Iran beschleunigt Wiederaufbau des Raketenarsenals

Der Iran nutzt die Waffenruhe mit den USA und Israel, um seine Fähigkeiten im Bereich ballistischer Raketen wiederaufzubauen. Israelische Quellen erklärten, dass die Aussage von Präsident Trump, wonach nur noch 22 Prozent der iranischen Fähigkeit zum Einsatz weitreichender ballistischer Raketen funktionsfähig seien, nicht zutreffe. Die tatsächlichen Zahlen lägen deutlich höher.

Start einer Khorramschahr. Diese Mittelstreckenrakete des Iran soll verschiedene Gefechtsköpfe tragen können, darunter auch einen mit Streumunition.
Start einer Khorramschahr. Diese Mittelstreckenrakete des Iran soll verschiedene Gefechtsköpfe tragen können, darunter auch einen mit Streumunition.
Foto: Verteidigungsministerium Iran

Den israelischen Quellen zufolge baut der Iran seine unterirdischen „Raketenstädte“ aktiv aus, erweitert sie und repariert sie mit hoher Geschwindigkeit. Trotz gezielter Luftangriffe, die auf eine Schwächung dieser Fähigkeiten abzielten, setzt die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) den Bau dieser tief in Granitgebirgen angelegten Anlagen fort. Zu den wichtigsten Merkmalen dieser unterirdischen Basen gehören:

  • Die IRGC betreibt nahezu 30 unterirdische „Raketenstädte“, die tief in Granitbergen verschiedener Provinzen, darunter Kermanschah und Semnan, angelegt wurden. Diese Anlagen befinden sich in Tiefen von bis zu 500 Metern und sind dadurch gegen Luftangriffe geschützt.
  • Sie beherbergen umfangreiche Produktionsstätten für Raketen, Lagerbestände sowie Startsysteme, die durch geheime interne Schienennetze miteinander verbunden sind. Obwohl Angriffe und die Sperrung von Oberflächenzugängen auf diese Anlagen abzielen, zeigen Satellitenaufnahmen, dass der Iran Bulldozer und schweres Baugerät einsetzt, um Tunneleingänge innerhalb von 24 bis 48 Stunden wiederherzustellen.
  • Aktualisierte Geheimdienstberichte zeigen, dass der Iran derzeit über etwa 2.500 ballistische Raketen verfügt. Die meisten davon sind Kurzstreckenraketen (bis zu 1.000 Kilometer) sowie Mittelstreckenraketen (1.000 bis 3.000 Kilometer Reichweite).

Iran verfügt über rund 14 verschiedene Typen ballistischer Raketen

Langstreckenraketen mit einer Reichweite von mehr als 3.000 Kilometern befinden sich zwar in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium, sind jedoch noch nicht im Einsatz.

Die reichweitenstärksten iranischen Raketen können Israel, Osteuropa und Teile des NATO-Gebiets erreichen. Nach Einschätzung der US-Geheimdienste verfügt der Iran über rund 14 verschiedene Typen ballistischer Raketen.

Der Marschflugkörper Soumar mit einer Reichweite von 2.000 bis 3.000 Kilometern sowie die ballistische Rakete Khorramshahr-4 mit einer Reichweite von 2.000 Kilometern stellen derzeit die weitreichendsten einsatzfähigen Waffensysteme dieser Art des Iran dar.

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Ballistische RaketenIranIsraelUSA