KIRK: Konsortium entwickelt weltraumbasierte Zielerfassung

KIRK – Künstliche Intelligenz und Raumfahrt-Kompetenz – lautet der Name eines neuen Joint Ventures zwischen Helsing und OHB. Die beiden deutschen Unternehmen wollen mit dieser Kooperation ein weltraumbasiertes taktisches Überwachungs-, Aufklärungs- und Zielerfassungssystems entwickeln. Zudem tritt OHB einem bereits Ende vergangenen Jahres gegründeten Konsortiums von Helsing, Kongsberg Defence & Aerospace und HENSOLDT bei.

KIRK: Eine künstlerische Darstellung von Kongsbergs Kleinsatelliten aus dem Discovery-Programm.
Eine künstlerische Darstellung von Kongsbergs Kleinsatelliten aus dem Discovery-Programm.
Illustration: Kongsberg

„Der Krieg in der Ukraine zeigt, wie wichtig weltraumbasierte Zielerfassung ist“, sagte Gundbert Scherf, Co-CEO und Co-Founder von Helsing. Deutlich werde auch, dass man softwarebasierte integrierte Verteidigungssysteme im Weltraum so schnell wie möglich bereitstellen müsse.

Wir müssen sicherstellen, dass Europa den Kampf um seine Souveränität im Orbit gewinnt. OHB und Helsing werden das gemeinsam mit ihren starken Partnern im Konsortium sicherstellen.
– Gundbert Scherf, Co-CEO und Co-Founder von Helsing

Traditionelle Aufklärung reicht auf modernen Gefechtsfeldern längst nicht mehr aus. Der Weltraum ist zu einer entscheidenden Dimension moderner Kriegsführung geworden. Die Bundeswehr hat dies erkannt; Minister Boris Pistorius will daher bis 2030 insgesamt 35 Milliarden Euro in diesen Bereich investieren.

Konsortium für weltraumbasierte Aufklärung

Das bereits im Dezember 2025 gegründete Konsortium, dem mit OHB jetzt ein ausgesprochener Weltraumexperte beigetreten ist, soll durch das jetzt von Helsing und OHB gegründete Joint Venture KIRK geführt werden.

So wollen KIRK, Hensoldt und Kongsberg eine weltraumbasierte taktische Überwachungs- und Aufklärungslösung entwickeln, die mit einem KI-basierten Zielerfassungssystem kombiniert wird. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen soll es Zielerfassung in nahezu Echtzeit ermöglichen und die Grundlage für den Einsatz moderner Abstandswaffen ermöglichen.

KIRK – Kurze Kill Chain als Ziel

Nach Angaben der Unternehmen soll durch die Entwicklung die Latenzzeit zwischen Datenerfassung und Zielbekämpfung („time to information“) auf ein Minimum verkürzt werden. So soll die Kill Chain verkürzt und ein Vorteil auf dem Gefechtsfeld errungen werden.

Das Konsortium um KIRK setzt durch die Implementierung von Helsings KI auf einen softwarezentrierten Ansatz. Die für die weltraumbasierte Aufklärung nötigen Kleinsatelliten von Kongsberg mit Sensorik von Hensoldt sollen „software-defined“ implementiert werden und dadurch neuen Bedrohungslagen dynamisch begegnen können.

Das Konsortium will jedoch nicht nur auf die eigenen Stärken setzten, sondern schon früh Start-ups und Zulieferer in das Vorhaben einbinden. Damit solle sichergestellt werden, dass man das Ziel der Bundesregierung, eine „technisch exzellente, weltmarktfähige Raumfahrtökonomie aufzubauen“ erfüllen könne.

„Raumfahrtsysteme sind essenziell, um aus der Bundeswehr die stärkste und modernste Armee Europas zu machen“, erklärte Marco Fuchs, CEO von OHB. „Für die Herausforderungen, denen die Streitkräfte sich heute stellen müssen, sind schnelle, präzise Daten unerlässlich – und moderne Raumfahrtsysteme, implementiert mit Künstlicher Intelligenz, sind ein wesentlicher Baustein dafür.“

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