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Meilenstein der Bundeswehr: Verträge zum Bau von rund 300 Gebäuden geschlossen

Für den Aufwuchs der Bundeswehr entstehen bundesweit rund 300 neue Gebäude mit mehr als 54.000 zusätzlichen Betten. Das BAIUDBw und der BLB NRW haben dazu einen Rahmenvertrag über 4,6 Milliarden Euro unterzeichnet. Die ersten 14 Gebäude sollen bereits ab Mitte 2027 fertiggestellt sein.

Bundeswehr: Eine Gruppe von Vertretern der Bundeswehr und Partnerunternehmen posiert für ein gemeinsames Foto anlässlich einer Projektvergabe. Im Hintergrund ist ein Informationsbanner mit dem Logo der Bundeswehr zu sehen, während auf der rechten Seite ein Soldat im Dienstanzug der Bundeswehr steht.
Gruppenbild Vergabe G-CAP Inland Stufe 1
Foto: Drebenstedt/Bundeswehr

300 neue Gebäude für den Aufwuchs der Bundeswehr

Beim Aufwuchs der Bundeswehr zählt jeder Tag. Um die Vielzahl, insbesondere an Rekrutinnen und Rekruten mit Einführung des Neuen Wehrdienstes angemessen und zeitgerecht unterbringen zu können, sind kurzfristig rund 300 Gebäude in bundesweit etwa 130 Liegenschaften zu errichten. Damit entstehen unter anderem mehr als 54.000 zusätzliche Betten. Die schnelle Bereitstellung der Infrastruktur – bereits ab Ende des ersten Halbjahres 2027 werden die ersten Gebäude in Nutzung gehen – wird mit der aktuellen Auftragsvergabe im Rahmen des Projekts „G-CAP Inland Stufe 1“ sichergestellt (G-CAP = German Armed Forces – Contractor Augmentation Program).

Serielles Bauen für Tempo und Wiedererkennbarkeit

Das Vertragspaket, das heute auf der Hardthöhe in Bonn unterzeichnet wurde, umfasst die Planung, den Bau sowie den technischen Betrieb. Errichtet werden standardisierte Kompaniegebäude – Unterkünfte, Funktionsbereiche, Lehrsäle und Waffenkammern. Das gesamte Auftragsvolumen liegt bei rund 4,6 Milliarden Euro.

Insgesamt werden sieben leistungsfähige Auftragnehmer die geforderten Leistungen umsetzen.

Dabei wird insbesondere auf standardisierte und beschleunigte Bauweisen (beispielsweise serielles beziehungsweise modulares Bauen) gesetzt. Eine einheitliche Grundrissplanung und die Typisierung von Gebäudeteilen tragen zur schnelleren Umsetzung und einem wiedererkennbaren Erscheinungsbild bei.

Die ersten Abrufe aus dem Rahmenvertrag werden unmittelbar erfolgen, so dass die ersten 14 Gebäude planmäßig bereits ab Ende des ersten Halbjahres 2027 fertiggestellt werden können.

Die Ausschreibung und Vergabe des Rahmenvertrags hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) im Auftrag der Bundeswehr durchgeführt. Der BLB NRW ist als Bauverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen für den Bundesbau zuständig und gehört zum Geschäftsbereich des Ministeriums der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die große Bedeutung wurde bei der Vertragsunterzeichnung auch durch die Anwesenheit zahlreicher Gäste unterstrichen. Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, des BLB NRW, der betroffenen Unternehmen sowie des Bundesministeriums der Verteidigung und der Bundeswehr waren vor Ort.

Stimmen zum Projekt

Prof. Dr. Roland Börger, Präsident des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) und Unterzeichner der Verträge für die Bundeswehr, betont: „Diese Verträge sind ein wichtiger Meilenstein für den Aufwuchs der Bundeswehr und die Grundlage für das Gelingen des Projekts. Gleichzeitig sind sie ein Beweis dafür, dass die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen ausgeschöpft werden und Wirkung zeigen. Wenn alle beteiligten Stellen, wie hier geschehen, Hand in Hand zusammenarbeiten, dann ist vieles möglich. Die ersten Abrufe aus diesem Vertrag erfolgen jetzt umgehend, damit der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden kann.“

Von Seiten des Ministeriums der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen stellt Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk heraus: „Verteidigungsfähigkeit braucht Infrastruktur. Nordrhein-Westfalen verantwortet über den BLB NRW den Bundesbau im Land und bringt damit eine leistungsfähige Bauverwaltung in dieses Vorhaben ein. Rund 300 Gebäude in dieser Geschwindigkeit zu realisieren, gelingt nur, wenn Bund und Länder Hand in Hand arbeiten. Wir sind darauf vorbereitet.“

Auch die betroffenen Unternehmen sind sich der Tragweite und Verantwortung bewusst, die mit dem Erhalt der Aufträge einhergehen. Ein Vertreter machte klar: „Die Erwartungshaltung ist enorm. Wir wissen, dass wir am Zeitplan gemessen werden und liefern müssen. Aber das kennen wir aus anderen Projekten. Wir sind sehr stolz, Teil dieses wichtigen Vorhabens zu sein und den Aufwuchs der Bundeswehr aktiv mit zu ermöglichen.“

Quelle: PIZ Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen

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