NATO vergibt 200-Millionen-Euro-Auftrag an Accenture und Leonardo

Accenture (NYSE: ACN) hat mit der NATO Communications and Information Agency (NCIA) einen Vertrag im Wert von mehreren Millionen Euro für das Programm Protected Business Network (PBN) unterzeichnet. Das Projekt stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer sicheren, cloudbasierten digitalen Unternehmensinfrastruktur der NATO dar. Accenture wird den Auftrag gemeinsam mit Leonardo in den kommenden sieben Jahren umsetzen.

Accenture hat mit der NCIA einen Vertrag für das Programm Protected Business Network (PBN) unterzeichnet (Symbolbild).
Accenture hat mit der NCIA einen Vertrag für das Programm Protected Business Network (PBN) unterzeichnet (Symbolbild).
Foto: magnific.com / rawpixel.com

Das Protected Business Network bildet die Grundlage für den Betrieb klassifizierter digitaler Anwendungen innerhalb der NATO. Es soll sicherstellen, dass politische und militärische Entscheidungsträger sowie Streitkräfte aller Teilstreitkräfte in einer modernen, standardisierten und skalierbaren Cloud-Umgebung sicher kommunizieren, Informationen austauschen und auf kritische Daten zugreifen können. Gleichzeitig soll die Infrastruktur widerstandsfähiger gegen Cyberangriffe und andere Störungen werden.

Mit dem PBN-Programm werden bestehende Altsysteme ersetzt und die Agilität sowie die Sicherheit der digitalen NATO-Infrastruktur deutlich verbessert. Hierzu werden ein einheitliches Cloud-Betriebsmodell, standardisierte Entwicklungs- und Engineering-Prozesse sowie eine sichere Umgebung eingeführt, in der neue digitale Dienste schneller entwickelt, bereitgestellt und betrieben werden können. Damit schafft das Programm die Grundlage für künftige digitale Fähigkeiten des Bündnisses.

Accenture und Leonardo werden die Kernplattform des Protected Business Network in einer von der NCIA bereitgestellten Multi-Cloud-Umgebung entwerfen, implementieren und betreiben. Ziel ist die schrittweise Einführung und langfristige Nutzung sicherer Cloud-Dienste für rund 29.000 Nutzer innerhalb der Allianz. Der geschätzte Auftragswert beläuft sich auf rund 200 Millionen Euro über einen Zeitraum von sieben Jahren.

Leonardo wird – gestützt auf seine jüngsten Unternehmensübernahmen – eine Zero-Trust-Architektur implementieren, die durch die unternehmenseigene Global Cybersec Platform, eine KI-gestützte Multi-Agenten-Plattform für die Cyberabwehr, abgesichert wird. Damit soll ein Höchstmaß an Resilienz gewährleistet werden.

Die Vereinbarung wurde im Rahmen des NATO Summit Defense Industry Forum in Ankara von NCIA-Generaldirektor Dr. Dylan Browne und Olivier Girard, Leiter des Verteidigungsgeschäfts für Europa, den Nahen Osten und Afrika (EMEA) bei Accenture, unterzeichnet. Mit der Vertragsunterzeichnung beginnt die erste Umsetzungsphase eines der bedeutendsten Programme zur digitalen Transformation der NATO.

Accenture: „Handlungs- und Führungsfähigkeit des Bündnisses stärken“

„Mit diesem Vertrag setzen wir das Bekenntnis des Bündnisses zu Innovation, digitaler Transformation und gemeinsamen Investitionen in unsere technologische Zukunft um. Mit dem Protected Business Network unternimmt die NATO einen entscheidenden Schritt zur Modernisierung ihrer digitalen Infrastruktur und schafft die Voraussetzungen für eine stärker vernetzte und datenbasierte Organisation, die digitale Fähigkeiten schnell und im erforderlichen Umfang bereitstellen kann“, sagte NCIA-Generaldirektor Dr. Dylan Browne.

Mauro Macchi, CEO von Accenture für Europa, den Nahen Osten und Afrika (EMEA), erklärte: „Das Ziel der NATO, sich zu einem digital vernetzten Bündnis zu entwickeln, gehört zu den bedeutendsten Transformationsvorhaben unserer Zeit. Ein Wandel dieser Größenordnung erfordert einen vertrauenswürdigen Partner, der Verantwortung für die Ergebnisse übernimmt. Gemeinsam mit Leonardo stellen wir die Cloud- und Cybersicherheitskompetenzen bereit, die die NCIA beim Aufbau eines resilienten, interoperablen und zukunftsfähigen digitalen Rückgrats unterstützen und gleichzeitig die Handlungs- und Führungsfähigkeit des Bündnisses stärken.“

Lorenzo Mariani, CEO und Generaldirektor von Leonardo, sagte: „Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage stellt dieses Projekt einen wichtigen Meilenstein dar, um die Einsatzbereitschaft, Interoperabilität und Durchhaltefähigkeit der NATO weiter zu stärken. Mit dem Protected Business Network festigt Leonardo seine führende Position im Bereich vertrauenswürdiger Cybersicherheitslösungen für missionskritische Organisationen.“

Das vom Nordatlantikrat als NATO-weites Fähigkeitsprogramm genehmigte Protected Business Network unterstützt das Ziel des Bündnisses, seine digitale Transformation zu beschleunigen und neue Technologien zu nutzen, ohne seinen technologischen Vorsprung einzubüßen. Der nun geschlossene Vertrag bildet die Grundlage für eine langfristige Partnerschaft zur Umsetzung dieser strategischen Vision.

 

Quelle: Accenture

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