Enforce Tac: Galvion feiert Weltpremiere vom Helmsystem Hellbender UL

Galvion (Stand 9-556), ein sehr erfahrener und nach eigenen Angaben weltweit führender Entwickler und Hersteller innovativer Kopfschutzsysteme, Energie- und Datenmanagementlösungen sowie integrierter Soldatensysteme, präsentiert auf der diesjährigen Enforce Tac erstmals den neuen Batlskin Hellbender UL (Ultra-Light) – ein neues, ultra-leichtes ballistisches Kopfschutzsystem.

Der Hellbender UL von Galvion ist flexibel und bietet eine offene Architektur für Erweiterungen und Anbauten. In ein paar Monaten soll ein Upgrade-Kit kommen, für Daten- und Stromanbindung.
Der Hellbender UL von Galvion ist flexibel und bietet eine offene Architektur für Erweiterungen und Anbauten. In ein paar Monaten soll ein Upgrade-Kit kommen, für Daten- und Stromanbindung.

Es wurde konzipiert, um den sich wandelnden Anforderungen moderner Streitkräfte gerecht zu werden, die im großen Maßstab operieren und eine standardisierte Ausstattung für alle Einheiten anstreben – ohne dabei Kompromisse bei der Leistung einzugehen. Dabei richtet sich der neue Helm sowohl an taktische Einheiten des Militärs und der Polizei. So verfügt er zum Beispiel über die FBI-Zertifizierung.

Neben dem neuen Hellbender UL präsentiert Galvion sein gesamtes Sortiment an Kopfschutzsystemen und Energie- und Datenmanagementlösungen.

Galvions Hellbender-Plattform kommt bereits in zahlreichen internationalen Programmen zum Einsatz und erfüllt dabei vielfältige Anforderungen. Besonders hervorzuheben ist die Vergabe eines 130-Millionen-US-Dollar-Auftrags durch das United States Marine Corps (USMC) im August 2025, das sich für eine Variante der Hellbender-Plattform im Rahmen seines Integrated Helmet System (IHS)-Programms entschied. Der neueste Vertreter dieser Plattform, der Hellbender UL, profitiert von den Erfahrungen und dem Feedback einer breiten Nutzerschaft – gewonnen über mehrere Jahre der Entwicklung und unter Einsatzbedingungen in einem breiten Spektrum an Operationsgebieten.

Jonathan Blanshay, Executive Chairman von Galvion, sagt: „Der Hellbender UL ist eine ultraleichte Plattform, die leistungsstarken Schutz mit hoher Flexibilität vereint und den sich wandelnden Anforderungen der NATO und der europäischen Streitkräfte gerecht wird – insbesondere für jene, die ein Full Cut-System brauchen. Dies ist ein Meilenstein in unserem Portfolio ultra-leichter Helme und ergänzt unser weit verbreitetes Caiman-System. Er verkörpert unser systemorientiertes Konzept, das nicht nur Schutz, sondern vor allem auch Integration, Nachhaltigkeit und die Möglichkeit zukünftiger Funktionserweiterungen berücksichtigt. Dieser Helm ist für Streitkräfte konzipiert, die von ihrer Ausstattung erwarten, dass sie sich ohne Kompromisse mit ihnen weiterentwickelt.“

Advanced Helmet, mit der Daten- und Stromausstattung, Lampen, Beacon sowie Laserdetektor/-warner. Ein Beispiel für einen Helm für Spezialkräfte. Ähnliche Erweiterungen wird es auch für den Hellbender UL geben.
Advanced Helmet, mit der Daten- und Stromausstattung, Lampen, Beacon sowie Laserdetektor/-warner. Ein Beispiel für einen Helm für Spezialkräfte. Ähnliche Erweiterungen wird es auch für den Hellbender UL geben.
Foto: af
Kein Helm, ein vollständiges Kopfschutzsystem

Der Hellbender UL ist als vollständiges Kopfschutzsystem konzipiert und bietet durch eine optimierte Schalengeometrie überlegenen Schutz. Durch einen innovativen Fertigungsprozess, der die ballistische Leistung erhöht und gleichzeitig das Gesamtgewicht reduziert, wird ein Design erzielt, das eine außergewöhnliche strukturelle Steifigkeit und Schlagfestigkeit bietet. Der Helm ist in vier Größen (S–XL) und vier Ausführungen erhältlich, darunter ein Mid/Full-Cut, der die ideale Balance zwischen maximaler Abdeckung und nahtloser Kommunikationsintegration bietet.

