Im Nahen und Mittleren Osten eskaliert der von den USA begonnene Krieg weiter – mit Folgen auch für deutsche Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Einige von ihnen waren im Rahmen der NATO Mission Iraq (NMI) in der irakischen Hauptstadt Bagdad eingesetzt. Sie kehrten gestern vorzeitig nach Deutschland zurück, da die NATO einen Abzug des internationalen Personals der NMI beschlossen hatte.
Auf Anordnung des SACEUR flogen Luftfahrzeuge mehrerer NATO-Staaten Personal aus dem Irak in angrenzende Länder aus – die Bundeswehr beteiligte sich mit A400M-Transportflugzeugen.
Personal und Material wurden nach Angaben des deutschen Verteidigungsministeriums unter riskanten Bedingungen aus Bagdad ausgeflogen. Auch angehörige von Partnernationen waren darunter. Erstes Ziel war Jordanien, von dort aus ging es gestern mit einem A400M weiter nach Wunstorf.
„Ich bin erleichtert“, erklärte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius heute, „dass unsere Soldatinnen und Soldaten sicher zurück in der Heimat sind. Die Rückverlegung ist unter maßgeblicher Beteiligung der Bundeswehr erfolgreich durchgeführt worden. […] Die herausragende, professionelle Zusammenarbeit mit allen beteiligten NATO-Partnern, darunter den USA als führende Nation, hat mich sehr beeindruckt.“
Nicht alles Deutschen abgezogen
Die NMI zur Beratung und Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte wird bis auf Weiteres von außerhalb des Landes fortgeführt, um die Stabilität zu festigen und ein Wiedererstarken des IS zu verhindern.
Rund 200 weitere deutsche Soldatinnen und Soldaten verbleiben derweil im Nordirak und in Jordanien. Dort sind sie an den Einsätzen Counter Daesh und Capacity Building Iraq beteiligt.
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