Geliefert werden 12 Mission Master SP A-UGVs sowie fünf amphibische Marine-Kits. Laut Unternehmensangaben handelt es sich um die bislang am weitesten entwickelte Konfiguration der Mission-Master-Reihe. Die Fahrzeuge sollen im Rahmen der operativen Evaluierung, Erprobung und Fähigkeitsentwicklung des Marine Corps im Bereich autonomer Logistik und expeditionärer Mobilität eingesetzt werden.
„Dieser Auftrag ist ein bedeutender Meilenstein in unserer langjährigen Partnerschaft mit dem United States Marine Corps“, erklärte Matt Warnick, CEO von American Rheinmetall. „Seit mehr als vier Jahren arbeiten wir Seite an Seite mit den Marines zusammen, um die autonomen Bodenfähigkeiten weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Der Mission Master SP bündelt diese Erkenntnisse und unterstreicht das Engagement von Rheinmetall, hochmoderne, zuverlässige und einsatzbereite autonome Systeme zu liefern.“
Pietro Mazzei, Präsident und CEO von Rheinmetall Canada, ergänzte: „Die enge Zusammenarbeit innerhalb der Rheinmetall-Gruppe ermöglicht es dem U.S. Marine Corps, den Mission Master SP in teilstreitkräfteübergreifenden Szenarien einzusetzen und die Grenzen kanadischer Innovation weiter zu verschieben.“
Technische Ausstattung Mission-Master
Die Fahrzeuge nutzen die Rheinmetall-PATH-Autonomie-Architektur sowie eine modulare Nutzlastintegration. Mit dem Marine-Kit ausgestattet, sollen sie auch für amphibische Operationen in küstennahen Gewässern einsetzbar sein. Die Weiterentwicklungen basieren nach Unternehmensangaben auf Nutzerfeedback, Entwicklungstests sowie Live-Fire- und Erprobungseinsätzen.
Der Beschaffungsumfang umfasst neben den Fahrzeugen auch Programmmanagement, technischen Support, Logistikkoordination, technische Dokumentation, Schulungen und Abnahmetests. Verantwortlich ist American Rheinmetall in den USA, unterstützt durch Rheinmetall Canada als Originalgerätehersteller und Technologiepartner.
Einordnung in die US-Strategie
Der Auftrag steht im Zusammenhang mit dem Ausbau US-basierter Fertigungskapazitäten für autonome Bodenfahrzeuge sowie dem geplanten Aufbau eines Rheinmetall-Standorts in Maine, der als „US Advanced Land Autonomy Center of Excellence“ (ALACOE) dienen soll. Dieses Zentrum soll sich künftig auf PATH-Integration, Produktion, Instandhaltung und Lebenszyklusunterstützung konzentrieren.
Laut Unternehmensangaben stützt sich das Projekt auf folgende vorangegangene Schritte:
- Mehr als vier Jahre Zusammenarbeit mit dem U.S. Marine Corps
- Vorheriger Einsatz von zwölf Mission-Master-Systemen zur Unterstützung der Fleet Marine Force
- Entwicklung des Marine-Kits für amphibische Einsätze
- Integration der ferngesteuerten Waffenstation Fieldranger
- Laufende Weiterentwicklung der PATH-Autonomiefähigkeiten
- Geplanter Aufbau der ALACOE-Initiative
Quelle: Rheinmetall