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Erfolgreich in Frankfurt: Börsengang der Renk Group

Viel Applaus auf dem Frankfurter Börsenparkett und eine Glocke läutende Geschäftsführerin Susanne Wiegand – der heutige Börsenstart der Augsburger Renk Group ist mehr als gelungen. Mit 17,50 Euro lag die Aktie zum Börsenstart 2,50 Euro über dem geplanten Ausgabewert und konnte bis zum Mittag zwischenzeitlich die 19-Euro-Marke überspringen.

Börsengang der REnk Group: In Frankfurt läutet CEO Susanne Wiegand die Börsenglocke.
Börsengang der REnk Group: In Frankfurt läutet CEO Susanne Wiegand die Börsenglocke.
Foto: Screenshot Renk Group

Börsenexperten bewerten das IPO (Initial Public Offering), also das erstmalige öffentliche Angebot von Wertpapieren beim Börsengang der Renk Group als sehr erfolgreich. Der bereits für den 5. Oktober 2023 geplante, aufgrund eines „eingetrübten Marktumfelds“ jedoch verschobene Börsengang konnte heute nachgeholt werden. Nicht nur der Termin, auch das Volumen hatte sich aufgrund der hohen Nachfrage geändert.

Zur Eröffnung wurden 30 Prozent des Unternehmens ausgegeben, somit bleibt vorerst der Finanzinvestor Triton bzw. dessen Holding Rebecca BidCo S.à r.l. Hauptaktionär bei der Renk Group. 33 Millionen Aktien (und damit 3,33 Mio. mehr als ursprünglich vorgesehen) zu je 15 Euro platziert. Der erste Kurs setzte den Wert allerdings auf 17,50 Euro und damit rund 17 Prozent höher an. Das Gesamtvolumen der ausgegebenen Aktien (rund ein Drittel alle Aktien) beläuft sich damit auf rund 580 Millionen Euro. Die Renk Group AG kann somit eine Marktkapitalisierung von mittlerweile mehr als 1,8 Milliarden Euro vorweisen.

Der Börsengang der Renk Group – Erfolge der Rüstungsindustrie an der Börse

Der relativ spontan nachgeholte Börsengang der Renk Group – die Ankündigung war erst am Montag veröffentlicht worden – erfolgt in einem für die Rüstungsindustrie positiven Umfeld, von dem zuletzt auch Rheinmetall und Hensoldt am DAX profitierten. Für die ehemalige VW-Tochter Renk Group ein ebenfalls positiver Schritt.

Insbesondere durch den Einstieg von KNDS in Höhe von 6,7 Prozent der Anteile wird die gegenseitige Bedeutung der beiden Unternehmen deutlich: Renk liefert unter anderem das Getriebe für den Leopard 2. Aber auch Lynx, Leclerc und Ajax setzen auf die Getriebe aus Augsburg. Zudem besteht eine Option auf 25 Prozent plus 1 eine Aktie, was KNDS eine Sperrminorität und einen Aufsichtsratsposten verschafft.

Die taz nennt den Einstieg von KNDS beim heutigen Börsengang der Renk Group „ein kleines bisschen Konsolidierung in der sehr mittelständisch geprägten deutschen Rüstungsbranche.“ Noch ist der KNDS-Anteil gering, die engere Bindung von Zulieferern an das eigene Unternehmen ist allerdings tatsächlich ein Schritt, der sich auch bei anderen Unternehmen der Branche beobachten lässt.

Navid Linnemann

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