Indra und Hanwha Aerospace, ein wichtiges Tochterunternehmen der Hanwha Group, haben kürzlich die verbindliche Absichtserklärung zur Entwicklung modernster, selbstfahrender Artilleriesysteme unterzeichnet. Diese sind auf die Bedürfnisse der spanischen Streitkräfte zugeschnitten und sichern Spanien die autonome Kapazität und Souveränität für die Entwicklung und Fertigung fortschrittlicher Kettenfahrzeuge, so die Unternehmen bei der Verkündung.
Die Allianz zwischen der Indra Group und dem südkoreanischen Unternehmen – einem der weltweit größten Rüstungskonzerne – ist von enormer strategischer Bedeutung für Spanien, so die Konzerne weiter. Der umfassende Technologietransfer positioniert das Land unter den europäischen Mächten mit eigener Kapazität zur Entwicklung und Fertigung innovativer Kettenfahrzeuge und stärkt gleichzeitig Spaniens technologische Souveränität und strategische Autonomie, lautet es in der Pressemitteilung.
Dieser Meilenstein, der in der Madrider Zentrale der Indra Group unterzeichnet wurde, ist ein wichtiger Schritt für den gesamten spanischen Verteidigungssektor und begründet eine äußerst wertvolle bilaterale Kooperation. Die Vereinbarung stärkt gleichzeitig die Position des südkoreanischen Unternehmens, das von der Möglichkeit profitiert, die von Indra entwickelten Systeme der neuesten Generation in seine Fahrzeuge zu integrieren.
Frank Torres, CPO der Indra Group und Geschäftsführer von Indra Land Vehicles, und Maro Kim, Leiter des Bereichs Indirekte Feuerunterstützung bei Hanwha Aerospace, unterzeichneten die Vereinbarung am Hauptsitz der Indra Group.
Ángel Escribano, Vorsitzender der Indra Group, erklärte: „Die Allianz zwischen zwei führenden globalen Rüstungsunternehmen, Indra und Hanwha, ermöglicht es uns, den spanischen Streitkräften während des gesamten Lebenszyklus einer neuen Familie von Landplattformen, die es bisher nicht gab und die wir mit der im aktuellen Kontext erforderlichen Geschwindigkeit konsolidieren, echte Souveränität und Autonomie zu bieten.“
José Vicente de los Mozos, CEO der Indra Group, sagte: „Indra, als treibende Kraft der spanischen Wirtschaft, hat sich zum Ziel gesetzt, die spanische Industrie an die Spitze zu bringen und die modernsten Systeme zu liefern, die die heutigen Streitkräfte benötigen. Gleichzeitig führen wir – gemeinsam mit unseren Partnern – die großen europäischen Verteidigungsprogramme an, die derzeit gestartet werden.“
Jaeil Son, Präsident und CEO von Hanwha Aerospace, sagte: „Wir sind stolz darauf, mit Indra zusammenzuarbeiten und Spaniens souveräne Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Aufbauend auf der weltweit zuverlässigsten K9-Plattform vereint diese Kooperation unsere fortschrittliche Artilleriekompetenz mit Indras industrieller Stärke, um den spanischen Streitkräften eine zuverlässige, zukunftsorientierte Lösung zu bieten.“
Die geplanten Arbeiten erfordern eine Investition von 130 Millionen Euro, um das Indra-Werk in Gijón mit neuen industriellen Kapazitäten und fortschrittlichen Maschinen auszustatten sowie ein zusätzliches Integrationswerk in der Stadt zu errichten. Das geschätzte Arbeitsvolumen wird 500 direkte und 1.000 indirekte und induzierte Arbeitsplätze schaffen, die in den 1.000 direkten und 2.300 indirekten Arbeitsplätzen der vier PEMs von Indra Land Vehicles enthalten sind.
Neue nationale Entwicklung mit modernster Technologie
Die Lösung, die Indra für die spanischen Streitkräfte entwickeln und fertigen wird, besteht aus einem Kettenartilleriefahrzeug (128 Einheiten), einem Munitionsversorgungsfahrzeug (120 Einheiten), einem Führungs- und Kontrollfahrzeug (11 Einheiten) und einem Bergefahrzeug (21 Einheiten). Zusammen bilden diese Fahrzeuge das im Vertrag definierte Ketten-SPA-System. Spezielles Modernisierungsprogramm, gemeinsam entwickelt von der Indra Group und der EM&E Group.
Als Ausgangspunkt für das Projekt nutzt Hanwha die K9-Selbstfahrlafette, die von der NATO in Europa eingesetzt wird. Länder wie Norwegen, Polen, Finnland, Estland und Rumänien sowie weitere Verbündete wie Australien nutzen sie bereits, oder haben sie in Südkorea bestellt.
Indra wird in Spanien die Fahrzeugwannen fertigen und sie mit folgenden Komponenten ausstatten: dem Missionssystem zur Steuerung des Fahrzeugbetriebs; dem 360°-Sichtsystem für erweiterte Lageerkennung; dem Gefechtsfeldführungssystem (BMS) für Interoperabilität und Echtzeitkoordination mit anderen Plattformen; sowie den Kommunikationssystemen. Indra wird außerdem die kompletten Gefechtsstandsysteme entwickeln und fertigen.
Der Technologietransfer sieht vor, dass Indra die Entwicklung seiner inländisch produzierten Fahrzeugfamilie beschleunigt, langfristige Chancen sichert und Hanwha die neuen Fortschritte nutzt, um sie in seine Fahrzeuge zu integrieren.
Text: Redaktion / af
Mit WhatsApp immer auf dem neuesten Stand bleiben!
Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal, um die Neuigkeiten direkt auf Ihr Handy zu erhalten. Einfach den QR-Code auf Ihrem Smartphone einscannen oder – sollten Sie hier bereits mit Ihrem Mobile lesen – diesem Link folgen:











