Von Eurofighter bis GCAP, von den Trainingsflugzeugen M-346 und M-345 bis hin zu unbemannten Systemen, Hubschraubern und Abwehrtechnologien gegen unbemannte Luftfahrtsysteme – Der italienische Luftfahrzeughersteller Leonardo bringt sein domänenübergreifenden Technologieportfolio zur Farnborough International Airshow.

Die sich wandelnde geopolitische Landschaft macht die Fähigkeit, nahtlos in den Bereichen Luft, Land, See, Weltraum und Cyberraum zu agieren, zunehmend entscheidend für die Erkennung und Abwehr von Bedrohungen, auch mithilfe künstlicher Intelligenz. Dieses Umfeld erfordert eine rasche Anpassung, die Stärkung industrieller Exzellenz und die Nutzung des im Rahmen internationaler Zusammenarbeit gewonnenen Know-hows.
Mit dieser Vision nimmt Leonardo an der Farnborough International Airshow teil und bekräftigt damit seine Position als globaler Akteur im Bereich Sicherheit. Aufbauend auf nachhaltigem Wachstum, das die Produktionskapazitäten erhöht und die strategischen Programme stärkt, präsentiert der Konzern ein Portfolio an Systemen für den Einsatz in verschiedenen Anwendungsbereichen. Diese Rolle wird zusätzlich durch Leonardos etablierte industrielle Präsenz in Großbritannien gestärkt, wo das Unternehmen fast 10.000 Mitarbeiter beschäftigt und von einer bedeutenden inländischen Lieferkette profitiert.
Leonardo auf der Farnborough International Airshow
„Wir erleben derzeit einen tiefgreifenden Wandel der internationalen Landschaft, der eine zunehmend robuste, innovative und reaktionsfähige industrielle Leistungsfähigkeit erfordert. Die Stärkung der Produktionskapazitäten, die Erhöhung der Resilienz der Lieferketten, die beschleunigte Entwicklung neuer Technologien und Investitionen in Qualifikationen sind unerlässlich, um das Wachstum des Sektors zu sichern und den sich wandelnden Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Leonardo begegnet dieser Herausforderung, indem es den Ausbau seiner industriellen Basis mit einer immer stärkeren internationalen Zusammenarbeit verbindet. Innovation, schnelle Umsetzung und strategische Partnerschaften sind die Schlüsselfaktoren für die Entwicklung der im heutigen Umfeld geforderten Fähigkeiten und einen Beitrag zur globalen Sicherheit“, sagte Lorenzo Mariani, CEO und Geschäftsführer von Leonardo.
Auf der Airshow präsentiert die Gruppe ein breites Portfolio an Produkten und Lösungen für das gesamte Spektrum operativer Szenarien, die zunehmend von hybriden Bedrohungen geprägt sind. Leonardos Ziel ist es, nicht nur einzelne Plattformen, sondern integrierte Fähigkeiten bereitzustellen, die die Erfassung, den Austausch und die Auswertung von Daten ermöglichen und so schnelle und effektive Entscheidungen in komplexesten Einsatzumgebungen unterstützen. Durch Integration und Interoperabilität begegnet Leonardo den Herausforderungen der modernen Verteidigung, indem Plattformen, Sensoren, Systeme und operative Fähigkeiten in souveränen Architekturen vernetzt werden. Gleichzeitig ist das Unternehmen offen für Partnerschaften, die die notwendige kritische Masse schaffen, um Qualität, Reaktionsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.
Zu den wichtigsten Fähigkeiten, die auf der Flugschau präsentiert werden, gehören bemannte und unbemannte Flugzeuge und Hubschrauber, Abwehrsysteme gegen unbemannte Fluggeräte (C-UAS), fortschrittliche Sensoren, Cybersicherheitslösungen, Weltraumtechnologien sowie Führungs- und Kontrollfähigkeiten, die für die Koordinierung netzwerkfähiger Operationen und sogenannter taktischer Blasen unerlässlich sind.
Im Luftraum präsentiert Leonardo eines der branchenweit umfassendsten Portfolios. Es beinhaltet sowohl bewährte Einsatzprogramme als auch Systeme, die die nächste Generation der Luftverteidigung prägen werden. Vom Eurofighter Typhoon und dem Global Combat Air Programme (GCAP) der nächsten Generation über die Trainingsflugzeuge M-346 Block 20 und M-345 bis hin zum Mehrzweckhubschrauber AW149 und dem vollautonomen Hubschrauberdemonstrator Proteus – und durch die Partnerschaft mit dem türkischen Luft- und Raumfahrtunternehmen Baykar im Rahmen des Joint Ventures LBA Systems integriert Leonardo bemannte und unbemannte Plattformen sowie neue Collaborative Combat Aircraft (CCA)-Lösungen in ein vollständig integriertes operatives Ökosystem.
Im Landbereich stärkt Leonardo seine industrielle Präsenz durch das Joint Venture Leonardo Rheinmetall Military Vehicles und die kürzlich erfolgte Übernahme von IDV. Das Landportfolio des Konzerns umfasst gepanzerte Fahrzeuge, Artilleriesysteme, Radarsysteme, Hubschrauber sowie Führungs-, Kontroll- und Kommunikationssysteme, die als integriertes System fungieren und so die Interoperabilität über verschiedene Plattformen und Einsatzfähigkeiten hinweg gewährleisten. Im maritimen Bereich trägt Leonardo durch Sensoren der nächsten Generation und Gefechtsführungssysteme zur Seeüberlegenheit bei. Die Kompetenzen des Konzerns umfassen unbemannte Systeme, Bordhubschrauber, Schiffsgeschütze und Lenkwaffen, Radar sowie Führungs- und Kontrollsysteme und ermöglichen so eine kontinuierliche Überwachung und operative Überlegenheit auf See.
Der Weltraum stellt einen der wichtigsten strategischen Wachstumsbereiche der Gruppe dar. Leonardos Ambitionen erstrecken sich auf Weltraumüberwachung und In-Orbit-Dienste in einem umfassenden, domänenübergreifenden Rahmen. Die Gruppe engagiert sich für die Stärkung ihrer europäischen Führungsrolle durch integrierte Lösungen und neue Industriepartnerschaften und beschleunigt gleichzeitig die Entwicklung ihrer eigenen Erdbeobachtungskonstellation. Diese neue Infrastruktur ermöglicht eine schnellere Erfassung und Verteilung von Informationen durch den Einsatz von bordeigener künstlicher Intelligenz, Datenverarbeitung im Weltraum und direkter Satellitenkommunikation und unterstützt sowohl zivile als auch militärische Anwendungen.
Leonardos Vision für mehrere Einsatzbereiche wird durch die „Michelangelo-Kuppel“ verkörpert, eine integrierte Architektur, die Sensoren, Führungs- und Kontrollsysteme sowie Effektoren in einem einzigen Ökosystem verbindet. Das System integriert Luft- und Raketenabwehrfähigkeiten in eine skalierbare und einheitliche Architektur und ermöglicht so koordinierte Operationen in allen Einsatzbereichen. Dadurch wird die Effektivität der Reaktionen auf sich wandelnde Bedrohungen deutlich verbessert.
Quelle: Leonardo
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