Die Abwehr von kleinen und mittleren Drohnen im Nah- und Nächstbereich bleibt ein spannendes Thema. Die Entwicklungen reichen von angreifenden Abwehrdrohnen über klassische Kanonen bis zu leistungsstarken Lasern – und sind längst nicht am Ende. Einen neuen Lenkflugkörper – den DroneHammer – zeigte das erst im vergangenen Jahr gegründete Startup Skylance jüngst in Düsseldorf. Die Entwickler aus NRW wollen vor allem eine preisgünstige Lösung anbieten.
Die gezeigten Innovationen beim DefenseTech-Inkubator.NRW und ihre dazugehörigen Startups gehen ganz unterschiedliche, teilweise sehr spezifische Problematiken an. Drohnenabwehr gehört allerdings zu einem besonders wichtigen und flächendeckenden Problem. Die Skylance GmbH bietet hierfür ihren Anti-Drohnen-Flugkörper DroneHammer an.
Das System zielt darauf ab, kosteneffizient und effektiv die wachsende Bedrohung durch leichte unbemannte Luftfahrzeuge im Nahbereich zu neutralisieren.
Der DroneHammer von Skylance
Der DroneHammer ist als leichtgewichtiger Interceptor für den Einsatz gegen kleinere Drohnen wie beispielsweise FPV-Drohnen konzipiert. Im Zentrum der Technologie steht ein optischer Suchkopf, kombiniert mit einem innovativen CO₂-Gefechtskopf, der beim Zünden eine Schrapnellwolke in einem Radius von etwa 10 m erzeugt – vergleichbar mit dem Effekt einer Schrotladung.
Diese Herangehensweise soll eine gezielte, aber zugleich sichere Wirkung gegen kleine Drohnen erzielen, ohne teure konventionelle Sprengstoffe zu benötigen. Gerade der Preis spielt in der Präsentation des DroneHammer eine wichtige Rolle. Skylance gibt ihn mit rund 2.500 Euro pro Stück an und behauptet, um den Faktor 20 günstiger zu sein als Wettbewerber.
Skylancer beabsichtigt, den DroneHammer mit einem Dreifach-Launcher und Laser-Beleuchter zu vertreiben. In Düsseldorf gezeigt wurde das Mockup einer Vorrichtung zum Einzeleinsatz durch einen Schützen.
Aktueller Status: TRL 4
Technisch erreicht die aktuelle Version des DroneHammer eine Abfanggeschwindigkeit von über 600 km/h und verfügt über eine effektive Reichweite von 100 bis 1.200 Meter. Von der Entdeckung bis zur Bekämpfung einer Drohne sollen keine vier Sekunden vergehen, ist sich Skylance sicher.
Mit einem bereits flugfähigen Prototyp (TRL4) geht das Startup derzeit auf Investorensuchen. Bei einem zunehmend hohen Bedarf an Mitteln zur Drohnenabwehr ist der Markt vorhanden; Bundeswehr und Landespolizeien sollen Interesse bekundet haben. Skylance ist dazu auch auf der App tacct vertreten, auf der Kleinstanleger Anteile ab 100 Euro zeichnen können (Defence Network berichtete).
Wie viel des potenziellen Kuchens beim NRW-Startup letztendlich ankommt, wird sich noch zeigen. Skylance plant mit der Serienreife für das zweite Quartal 2027, eine Vorserie könnte schon im letzten Quartal des laufenden Jahres geliefert werden.
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