Spanien will Excalibur S-Präzisionsmunition einführen

Das spanische Heer plant eigenen Angaben nach, die 155 mm Präzisionsmunition Excalibur S in die Nutzung zu übernehmen und damit seine Fähigkeiten bei der Artillerie zu verbessern. Zuvor wurden schon Granaten des Typs M982A1 Excalibur für Test- und Evaluationszwecke beschafft.

M982A1 Excalibur. (Foto: US Army)
M982A1 Excalibur.
Foto: US Army

Die M982 Excalibur-Granate ist eine Serie von GPS/IMU-gelenkten 155-mm-Artilleriegeschossen mit erweiterter Reichweite. Sie wurde in Zusammenarbeit zwischen dem US Army Research Laboratory (ARL) und dem United States Army Armament Research, Development and Engineering Center (ARDEC) entwickelt. Hergestellt wird sie durch die Hauptauftragnehmer Raytheon Missile Systems und BAE Systems AB. Die M982A1 Excalibur war einer der Weiterentwicklungen mit dem Ziel die Zuverlässigkeit zu verbessern und die Kosten zu senken. Zu den verbesserten Systemen gehören ein zweiteiliges Gefechtskopfgehäuse, das Control Actuator System (CAS), die Guidance and Navigation Unit (GNU) und die Safe Arm Unit (SAU) sowie ein neues Leitwerk. Das Projektil hat eine Reichweite von 45 km aus einem L/39-Rohr. Die Zuverlässigkeit wird mit 96 % angegeben.

Die neuste Variante ist die Excalibur S.  Sie wurde 2014 erstmals auf dem Yuma Proving Ground getestete. Hier wurde das GPS durch einen in der Nase montierten Laser Spot Tracker (LST) ergänzt. Dieser wird etwa 30 Sekunden vor dem Aufprall aktiviert, um eine semiaktive Laser-Terminalführung (SAL) zu ermöglichen. Dadurch können auch bewegliche Ziele bekämpft werden. Dazu ist eine externe Laserbeleuchtung – aus Drohnen, Artilleriebeobachtern, Spezialkräften oder Flugzeugen – erforderlich.

Das spanische Heer hat bei den Tests die M982A1 Excalibur Granaten aus den Haubitzen SIAC 155/52 und M109A5E verschossen. Dabei wurden Ziele in bis zu 50 km Entfernung bekämpft.

Nutzer von Excalibur sind neben den USA auch die Niederlande, Australien Kanada, und Schweden. Die Bundeswehr setzt hingegen auch die präzisionsgelenkte VULCANO-Artilleriemunition. Die von Leonardo und Diehl Defence entwickelte VULCANO 155 ist in der Lage eine ein Meter genaue Punktzielbekämpfung auf Distanzen von bis zu 70 km zu gewährleisten. Sie kann laut Herstellerangaben gegen stationäre und sich bewegende Ziele. Deutschland hat diese Munition auch an die Ukraine geliefert.

André Forkert

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