Marinemanöver Northern Coasts – Schwerpunkt der Quadriga 2025

Auch in diesem Jahr steht die Übungsserie Quadriga für die Bundeswehr an. Mit dem Marinemanöver Northern Coasts kommt 2025 der Marine eine Schlüsselrolle zu. Konkret üben vom 1. bis 12. September 2025 multinationale Seestreitkräfte unter deutscher Führung in der Ostsee. Neben dem Üben der eigenen Fähigkeiten der Landes- und Bündnisverteidigung geht es explizit auch darum, Präsenz zu zeigen.

Das Minenjadgboot M 1063 Bad Bevensen fährt gemeinsam mit einem Minenjadgboot der estnischen Marine durch die Kieler Förde während der Übung Northern Coasts 2024.
Das Minenjadgboot M 1063 Bad Bevensen fährt gemeinsam mit einem Minenjadgboot der estnischen Marine durch die Kieler Förde während der Übung Northern Coasts 2024.
Foto: Bundeswehr / Nico Theska

„Mit Northern Coasts als Schwerpunktübung unterstreicht Quadriga 2025 den Willen und die Entschlossenheit, das NATO-Bündnisgebiet, insbesondere den maritimen Ostseeraum, zu verteidigen“, erklärte Konteradmiral Stephan Haisch, Commander Task Force Baltic. Die operative Leitung obliegt dem Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack.

An dem Manöver nehmen insbesondere die Ostseeanrainerstaaten Schweden, Finnland, Dänemark, Polen, Estland, Lettland und Litauen teil. Sie werden unterstützt von Teilnehmenden aus Frankreich, Großbritannien, den USA, Belgien, den Niederlanden und Kanada. Die Übung Northern Coasts wurde 2007 erstmals von der Deutschen Marine initiiert und findet seither jährlich statt.

Ostsee liegt nicht nur im Fokus der Marine

Mit der Übung Northern Coasts verfolgt die Marine das Ziel, die Zusammenarbeit und die militärischen Fähigkeiten der verbündeten Seestreitkräfte in der Ostsee zu stärken. „Dabei setzen wir konsequent auf realistische Bedrohungsszenarien aus allen Dimensionen: Luft, Land, Wasser und auch Cyber“, erklärte Konteradmiral Haisch weiter. Im Fokus stehen dieses Jahr die Durchführung maritimer Operationen im küstennahen Raum – auch unter Anwendung moderner Technologien.

Es gehe speziell um Praxisnähe. So sollen die Reaktions- und Einsatzfähigkeit im Krisen- und Konfliktfall gesteigert werden. „Außerdem sind wir während der diesjährigen Iteration von Northern Coasts Teil der sogenannten Training-Audience und nutzen die Übung zur Zertifizierung unserer Einsatzreife, der Full Operational Capability“, ergänzte Konteradmiral Haisch.

Insgesamt nehmen rund 2.700 Soldatinnen und Soldaten und 40 Schiffe an Northern Coasts teil. Als deutscher Anteil an Northern Coasts stehen in diesem Jahr Über- und Unterwassereinheiten sowie Marineflieger und Marinesicherungskräfte zur Verfügung.

Marine nennt Hinweise für die Bevölkerung

Zum Auftakt des Manövers versammeln sich die teilnehmenden Marineeinheiten im Stützpunkt Kiel. Am Vormittag des 1. September laufen die Schiffe aus und beginnen mit den Übungen auf See.

Da die Kieler Bucht an diesem Tag stark befahren sein wird, richtet sich die Deutsche Marine mit einem besonderen Hinweis an die Sportbootfahrer. Diese sollten einen großzügigen Abstand zu den Marineeinheiten halten und umsichtig steuern. Man möge zudem aufmerksam auf alle Flaggen-, Schall- und Funksignale achten, um jederzeit richtig reagieren zu können.

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