Spanien: Indra baut Produktionskapazitäten für Landfahrzeuge aus

Der spanische Großkonzern Indra gab kürzlich bekannt, in As Pontes (Provinz A Coruña) ein neues Werk für Militärfahrzeuge zu eröffnen und damit einen weiteren Schritt beim Aufbau eines der größten europäischen Industriezentren für landgebundene Plattformen in Nordspanien vollziehen.

Moderne Glasfassade des Bürogebäudes der Indra Group mit Firmenlogo an der Front
Die spanische Indra Group.
Foto: Indra Group

Das Unternehmen hat ein über 50.000 Quadratmeter großes Gelände mit einer bebauten Fläche von fast 15.000 Quadratmetern erworben, um dort den neuen Standort zu errichten; die Investitionssumme beläuft sich auf rund 18 Millionen Euro.

Das Werk wird in Galicien zwischen 70 und 120 hochqualifizierte direkte Arbeitsplätze schaffen sowie zahlreiche indirekte Arbeitsplätze in der Lieferkette, bei Zulieferern und im Dienstleistungssektor generieren.

Der neue Standort ergänzt das bestehende Produktionszentrum von Indra in Gijón und vergrößert die Industriefläche von „Indra Land Vehicles“ – der auf Landfahrzeuge spezialisierten Sparte – auf 40.000 m². Dieser Wert könnte durch die Hinzunahme eines dritten Werks im Nordkorridor, für das derzeit noch der Standort ausgewählt wird, auf 55.000 m² ansteigen.

Das Zentrum in As Pontes soll die Integration von amphibischen Kampffahrzeugen, Brückenlegefahrzeugen und Artilleriesystemen auf Rädern übernehmen, die Indra für die spanischen Streitkräfte entwickelt. Der Standort wird über Kapazitäten zur Integration, Erprobung, Validierung und Indienststellung dieser Systeme verfügen. Zudem werden neue industrielle Fertigkeiten für die Abwicklung hochkomplexer Programme sowie eine eigene Teststrecke bereitstehen, was die Umsetzung und Auslieferung der Projekte beschleunigen soll.

Josep María Recasens, CEO der Indra Group, erklärte: „Was wir im nördlichen Korridor aufbauen, ist weit mehr als nur eine Erweiterung unserer Produktionskapazitäten. Wir entwickeln eine neue Generation von Fabriken, die von Grund auf darauf ausgelegt sind, fortschrittliche Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz zu integrieren – mit dem Ziel, sie zu den effizientesten und wettbewerbsfähigsten Anlagen in Europa zu machen.“

Zu den Plänen des Unternehmens gehört der Aufbau einer industriellen Basis, die Lieferungen ermöglicht, welche deutlich schneller, zuverlässiger und wettbewerbsfähiger sind als die derzeit am Markt verfügbaren Angebote.

Indra: Ausbau der industriellen Präsenz in Spanien

Im vergangenen Jahr hat die Indra Group die Errichtung zahlreicher Industriezentren vorangetrieben und damit ihr Engagement für die Stärkung der spanischen und europäischen Verteidigungsindustrie unterstrichen.

Allein im Bereich der Fahrzeugfertigung im nördlichen Korridor wird Indra über Integrations- und Produktionskapazitäten für rund 500 Einheiten pro Jahr verfügen; damit entwickelt sich die Region zu einem der größten industriellen Zentren Europas, die auf Landplattformen spezialisiert sind.

Die Initiative ist zudem Teil des umfassenderen Plans von Indra, die industrielle Präsenz im gesamten Land auszubauen – entlang der drei Korridore bzw. Achsen, die das Verteidigungsministerium in seiner Industriestrategie für den Verteidigungssektor festgelegt hat.

In diesem Zusammenhang plant das Unternehmen, seine Produktionsflächen durch Investitionen von mehr als 200 Millionen Euro massiv zu erweitern: von rund 36.000 m² auf über 154.000 m². Damit verbunden ist die Schaffung von mehr als 1.000 direkten Arbeitsplätzen in der Fertigung sowie 1.400 Stellen für Ingenieure und hochqualifizierte Fachkräfte.

 

Text: Redaktion / af

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