung können einzelne Proben oder Fragmente auch zur Offline-Analyse angefordert werden.
Der Sinn des Vorgehens besteht darin, Schwachstellen in russischen Systemen schneller zu erkennen, um in einem zweiten Schritt wirksame Gegenmaßnahmen entwickeln zu können.
Daten direkt im Portal verfügbar
Laut ukrainischem Verteidigungsministerium bietet das TrophyLab-Portal einzigartige Daten über erbeutete russische Waffen für Ingenieure und Wissenschaftler. Um das Portal zu füttern, arbeiten unterschiedlichste Einheiten der Ukraine zusammen – Streitkräfte, der Verteidigungsnachrichtendienst der Ukraine (DIU), der Sicherheitsdienst der Ukraine (SSU) und spezialisierte Forschungseinrichtungen.
Der Zugang zu stelle laut eigenen Angaben einen bedeutenden Beitrag der Ukraine zur Stärkung der internationalen Sicherheit und der Verteidigungsfähigkeit von Partnerländern dar. Mit Russland als drittgrößtem Rüstungsexporteur der Welt finden sich dessen Systeme auch in zahlreichen anderen – nicht unbedingt NATO-freundlichen – Armeen wieder.
Auch kann davon ausgegangen werden, dass unter den von ukrainischen Kräften erbeuteten Systemen iranische Systeme oder chinesische Komponenten zu finden sind, zu denen der Westen sonst nur eingeschränkten Zugang hat.
Registrierung bei TrophyLab
Die Nutzung der Datenbank TrophyLab muss beantragt werden. Weitere Informationen und einen Zugang finden Sie unter diesem Link. Im Zuge der Registrierung werden alle Bewerber überprüft, um sicherzustellen, dass sie keine Verbindungen zu Russland haben beziehungsweise keinen ukrainischen oder internationalen Sanktionen unterliegen.