Großbritannien rüstet seine Streitkräfte mit modernster Technologie aus: Britische Soldaten erhalten KI-fähige Funkgeräte, Headsets und robuste Tablets. Das 86 Millionen Pfund schwere Programm ist Teil des Project Asgard und soll die Truppen vernetzen, Echtzeit-Informationen vom Schlachtfeld liefern und das Gefecht beschleunigen.
Das britische Verteidigungsministerium stattet seine Bodentruppen mit hochmoderner Ausrüstung aus. KI-fähige Funkgeräte, Headsets und speziell entwickelte Tablets soll das britische Unternehmen BlackTree Technologies liefern – es greift dabei auf Technik von TrellisWare Technologies zurück. Die Geräte sollen Echtzeit-Informationen vom Gefechtsfeld liefern und die Truppen besser vernetzen.
„Die Fähigkeit, präzise Informationen zu empfangen, weiterzugeben und einzusetzen, ist für den Erfolg auf dem Schlachtfeld von entscheidender Bedeutung“ so der Minister für Verteidigungsbereitschaft und Industrie, Luke Pollard über die hochmoderne Technologie, die britische Soldaten schlagkräftiger machen soll.
Project Asgard für britische Soldaten
Project Asgard ist ein britisches Vorhaben mit dem Ziel, integrierte digitale Gefechtssysteme bereitzustellen. Als erstes unter diesem Programm eingeführtes System wurde das Dismounted Data System (DDS) erprobt und soll jetzt eingeführt werden.
DDS bietet abgesessenen Soldaten eine digitale Führungs- und Lagebildfähigkeit mit offener Architektur, die auch die Einbindung von Drohnen sowie robotischen und autonomen Systemen erlaubt. Dadurch sollen Soldaten Bedrohungen schneller erkennen, bewerten und bekämpfen können – etwa durch die Nutzung digitaler Karten und die Fernsteuerung von Drohnen. Die Zeitspanne zwischen Zielaufklärung und Wirkung soll so deutlich verkürzt werden.
Dass DDS funktioniert, wurde unter anderem bei der NATO-Übung „Hedgehog“ in Estland durch britische Soldaten bestätigt, wo britische Truppen einen deutlichen Zugewinn an Effektivität und Kampfkraft feststellten. Project Asgard folgt dem ukrainischen „Recce-Strike“-Ansatz. Ziel ist es, Gegner künftig wesentlich schneller zu finden, zu identifizieren und präzise zu bekämpfen – Prozesse, die früher Stunden dauerten, sollen nun in Minuten möglich sein.
Tablets statt Karten – so kämpft die Zukunft
Herzstück der neuen Ausrüstung sind robuste Tablets, die speziell für den Kampfeinsatz entwickelt wurden. Sie zeigen digitale Karten, Feindpositionen und Bewegungen eigener Truppen in Echtzeit an. Die KI-fähigen Funkgeräte ermöglichen verschlüsselte Kommunikation und können automatisch die beste Frequenz wählen.
Die Headsets sind so konstruiert, dass sie auch unter extremen Bedingungen funktionieren und gleichzeitig das Gehör der Soldaten schützen. Die Einführung der neuen Technik für britische Soldaten soll noch in diesem Jahr erfolgen und bis 2027 abgeschlossen sein.
Digitalisierung in Deutschland
Während Großbritannien massiv in digitale Kampfsysteme investiert, hinkt Deutschland bei der Digitalisierung der Bundeswehr hinterher. Nicht unbedingt aus finanziellen Gründen – seit der Zeitenwende ist Geld schließlich keine Mangelware.
Doch bei dem für die Digitalisierung zentralen Programm „Digitalisierung Landbasierter Operationen“ (D-LBO) gab es mehrfach Probleme. Das Programm verfolgt ähnliche Ansätze wie in UK. Die Umsetzung verzögerte sich jedoch zuletzt immer wieder.
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