Cope Cages gegen Drohnen: Europas Armeen ziehen nach

Es begann in der Ukraine als improvisierter Schutz gegen bewaffnete russische Drohnen: Metallgitter oder sogenannte „Cope Cages“, die den oberen Bereich von Panzern und gepanzerten Mannschaftstransportern (APCs) schützen.

Ein israelischer MERKAVA-Kampfpanzer mit einem Cope Cage.
Ein israelischer MERKAVA-Kampfpanzer mit einem Cope Cage.
Foto: IDF

Israel übernahm dieses Konzept und stattete Merkava-Panzer in der Nähe des Gazastreifens mit Cope Cages aus, um sie vor von Drohnen abgeworfener Munition sowie vor Panzerabwehrgeschossen mit Top-Attack-Funktion zu schützen.

Auch Großbritannien und Frankreich testen Cope Cages

Inzwischen testen auch die britischen und französischen Streitkräfte Cope Cages an ihren Panzern.

Experten zufolge sind sie besonders wirksam gegen Quadrocopter, die kleine Sprengkörper abwerfen. Weniger wirksam sind sie gegen wendige und kostengünstige Racing- bzw. FPV-Drohnen, die die Gitter umgehen können. Gegen schwere oder wiederholte Treffer sowie gegen Artillerie- und Panzerabwehrmunition bieten sie keinen zuverlässigen Schutz.

Experten bezeichnen sie als eine begrenzte, improvisierte Lösung, die jedoch für die vorgesehenen Bedrohungsszenarien wirksam zu sein scheint.

Cope Cages sind eine an die Bedingungen des Schlachtfelds angepasste Low-Tech-Gegenmaßnahme, die Panzern durch zusätzlichen Abstandsschutz („Spaced Armor“) einen besseren Schutz gegen die wachsende Bedrohung durch explosive Drohnen bietet.

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