Die Richtung ist vorgegeben. US-Präsident Trump hatte mit der Ankündigung der TRUMP-Klasse an neuen US-Schiffen auch vorgegeben, die USA müssen die weltweit stärkste (See-)Macht bleiben bzw. wieder werden. Die Trump-Klasse ist eine geplante Klasse von Lenkwaffen-Schlachtschiffen der U.S. Navy. Aber nicht nur die Trump-Klasse soll dazu beitragen, auch viele andere Schiffsarten sollen überholt und neu gebaut werden.

Und dabei will der US-Präsident Vollgas geben. Dazu sind Konzepte gefragt.
Eric Chewning, Executive Vice President für Maritime Systeme und Unternehmensstrategie bei HII, bekräftigte kürzlich im Rahmen einer Anhörung des Unterausschusses für Verteidigung des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses das Engagement des Unternehmens für die Stärkung der industriellen Verteidigungsbasis des Landes und die Wiederbelebung des US-Schiffbaus. Bei seinem Auftritt am College of the Canyons vor dem Ausschussvorsitzenden Ken Calvert und weiteren Mitgliedern des Unterausschusses unterstrich Chewning die entscheidende Bedeutung einer modernisierten Belegschaft, einer aufgerüsteten Werftinfrastruktur und einer erweiterten maritimen Industriebasis. HII ist nach eigenen Angaben der größte behördliche Schiffsbauer in den USA.
„Amerikas Fähigkeit, den Frieden zu wahren und unsere Interessen zu verteidigen, hängt von einer starken, sicheren und einsatzbereiten industriellen Basis ab“, sagte Chewning. „Unsere Mission bei HII, die weltweit leistungsfähigsten Schiffe und domänenübergreifenden Lösungen zu liefern, ist nur dank unserer engagierten Belegschaft sowie der anhaltenden Unterstützung durch den Kongress und die U.S. Navy möglich.“
Unter Rückgriff auf seine Erfahrung als ehemaliger stellvertretender Unterstaatssekretär für Industriepolitik hob Chewning während der Anhörung frühere Reformen hervor, die darauf abzielten, strategischen Bedrohungen zu begegnen und die Resilienz zu stärken. Zudem betonte er die Maßnahmen, die HII ergreift, um den Produktionsdurchsatz zu steigern und den Anforderungen der nationalen Sicherheit gerecht zu werden.
„Im Jahr 2025 stieg der Durchsatz in unseren Werften im Jahresvergleich um 14 Prozent“, sagte Chewning. „Angesichts von rund 40 Schiffen, die sich bei Ingalls und Newport News derzeit im Bau oder in der Modernisierung befinden, ist unser Ziel für 2026 klar: Wir müssen diesen Schwung nutzen und weiterhin in beschleunigtem Tempo Schiffe an die U.S. Navy liefern. Für 2026 streben wir eine Steigerung des Durchsatzes um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr an.“
USA: Strategie von HII basiert auf drei Säulen
Chewning erklärte, dass die Strategie von HII zur Steigerung des Durchsatzes auf drei Säulen beruht: der Gewinnung, Ausbildung und Bindung einer erstklassigen Belegschaft; der Modernisierung der Schiffbauinfrastruktur durch Investitionen, wie etwa den Einsatz physischer KI im Schiffbau; sowie der Erweiterung der maritimen Industriebasis durch den Ausbau der Lieferkette von HII und die Umsetzung einer Strategie des verteilten Schiffbaus. Bei der Erläuterung der Strategie dankte Chewning dem Kongress und der Marine für die Unterstützung, die es HII ermöglichte, neue Tarifverträge für die Werften abzuschließen; diese sahen wettbewerbsfähige Lohnerhöhungen vor, um eine hochqualifizierte Belegschaft zu halten. Zudem hob er den laufenden Ausbau der industriellen Basis von HII hervor, einschließlich eines Plans, im Jahr 2026 mehr als zwei Millionen Arbeitsstunden strategisch an externe Partner zu vergeben – ein Anstieg um 178 Prozent gegenüber 2024. Diese Auslagerung von Arbeiten wird den Schiffbaudurchsatz von HII erhöhen, Arbeitsplätze in Gemeinden im ganzen Land schaffen und kleinen sowie mittleren Unternehmen mehr Sicherheit geben, in eigene Kapazitäten und Personal zu investieren.
Ein weiterer Aspekt der Diskussion über die Wiederbelebung der Branche in den USA waren die Fortschritte am Standort Charleston von HII (Newport News Shipbuilding). Chewning bezeichnete die Anlage als Modell für die Wiederbelebung der maritimen industriellen Basis. In enger Zusammenarbeit mit der US-Marine, dem Bundesstaat South Carolina und dem Büro für Industriepolitik (Industrial Base Policy Office) des Verteidigungsministeriums gelang es HII, den zuvor unterausgelasteten Standort in einen wachsenden Campus für moderne Fertigungstechnologien zu verwandeln, der die industrielle Basis für den U-Boot-Bau stärkt und neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Fachkräfte schafft.
„Dies ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn Industrie, Bundesregierung und Partner auf Bundesstaatsebene zusammenarbeiten, um Amerikas maritime Vormachtstellung zu festigen“, sagte Chewning. „Wir danken der US-Marine, dem Kongress und insbesondere dem Unterausschuss für Verteidigungsfinanzierung des Repräsentantenhauses für die anhaltende Unterstützung und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit, um Amerikas maritime Überlegenheit auch für künftige Generationen zu sichern.“
Text: Redaktion / af
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