Das deutsch-britische Startup Hypersonica möchte die europäischen Staaten mit einer souveränen und kosteneffektiven Hyperschallangriffsfähigkeit ausstatten. Dieses Vorhaben konnte jüngst einen gewaltigen Schritt nach vorn machen, wie Hypersonica heute bekannt gab. Das Unternehmen konnte in Norwegen einen revolutionären Testflug seiner Hyperschallrakete HS1 erfolgreich absolvieren.
Auf dem norwegischen Weltraumbahnhof Andøya Space wurde dieser Tage Geschichte geschrieben. Das Startup Hypersonica mit Sitz bei München konnte dort den ersten Testflug seines Hyperschall-Prototyps HS1 durchführen.
„Unser Testflug lieferte wertvolle Datensätze, die in die Konstruktion und Entwicklung zukünftiger Hochgeschwindigkeits-Angriffssysteme einfließen und unsere Fähigkeit zur Analyse gegnerischer Waffenprofile verbessern werden“, erklärten die beiden Gründer von Hypersonica, Dr. Philipp Kerth (CEO) und Dr. Marc Ewenz (CTO).
Die HS1 von Hypersonica
Mehr als Mach 6 – also über 7.400 km/h – soll die europäische Hyperschallrakete bei ihrem 300 Kilometer langem Flug erreicht haben. Damit kommt die HS1 auf eine höhere Geschwindigkeit als die ebenfalls vor wenigen Wochen getestete Tayfun aus der Türkei.
Nach Angaben von Hypersonica blieb die HS1 während des gesamten Aufstiegs und Abstiegs stabil und kontrollierbar. Die Entwicklung der HS1 ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Bis 2029 will das Startup die Hyperschallangriffsfähigkeit für europäische Nutzer fertigstellen. Nach dem nun demonstrierten Hyperschallflug sieht weitere Teststufen vor. So soll eine komplexe Manövrierfähigkeit auch bei Geschwindigkeiten oberhalb von Mach 5 (Hyperschall) demonstriert werden.
Flugfertige Technologie in 9 Monaten
Hypersonica selbst betont die ungewöhnlich kurze Entwicklungszeit: Vom ersten Entwurf bis zum Testflug vergingen laut Unternehmensangaben lediglich neun Monate – ein Tempo, das die Branche „neu definieren“ soll. Damit ist Hypersonica die erste privat finanzierte europäische Firma, die ein solches Tempo bei einem Projekt dieser Größenordnung realisieren hat.
Hypersonica bezeichnet den Aufbau der Hyperschallrakete als modular; schnelle Upgrades und kürzere, kosteneffizientere Entwicklungszyklen sollen dadurch ermöglicht werden. Auch von einzusparenden Kosten im Vergleich zu anderen Entwicklungs- und Produktionsansätzen ist die Rede. Das Startup nennt hier eine hohe zweistellige Prozentzahl.
Europa mit Mach 5 bis 2030
„Dies ist ein stolzer Moment für die europäische Verteidigungsinnovation“, betonten Kerth und Ewenz. „Als Europäer, die den Werten von Freiheit und Demokratie verpflichtet sind, verfolgen wir diese Arbeit mit einem klaren Verantwortungsbewusstsein für die sichere und prinzipiengeleitete Entwicklung dieser Spitzentechnologie.“
Das langfristige Ziel von Hypersonica ist ehrgeizig – bisher fehlt den Europäern die Hyperschallangriffsfähigkeit. Sollten die Anglo-Germanen Erfolg haben, wäre mehr als nur eine Lücke gefüllt
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