Mit einer flachen, klapperfreien Halterung, ballistischer Hardware sowie integrierten Kabelführungen und -durchlässen zur Minimierung von Hänge- und Verhakungsrisiken ist der Helm auf optimale Abdeckung und Stabilität ausgelegt – bei voller Kompatibilität mit Visieren, Nachtsichtgeräten, ABC-Schutzmasken und anderen einsatzkritischen Systemen. Mit Galvions erstklassigem Apex-Liner-System, das umfassenden Schutz gegen mechanische Einwirkungen mit einer hochgradig anpassbaren Passform verbindet, bietet der Hellbender UL Stabilität, Tragekomfort und Ausdauer auch bei langen Einsätzen. Daneben zeichnet sich der neue Helm auch durch ein neues Pad-System aus. Das Pad-System in Kombination mit dem neuen Liner bieten dem Träger mehr Komfort bzw. Bequemlichkeit als auch einen besseren Schutz, so Galvion bei der Vorstellung auf der Messe. Auch hat der Nutzer mehr Einstellungsmöglichkeiten, so ist eine schnelle Anpassung an klimatische Bedingungen – Sommer ohne, Winter mit Unterziehmütze – schnell umsetzbar. Auch die Kalotte wurde angepasst. Der hintere, untere Rand ist jetzt keine gerade Linie mehr, sondern verfügt über eine Einbuchtung. Damit soll der Helm vor allem im Liegen nicht mehr am Körper oder an der ballistischen Schutzweste aufliegen und dadurch vom Träger hochgeschoben werden, was das Schutzniveau erhöht. Zudem verringert sich hinten das Gewicht und schafft einen Ausgleich für Anbauten, zum Beispiel ein Batteriepack.

Der neue Hellbender UL.
Der neue Hellbender UL.

Mit Blick auf zukünftige Erweiterungen konzipiert, bietet der Hellbender UL eine skalierbare Grundlage, die sich nahtlos mit den erweiterten Rechen- und Digitalfunktionen von Galvions Cortex-System kombinieren lässt – um den sich wandelnden operativen Anforderungen gerecht zu werden.

Galvions Ansatz bei der Entwicklung moderner Helmsysteme beruht auf regionaler Produktion und Lieferung in großem Maßstab. Das Unternehmen hat erheblich in lokale Fertigungskapazitäten und Lieferketten in Europa investiert, darunter die Einrichtung seines europäischen Produktionsstandorts in Polen. Dieser unterstützt die Auslieferung von 250.000 Caiman-Helmen, die bisher über den NATO-Support- und Beschaffungsagentur-(NSPA)-Rahmenvertrag bestellt wurden. Da europäische Streitkräfte ihre Ausrüstungssysteme für Soldaten kontinuierlich modernisieren, treibt Galvion den Ausbau dieses regionalisierten Modells weiter voran.

Galvion setzt sehr viel Wert darauf, dass das System Kundenwünschen nach individuell angepasst werden kann. Die Entwicklung erfolgt in Kanada, in den USA wird zudem ein sehr umfangreiches Testlabor unterhalten. Bei Bedarf wären auch Anpassungen zum Beispiel für eine Bergsteigernorm möglich. Galvion betont, man entwickelt nicht nur einen Helm, sondern ein vollständiges Helm- oder Kopfschutzsystem. Inklusive Mandible, ABC-Schutz, Head-up Displays, Digitalisierung (Daten & Strom), und vieles mehr.

Galvion: Auch Produktion in Deutschland oder der EU möglich

Galvion betont, auch eine Produktion in Deutschland oder der EU ist möglich. Der eigene Footprint soll regional erweitert werden. Ein Grund ist das Wachstum der vergangenen Jahren von über 20%. In Europa sind vor allem die Niederlande, Großbritannien, Polen sowie die skandinavischen Länder zu nennen. Und natürlich Deutschland. Der aktuelle Helm der Bundeswehr vom Lieferant Rheinmetall basiert ebenfalls auf der Helmschale und Technologie von Galvion. Alleine hier sprechen wir von 300.000 Stück. Die Produktion findet schon heute in Polen statt, die deutschen Helme kamen aus der Türkei mit Anteilen aus Kanada. Viele der heutigen Ausstattungsmerkmale kommen aus der Entwicklung von Systemen für die Spezialkräfte. Das Feedback des USSOCOM bzw. der Navy SEALS floss in den Hellbender UL genauso ein wie entsprechende Rückmeldungen der oben genannten Länder und Dänemark. So bietet er auch mehr Flexibilität bei den Anbauoptionen. Auch hier sind Anpassungen nach Kundenwünschen möglich. Galvion betont aber, dass mit dem jetzigen Entwicklungsstand nicht Schluss ist, so sind die Helme auch in Zukunft upgradeable und refurbishable. So kann aus dem jetzigen Helm eine elektrooptische Plattform werden. Ein entsprechendes Upgrade-Kit soll in ein paar Monaten verfügbar sein. Damit wurde aus dem ballistischen Kopfschutzsystem ein Advanced Helmet, mit der Daten- und Stromausstattung. Grundlage dafür ist die vorhandene offene Architektur.

Die Helmschale nutzt als Grundlage das Dyneema Material aus den Niederlanden. Der Helm ist sowohl nach europäischen und US-amerikanischen Beschusstests getestet, und besitzt die FBI-Qualifizierung.

Laut Galvion ist der neue Helm bereits bei mehreren europäischen NATO-Ländern in Tests. Galvion will und kann bei kommenden Ausschreibungen als Prime auftreten. Damit will man noch näher an den Nutzer rücken und besser und einfacher die Anpassungen nach Kundenwünschen umsetzen können. Inklusive der Nutzung des Test- und Integrationslabors.

 

Text: Redaktion / af

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