Euronaval 2026: Indra zeigt neues elektronisch gesteuertes PRISMA-S Radar

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Der spanische Technologiekonzern Indra stellt anlässlich der Euronaval in Paris erstmals sein neues Radar vom Typ „Prisma-S“ vor. Es basiert auf der AESA-Technologie (Active Electronically Scanned Array). Das System nutzt eine vollständig digitale 4D-AESA-Technologie und wurde entwickelt, um die nächste Generation europäischer und alliierter Marineschiffe mit modernsten Fähigkeiten zur Luft- und Oberflächenüberwachung auszustatten, so das Unternehmen bei der Vorstellung. Laut Indra ist diese Technologie eine Grundvoraussetzung für den Einsatz in heutigen Einsatzumgebungen. Zudem unterstreicht das Unternehmen seine führende Rolle bei der Entwicklung von Multi-Domain-Fähigkeiten auf Basis einer „Combat Cloud“ für die Marine, bei U-Boot-Systemen sowie bei Technologien zum Schutz von Infrastrukturen auf dem Meeresboden.

U-Boot der Klasse 212 A fährt bei Seerauch und tiefstehender Sonne an einer Küste mit Leuchtturm vorbei
Das Radar „Prisma-S“ ist das neueste und fortschrittlichste Marine-Radar aus dem Hause Indra.
Foto: Indra

Das Radar „Prisma-S“ ist das neueste und fortschrittlichste Marine-Radar aus dem Hause Indra. Als vollständig digitales 4D-Multifunktionsradar kann es gleichzeitig Aufgaben in der Flugabwehr, der U-Jagd und der Zielzuweisung über große Entfernungen übernehmen. Neben Daten zu Reichweite, Azimut (Richtung) und Höhe liefert der Sensor auch Informationen zur Zielgeschwindigkeit, was eine präzise Verfolgung von Flugbahnen sowie eine exakte Zielzuweisung ermöglicht. Das System ist für den Betrieb in elektromagnetisch stark belasteten Umgebungen ausgelegt und kann sich gegen mögliche Gegenmaßnahmen von Gegnern behaupten. Es ist ein entscheidendes System, um die Überlegenheit Europas und seiner Verbündeten in zunehmend komplexen Einsatzgebieten zu sichern.

Das Unternehmen tritt auf dieser internationalen Fachmesse laut eigenen Angaben zudem als führender Akteur bei der Entwicklung neuer Multi-Domain-Fähigkeiten in Europa auf. Vorgestellt werden die neuesten Fortschritte bei der Entwicklung der „Combat Cloud“ NIMBUS – der ersten Lösung ihrer Art, die ihre Leistungsfähigkeit bereits bei den NATO-Marineübungen im Rahmen von REPMUS 26 unter Beweis gestellt hat. Sie ermöglicht eine Echtzeit-Vernetzung sowie den Informationsaustausch zwischen Schiffen, unbemannten Überwassereinheiten und dem unbemannten Luftfahrzeug (UAV) TARSIS von Indra – einem Starrflügler, der für ISR-Aufgaben (Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung) konzipiert ist.

Indra präsentiert außerdem Vision für Systeme zur Überwachung des Meeresbodens

Im Rahmen der Veranstaltung präsentiert Indra zudem seine Vision für Systeme zur Überwachung des Meeresbodens – eine Fähigkeit, die Europa ausbauen muss, um Gasleitungen, Strom- und Kommunikationskabel sowie seine Hafeninfrastruktur zu schützen.

Darüber hinaus können Besucher am Messestand des Unternehmens das gesamte Spektrum der von Indra entwickelten Systeme kennenlernen, die darauf ausgelegt sind, die Überwachungs- und Vernetzungsfähigkeiten sowie die Tarnung von U-Booten zu verbessern. Dazu gehören: das Navigationsradar iKeeper-iS20, das sich durch eine geringe Entdeckungswahrscheinlichkeit (Low Probability of Intercept) auszeichnet und über zwei Betriebsmodi verfügt (Standard- und Dauerstrichbetrieb); das Satellitenkommunikationssystem TSUB-40, das in verschiedenen Ausführungen für die Frequenzbänder X, Ka oder Ku erhältlich ist und über eine Drei-Achsen-Ausrichtung verfügt; das System für elektronische Kampfführung PEGASO NG, das für ein erstklassiges Lagebild und fundierte Erkenntnisse sorgt; sowie das IFF-System (Identification Friend or Foe – Freund-Feind-Erkennung) des Unternehmens.

Sämtliche Systeme sind darauf optimiert, eine optimale Leistung zu erbringen und gleichzeitig den spezifischen Anforderungen von U-Booten gerecht zu werden – etwa hinsichtlich des begrenzten Platzangebots, des Stromverbrauchs und der Widerstandsfähigkeit gegen den hohen Wasserdruck im getauchten Zustand. Laut Indra setzen die weltweit führenden Marinen bei der Ausrüstung ihrer U-Boote – die in Marineoperationen eine immer wichtigere Rolle spielen – bereist auf die Technologie von Indra.

 

Text: Redaktion / af

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