Kooperation beim U-Boot-Bau – TKMS und Navantia

Die beiden U-Boot-Bauer TKMS und Navantia haben eine weitere Absichtserklärung unterzeichnet und ihre strategische Partnerschaft im U-Boot-Segment weiter gestärkt. Bis Jahresende soll eine gemeinsamer Rahmen für die Zusammenarbeit bei ausgewählten U-Boot-Projekten zu geschaffen werden – vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Durch die Partnerschaft werden ergänzende industrielle Kompetenzen gebündelt, um Kapazitäten, Innovationskraft und langfristige Wettbewerbsfähigkeit für Kunden weltweit zu stärken, wobei bestehende Projekte und Verträge unverändert bleiben.

U-Boot-Bau: Digitale Grafik eines U-Boots der S-80-Klasse von Navantia bei der Fahrt an der Wasseroberfläche mit ausgefahrenen Masten
Eine digitale Grafik zeigt ein U-Boot der S-80-Klasse des spanischen Herstellers Navantia.
Foto: Navantia

TKMS AG & Co. KGaA (TKMS) und Navantia S.A., SME (Navantia) haben eine zweite Absichtserklärung unterzeichnet, die einen weiteren Fortschritt in der zu Beginn des Jahres begonnenen strategischen Partnerschaft markiert. Aufbauend auf dem starken Fundament der ursprünglichen Vereinbarung setzen beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit konsequent fort, um einen gemeinsamen Kooperationsrahmen für die Produktion und Vermarktung ausgewählter U-Boot-Projekte zu schaffen.

Die konstruktiven Gespräche der letzten drei Monate haben zu einer gemeinsamen Ausrichtung auf klar definierte Bereiche geführt, in denen TKMS und Navantia mit ihren sich ergänzenden Kompetenzen Mehrwert für die Kunden schaffen. Durch die Bündelung ihrer jeweiligen Stärken wollen beide Unternehmen die dem Markt zur Verfügung stehenden industriellen Kapazitäten erweitern, Lieferzeiten verkürzen und die Leistungsfähigkeit steigern.

Dadurch wollen sie eine langfristige technologische Partnerschaft fördern und die Lieferkapazitäten für Kunden auf den internationalen Märkten erhöhen. Ziel ist es, bis Jahresende den Rahmen für die Zusammenarbeit zu schaffen, vorbehaltlich des Abschlusses aller erforderlichen behördlichen Genehmigungsverfahren.

Die geplante Partnerschaft ist ausschließlich auf zukünftige Geschäfte ausgerichtet und sieht weder eine Fusion noch den Erwerb von Anteilen oder Vermögenswerten vor. Bestehende Verträge, Programme und Projekte beider Unternehmen bleiben vollständig unabhängig und unberührt. Gleichzeitig profitieren die Kunden von einer breiteren industriellen Basis mit sich ergänzenden Kompetenzen, erhöhter Flexibilität und einer gestärkten technologischen Führungsposition, was die Wettbewerbsfähigkeit von TKMS und Navantia weiter stärken wird.

Diese industrielle Zusammenarbeit wird unter vollständiger Einhaltung des geltenden Wettbewerbsrechts, der Exportkontrollvorschriften und aller relevanten behördlichen Auflagen ausgebaut. Jegliche Zusammenarbeit wird auf die spezifischen Kundenanforderungen zugeschnitten und nur mit den entsprechenden Genehmigungen der Kunden umgesetzt.

Durch ihren Zusammenschluss stärken TKMS und Navantia die industrielle Basis und Souveränität Europas im Verteidigungsbereich und leisten damit einen Beitrag zu größerer strategischer Autonomie. In der Partnerschaft bündeln zwei führende Marineunternehmen ihre komplementären Kompetenzen und verbessern so Europas Fähigkeit, verbündeten und befreundeten Marinen weltweit modernste U-Boot-Lösungen innerhalb angemessener Zeiträume bereitzustellen und damit den geopolitischen Herausforderungen zu begegnen.

Europäischer U-Boot-Bau

Oliver Burkhard, CEO von TKMS, erklärte: „Die Sicherheit Europas erfordert eine stärkere und widerstandsfähigere industrielle Basis. Diese Absichtserklärung ist ein wichtiger Schritt hin zur Bündelung komplementärer industrieller Stärken unter Wahrung unserer technologischen Führungsrolle, der Designhoheit und Qualitätsstandards, die TKMS auszeichnen. Indem wir unsere Stärken bündeln, werden wir die industrielle Basis und die Souveränität Europas im Verteidigungssektor stärken und zu einer größeren strategischen Autonomie Europas beitragen.“

„Die heutige Absichtserklärung“, so Dr. Andreas Görgen, COO von TKMS, „spiegelt den hervorragenden Fortschritt unserer Gespräche und das starke Engagement beider Partner wider, ein neues Modell zu schaffen, das die Stärken von TKMS und Navantia in ausgewählten Bereichen bündelt, die Möglichkeiten für beide Unternehmen erweitert und unseren Kunden größere industrielle Kapazitäten, technologische Exzellenz und eine verbesserte Lieferleistung bietet. Gleichzeitig werden beide Partner weiterhin unabhängig agieren und sich voll und ganz ihren bestehenden Programmen und Kunden widmen.“

„Navantia und TKMS stärken gemeinsam Europas strategische Autonomie und schaffen eine robuste und skalierbare industrielle Verteidigungsbasis, um der weltweit wachsenden Nachfrage in den Bereichen Konstruktion, Bau und Instandhaltung von U-Booten gerecht zu werden“, so Ricardo Domínguez, Vorstandsvorsitzender von Navantia. „Diese Absichtserklärung unterstreicht die Kompetenzen von Navantia im U-Boot-Segment, stärkt unsere Präsenz in diesem Markt und bekräftigt unsere Rolle in der europäischen Verteidigung.“

Gonzalo Mateo-Guerrero, Chief Operating Officer von Navantia, fügte hinzu: „Diese neue Absichtserklärung stellt einen Fortschritt auf dem Weg zu einem Kooperationsmodell dar, dessen Ziel es ist, die Wettbewerbsfähigkeit bei derLieferung zu steigern und eine langfristige technologische Partnerschaft zur Bereitstellung modernster Verteidigungsprodukte aufzubauen. Sie baut auf den Stärken von Navantia und TKMS auf und stellt gleichzeitig sicher, dass jedes Unternehmen seine eigenen Technologien und seine Konstruktionshoheit bei den jeweiligen Programmen und Verträgen behält.“

 

Quelle: TKMS

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