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KNDS baut BOXER-Produktion aus – Partnerschaft mit DRÄXLMAIER besiegelt

Gestern eröffnete KNDS Deutschland an seinem Münchner Standort eine neue Fertigungsstraße für das gepanzerte 8×8-Radfahrzeug BOXER. Für die BOXER-Produktion kooperiert KNDS zukünftig mit dem Automobilzulieferer DRÄXLMAIER, um bis 2030 die Zahl der Boxer zu versechsfachen. Außerdem gab KNDS bekannt, welche Lösung es auf der im Mai stattfindenden AFCEA präsentieren möchte.

Eröffnung der neuen BOXER-Produktion (v.l.): Jan Reblin, Markus Söder und Florian Hohenwarter.
Eröffnung der neuen BOXER-Produktion (v.l.): Jan Reblin, Markus Söder und Florian Hohenwarter.
Foto KNDS

„Die klare Erwartung vieler Streitkräfte und Regierungen an uns ist, die Produktion für die Verteidigungsfähigkeit Europas zu steigern“, erklärte Florian Hohenwarter, CEO von KNDS Deutschland. Am Standort München/Allach soll durch die neue Fertigungs- und Produktionsstraße dementsprechend eine BOXER-Produktion von monatlich zehn Radpanzer ermöglichen.

Parallel zur Eröffnungszeremonie im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten unterzeichnete KNDS ein Memorandum of Understanding mit der DRÄXLMAIER GROUP zur Produktion von BOXER-Missionsmodulen am Standort Landau an der Isar. Diese strategische Partnerschaft soll die Produktionskapazitäten zusätzlich steigern.

BOXER Linienfertigung bei München.
BOXER Linienfertigung bei München.
Foto: KNDS

„Mit über 65 Jahren Erfahrung in der Entwicklung, Validierung und Industrialisierung von Serienprodukten der Automobilindustrie bringen wir unsere prozessualen und technologischen Kompetenzen gezielt in die Fertigung komplexer Subsysteme ein“, erklärte Jan Reblin, CEO von DRÄXLMAIER. Die Partnerschaft mit KNDS würde zwei leistungsfähige bayerische Unternehmen zu einer stabilen industriellen Zusammenarbeit miteinander verbinden.

Zweiteilige BOXER-Produktion

Die Aufteilung der BOXER-Produktion durch die beiden Partner sieht vor, dass in München bei KNDS die BOXER-Fahrmodule entstehen und bei DRÄXELMAIER in Landau die dazugehörigen Missionsmodule. So sollen bis 2030 sechsmal so viele BOXER-Systeme wie bisher produziert werden.

Im mit der OCCAR geschlossenen Vertrag sind 222 Schakal (BOXER mit Puma-Turm) direkt für Deutschland und die Niederlande beauftragt sowie 248 weitere Radschützenpanzer als Option enthalten.
Im mit der OCCAR geschlossenen Vertrag sind 222 Schakal (BOXER mit Puma-Turm) direkt für Deutschland und die Niederlande beauftragt sowie 248 weitere Radschützenpanzer als Option enthalten.
Foto: KNDS Deutschland

Der BOXER gilt als hochgeschützter 8×8-Radpanzer mit modularem Aufbau und hoher Flexibilität. Je nach Modul kann er für unterschiedlichste Missionen eingesetzt werden – vom Rettungsfahrzeug bis zur modernen Radhaubitzen. Mit über 2.000 bereits vertraglich gebundenen Systemen in Deutschland, den Niederlanden, Litauen, Großbritannien, Katar, Australien und der Ukraine hat sich der BOXER nach Angaben des Herstellers als Schlüsselsystem für europäische Verteidigungsstrukturen etabliert.

KNDS bringt STRX auf die AFCEA

Neben der BOXER-Produktion meldete KNDS Deutschland Mission Electronics GmbH aus Konstanz heute, dass man auf der AFCEA Fachausstellung 2026 in Bonn das Medienmanagementsystem STRX (Secure Tactical Routing eXchange) vorstellen werde. Nach Angaben des Unternehmens löst das System ein grundlegendes Problem des militärischen Einsatzes: Die Vielzahl unterschiedlicher technischer Schnittstellen führt zu komplexer Verkabelung, hohen Lizenzkosten und erhöhter Störanfälligkeit.

Das STRX-System soll diese Herausforderungen beheben, indem es physikalische Signale in ein einheitliches Encoding umwandelt. Praktische Vorteile wie Unabhängigkeit von Signalquellen, die gleichzeitige Darstellung mehrerer Quellen auf verschiedenen Endgeräten, vereinfachte Wartung und betriebssystemunabhängige Nutzung sollen durch STRX möglich sein. KNDS sagt, es eigne sich für Fahrzeuge, Führungszentren, maritime Anwendungen sowie Ausbildungs- und Simulationsumgebungen.

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