Israelisches Verteidigungsministerium und US-Pentagon haben am jüngst ein Abkommen zur Beschaffung von zwölf hochmodernen Apache-Hubschraubern von Boeing für die IDF (Israel Defence Forces) unterzeichnet.

Der Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums (IMOD), Generalmajor a.D. Amir Baram, wies die Vertretung des Ministeriums in den USA an, das Abkommen mit dem Pentagon zu unterzeichnen, nachdem die israelische Regierung diesem am gleichen Tag zugestimmt hatte.
Im Rahmen der Vereinbarung wird das israelische Verteidigungsressort 12 hochmoderne Apache-Kampfhubschrauber des US-Herstellers Boeing beschaffen. Bei den Hubschraubern, deren Auslieferung für den Beginn des nächsten Jahrzehnts geplant ist, handelt es sich um die „Echo“-Variante – das neueste und fortschrittlichste Modell dieses Hubschraubertyps. Das Abkommen wurde in gemeinsamer israelisch-amerikanischer Zusammenarbeit so gestaltet, dass es den Anforderungen des Staates Israel entspricht. Die Ausarbeitung des Vertrags und der Rahmen für dessen Umsetzung wurden von der IMOD-Vertretung in den USA sowie der Haushaltsabteilung des Ministeriums geleitet.
Das IMOD spricht der US-Regierung seine große Anerkennung für deren unerschütterliche Unterstützung der Sicherheitsbedürfnisse Israels aus. Verteidigungsminister Israel Katz: „Die Beschaffung der Apache-Hubschrauber ist ein entscheidender Schritt beim Ausbau der Streitkräfte der IDF; sie wird deren Einsatzfähigkeit gegenüber vielfältigen Bedrohungen stärken und in den kommenden Jahren zur Sicherheit des Staates Israel beitragen. Das israelische Verteidigungsministerium hat mit großem Einsatz und Entschlossenheit daran gearbeitet, die Herausforderungen zu bewältigen und diese Vereinbarung zum Abschluss zu bringen – in dem tiefen Bewusstsein, wie wichtig sie für die Stärke und Einsatzbereitschaft der IDF angesichts künftiger Herausforderungen ist. Ich danke unseren Partnern in der US-Regierung und im Pentagon für ihr unermüdliches Engagement für die Sicherheit Israels sowie für die Zusammenarbeit und Flexibilität, die diese Vereinbarung erst ermöglicht haben. Mein Dank gilt allen Beteiligten – unter der Leitung des Generaldirektors des Verteidigungsministeriums, Generalmajor a.D. Amir Baram – für ihre professionelle und engagierte Arbeit sowie für die Beharrlichkeit, die zum Abschluss dieses wichtigen Beschaffungsvorhabens geführt hat.“

Generaldirektor des Verteidigungsministeriums, Generalmajor a.D. Amir Baram: „Der Abschluss der Apache-Vereinbarung wurde durch kreative Lösungen ermöglicht, die wir gemeinsam mit unseren amerikanischen Partnern entwickelt haben, ohne dabei Kompromisse bei den operativen Erfordernissen einzugehen. Diese professionelle Zusammenarbeit mit der US-Regierung spiegelt die Tiefe unserer strategischen Beziehungen und das gemeinsame Engagement für die Sicherheit Israels wider. Das Verteidigungsministerium wird weiterhin mit Hochdruck daran arbeiten, weitere wichtige Vereinbarungen zu unterzeichnen – etwa zur Beschaffung zusätzlicher Plattformen, Munition, Abfangsysteme und mehr. Ziel ist es, die sofortige Einsatzbereitschaft für jedes Szenario zu gewährleisten und gleichzeitig den langfristigen Plan zum Ausbau der Streitkräfte umzusetzen – als Teil der Strategie des Ministeriums zur Bewältigung aufkommender Herausforderungen.“ Der Präsident von Boeing Israel, Generalmajor a. D. Ido Nehushtan, erklärte: „Boeing ist seit den Anfängen des Staates ein verlässlicher Partner Israels beim Aufbau und der Weiterentwicklung der nationalen Verteidigungsfähigkeiten. Wir sind stolz darauf, auch künftig als führender Lieferant von Kampfflugzeugen, Hubschraubern, Munition und weiterer Ausrüstung zu fungieren. Die Entscheidung der israelischen Streitkräfte (IDF) für den Apache E – im Anschluss an die Wahl des weltweit modernsten Tankflugzeugs KC-46A sowie die Entscheidung zur Beschaffung einer zweiten Staffel der weltweit modernsten Kampfflugzeuge vom Typ F-15IA – ist ein überzeugender Beleg für die bewährte Einsatzfähigkeit dieser Systeme auf dem Gefechtsfeld und ihre anhaltende Bedeutung bei der Bewältigung sich wandelnder Bedrohungen und künftiger operativer Herausforderungen. Boeing wird eng mit der israelischen Regierung zusammenarbeiten, um die israelische Luftwaffe mit den weltweit modernsten und leistungsfähigsten Kampfhubschraubern auszustatten.“
Die israelischen Luftstreitkräfte (IAF) nutzen den Boeing AH-64 Apache-Kampfhubschrauber seit dem Jahr 1990. Israel war damals der erste internationale Kunde außerhalb der USA, der dieses System einführte. Damals handelte es sich um die AH-64A Variante Im Jahr 1993 erhielt Israel zudem weitere 24 Maschinen dieser Variante als Schenkung aus den USA. 2005 führte Israel die modernere AH-64D Apache Longbow-Variante „Saraf“ (Schlange) ein. Diese Ausführung zeichnet sich durch erhebliche, speziell auf israelische Anforderungen zugeschnittene Modifikationen aus, darunter eigene Systeme zur elektronischen Kampfführung (EW-Suites) und integrierte israelische Waffensysteme.
Text: Redaktion / af
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