Enforce Tac: Maritime Ausrüstung für Spezialkräfte

Der schwedische Tauchspezialist Waterproof Diving International AB zeigte auf der Enforce Tac erstmals öffentlichen den neuen Nasstauchanzug der Kampfschwimmer. Die Spezialkräfte der Marine haben den Tauchanzug als Set in die Nutzung übernommen. So besteht das Set aus Tauchanzügen in den Neoprenstärken 1 mm, 3 mm sowie 7 mm.

Nasstauchanzug: Soldaten des Kommandos Spezialkräfte der Marine im Hafenbereich des Stützpunkts Eckernförde. (Foto: Bundeswehr/Markdo PIZ)
Soldaten des Kommandos Spezialkräfte der Marine im Hafenbereich des Stützpunkts Eckernförde. Sie benötigen Bekleidung für über und unter Wasser - mit Tarndruck.
Foto: Bundeswehr

Eine integrierte Halsmanschette kann als Option eingezippt werden. So kann der Taucher je nach Mission oder Wassertemperatur genutzt oder weggelassen werden. Der Nasstauchanzug hat zudem zwei fest vernähte Oberschenkeltaschen sowie zwei kleine am Oberarm. Der Neopren-Anzug wird an Knien, Gesäß und Ellenbogen durch Toughtex-Kaschierung verstärkt bzw. vor abrieb geschützt.

Nasstauchanzug für Spezialkräfte

Laut Hersteller handelt es sich um den ersten Tauchanzug überhaupt, er mit dem offizielle Flecktarn-Muster durch die Bundesdruckerei eingefärbt bzw. bedruckt wurde. Die Erprobung erfolgt 2023, mit einer Einführung in die Truppe ab Frühjahr 2024. Der Anzug ähnelt am ehesten dem zivilen Nasstauchanzug W7 von Waterproof.

Der neue Nasstrockentauchanzug der Kampfschwimmer. (Alle Fotos- AF)

Selbstheilender Rettungskragen

Die outer-limits GmbH (Halle 7, Stand 817) aus Österreich zeigt auf der Messe als Weltpremiere einen selbstdichtenden Rettungskragen. Taucher und Bootsbesatzungen nutzen diese Rettungskragen, da sie im Notfall Schutz vor dem Ertrinken bieten und die Person in stabiler Rückenlage halten. Dies ist sehr wichtig, falls die Person nach einem Sturz ohnmächtig ist.

Die beiden neuen Rettungskragen, der kleinere links

Das besondere an dem neuen Rettungskragen ist seine selbstabdichtende Fähigkeit. Selbst nach Penetration durch Messer(-Stiche) oder Einschusslöcher – bis 9 mm – bleibt der Rettungskragen einsatzfähig und bietet den notwendigen Auftrieb. Es entweicht keine Luft.

Der neue Rettungskragen ist in zwei Größen erhältlich. Mit 157 N (Gewicht 0,8 kg) und 400 N (1,6 kh) Auftrieb. Der kleinere Rettungskragen mit 157 N ist wahlweise mit einer oder zwei Blasen erhältlich, der größere mit zwei. Beide sind extrem kompakt.

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