Bekämpft 24 Ziele ohne Nachladen: Der Fuchs JAGM

Vergangene Woche war auf der Enforce Tac der Fuchs JAGM, der in einer Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall und Lockheed Martin entstand, erstmals auf einer Fachmesse in Deutschland zu sehen. Rheinmetall selber bezeichnet den Raketenjagdpanzer dabei sogar als eine „Weltneuheit im Bereich der gepanzerten Gefechtsfahrzeuge“ und betont: „Der Fuchs JAGM ist das weltweit erste Fahrzeug mit 24 vertikal startenden Lenkflugkörpern des Typs AGM-179 Joint Air-to-Ground Missile (JAGM) oder AGM- 114L Hellfire Longbow von Lockheed Martin.“

Der Raketenjagdpanzer Fuchs JAGM entstand in Kooperation zwischen Rheinmetall und Lockheed Martin.
Der Raketenjagdpanzer Fuchs JAGM entstand in Kooperation zwischen Rheinmetall und Lockheed Martin.
Foto: Defence Network/Dorothee Frank

Mit den integrierten Flugkörpern ist der Fuchs JAGM in der Lage bis zu 24 verschiedene Ziele in schneller Folge und ohne Nachladen zu bekämpfen.

Die Fire & Forget Fähigkeiten der Missile JAGM sorgen dabei auch für die Sicherheit der Besatzung, denn Mobilität ist der neue Schutz. Und wie im Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu sehen, sind Abschusspositionen schnell Ziele des Gegners. Das auf der Enforce Tac vorgestellte Fahrzeugsystem nimmt diese Gegebenheiten der heutigen Gefechtsfelder auf.

Wirkmittel des Fuchs JAGM

Bei der Missile JAGM von Lockheed Martin handelt es sich um eine Multisensor-Rakete mit einer Reichweite von bis zu 16 Kilometern und einem Tandem-Hohlladungs-Splittergefechtskopf. Der in zahlreichen Flugtests bewährte Multimode-Suchkopf des JAGM verfügt über einen verbesserten semiaktiven Lasersensor (SAL) für Präzisionsschläge und ein Fire-and-Forget-Millimeterwellenradar (MMW) für bewegliche Ziele.

Die JAGM bietet mit diesen Eigenschaften eine verbesserte Leistung gegen gepanzerte Ziele in Stellung und in Bewegung, Flugabwehrsysteme, Patrouillenboote, Luftziele, Artilleriegeschütze und- Abschussvorrichtungen, Radaranlagen und C2-Knotenpunkte sowie Bunker und andere Strukturen in urbanem und komplexem Gelände.

Trägerfahrzeug Fuchs Evolution

Der Fuchs Evolution, die neueste Version des einsatzbewährten 6×6-Transportpanzers von Rheinmetall, dient dabei als Trägerfahrzeug für das System. Die neueste Fuchs-Variante verfügt dabei über einen verbesserten Antriebsstrang mit ABS und CTIS, ein modernes digitales Bordnetzsystem und eine digitale Fahrzeugarchitektur gemäß der NATO Generic Vehicle Architecture (NGVA).

Das Fahrzeug besitzt zudem einen hohen Schutz gegen ballistische und CBRN-Bedrohungen. Der im Vergleich zu früheren Versionen vergrößerte Innenraum sorgt wiederum für mehr Fahr- und Bedienkomfort.

In Kooperation zwischen Rheinmetall und Lockheed Martin wurde also ein neues und modernes System entwickelt, das Mobilität mit Wirkung verbindet und somit schnell einsetzbar und verlegfähig ist.

Es ist zudem nicht die erste Zusammenarbeit zwischen den Rüstungsriesen. Am 17. Juni 2024 präsentierten Rheinmetall und Lockheed Martin auf der Eurosatory in Paris erstmals das gemeinsam entwickelte Global Mobile Artillery Rocket System (GMARS), das im August 2025 seinen ersten Schuss abgab. Es sind also für die Zukunft noch weitere interessante Ergebnisse dieser erfolgreichen Kooperation zu erwarten.

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