EOS kauft MARSS in bar – NiDAR C2 zur Drohnenabwehr

Die australische Electro Optic Systems (EOS) stärkt ihre Position im Bereich Counter‑AUS. Wie das Unternehmen heute verkündete, wolle es das europäische Technologieunternehmen MARSS kaufen. Konkret geht es um dessen NiDAR C2-Technologie. Damit sichert sich EOS nach Kanonen und Lasern einen weiteren Baustein in der Drohnenabwehr.

Neben guten Sensoren setzt MARSS auf KI-Algorithmen zur Erkennung und Identifizierung von Drohnen.
Neben guten Sensoren setzt MARSS auf KI-Algorithmen zur Erkennung und Identifizierung von Drohnen.
Foto: MARSS

EOS hat eine Vereinbarung über den Erwerb des Geschäftsbereichs Interceptor der MARSS Group getroffen, wie aus einer aktuellen Börsennotiz hervorgeht. Dieser Bereich umfasst fortschrittliche Anti‑Drohnen‑Technologien, die durch KI‑gestützte Zielalgorithmen und hoch entwickelte Sensorik charakterisiert sind und in künftigen Counter‑UAS‑Lösungen im Portfolio von EOS eingesetzt werden sollen.

Die Transaktion sieht eine anfängliche Vorauszahlung von rund 36 Millionen US-Dollar in bar vor. Das vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen in 2026 abzuschließende Geschäft umfasst laut EOS auch die Übernahme des spezialisierten Engineering‑Teams von MARSS.

NiDAR von MARSS

C2 (Command and Control) bezeichnet die Systeme, mit denen militärische und Sicherheitskräfte ihre Einsätze steuern, Entscheidungen treffen und Operationen in Echtzeit koordinieren. Moderne C2 verbindet physische Kommandostrukturen mit digitalen Plattformen, die Daten von Sensoren wie Radar, Kameras und unbemannten Systemen zu einem einheitlichen Lagebild zusammenführen, Bedrohungen analysieren und Einsatzmaßnahmen koordinieren.

EOS kauft MARSS in bar – EOS will die NiDAR C2-Technologie und Sensorik zur Erkennung und Bekämpfung von Drohnen.
EOS kauft MARSS in bar – EOS will die NiDAR C2-Technologie und Sensorik zur Erkennung und Bekämpfung von Drohnen.
Foto: MARSS

Angesichts der wachsenden Bedrohung durch autonome Drohnenschwärme werden KI-gestützte C2-Systeme (Command & Control) zunehmend entscheidend, da sie die Geschwindigkeit und Komplexität solcher Angriffe handhaben können.

Die NiDAR-Plattform von MARSS dient hierbei als zentrale C2-Ebene, die Sensoren und Effektoren verschiedener Systeme integriert, Bedrohungen korreliert und domänenübergreifende Reaktionen koordiniert. Sie kann autonom arbeiten und ermöglicht so schnelle Erkennung, Entscheidungsfindung und Reaktion auf asymmetrische und komplexe Drohnenbedrohungen.

EOS will Systemhaus für Drohnenabwehr werden

Die Australier planen weitere Investitionen in die Entwicklung von Technologien zur Drohnenabwehr über die nächsten Jahre hinweg. Dabei soll auch die KI-gestützte NiDAR-Technologie von MARSS genutzt werden, um eine integrierte Komplettlösung zur Drohnenabwehr (Erkennen → Identifizieren → Entscheiden → Abwehren) anzubieten.

EOS will mit dem Kauf der in London, Bristol, Monaco und Riad ansässigen Gruppe außerdem die Präsenz in Europa weiter ausbauen. Im Interview mit dem Defence Network erklärte CEO Dr. Andreas Schwer Europa zum fokussierten Markt für die Systeme aus Australien.

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