Auch wenn die Variante immer dazu genannt wird, spielt sie im Grunde keine Rolle. Schließlich besitzt der Boxer ein Fahrmodul, auf dem unabhängig die Missionsmodule aufgesetzt werden. Ähnlich einem Lkw, der sich auch nicht für den Inhalt seiner Standardcontainer interessiert. So auch beim Boxer. Diese Nummer 100. kann also heute ein MIV sein, morgen ein Radschützenpanzer und übermorgen ein Fahrschulfahrzeug.
Das Modul ist schnell – in wenigen Stunden – mittels eines Krans tauschbar. Genau diese enorme Modularität und die stetig steigende Anzahl an Nutzern – wobei jede Nation Module entwickeln kann, die dann ebenfalls auf die Boxer anderer Nationen passen, hatten seinerzeit auch Großbritannien überzeugt.
Einschränkend sei hier allerdings gesagt, dass es mittlerweile verschiedene Fahrzeugplattformtypen gibt, was die Austauschbarkeit dann doch wieder einschränkt.
Die britischen Boxer
Das britische Beschaffungsprogramm wird in Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall, KNDS, der British Army, der National Armaments Director Group (NAD Group), Defence Equipment & Support (DE&S), OCCAR und dem ARTEC-Konsortium sowie einem Netzwerk britischer Lieferkettenpartner umgesetzt. Gemeinsam stellen sie eine entscheidende Fähigkeit für die zukünftigen Kampfkraft der Armee bereit und stärken gleichzeitig die souveräne industrielle Basis Großbritanniens.
„Das Erreichen des Meilensteins von 100 Fahrzeugen ist eine bedeutende Leistung für die Teams, die den Boxer in Großbritannien liefern“, betont Rebecca Richards, Geschäftsführerin von Rheinmetall UK. „Dies spiegelt das Engagement und das Fachwissen unserer Belegschaft, unserer Zulieferer und Partner wider, deren Beitrag dazu beiträgt, langfristige Fertigungskapazitäten aufzubauen und die eigenständige industrielle Leistungsfähigkeit zu stärken. Der Boxer schafft nachhaltige Qualifikationen und Investitionen, während er gleichzeitig der britischen Armee Fähigkeiten von Weltklasse bietet und den Wohlstand in ganz Großbritannien fördert.“
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