MiG-29: Russland liefert Kampfflugzeuge an Syrien

Berichten zufolge hat Russland zwei MiG-29-Kampfflugzeuge an Syrien geliefert. Laut Satellitenaufnahmen, die von Open-Source-Intelligence-Projekten sowie regionalen Berichten ausgewertet wurden, trafen die Flugzeuge auf dem Luftwaffenstützpunkt Khmeimim ein.

Russland soll zwei MiG-29 an Syrien geliefert haben.
Russland soll zwei MiG-29 an Syrien geliefert haben.
Foto: Wikimedia Commons / Dmitry A. Mottl

Diese jüngsten Lieferungen von MiG-29 Kampfjets sollen das neue syrische Regime unterstützen. Berichten zufolge erfolgten sie mit Unterstützung der Türkei.

Arkady Mil-Man, leitender Forscher und Leiter des Russland-Forschungsbereichs am Institute for National Security Studies (INSS), erklärte gegenüber Defence Network, dass die Russen mit der Lieferung der Kampfflugzeuge an Syrien versuchen, ihre Präsenz in Syrien auszubauen: „Sie brauchen den Zugang zum Mittelmeer und den Brückenkopf in Syrien als logistischen Stützpunkt für ihre umfangreichen Aktivitäten in Afrika.“

Seit dem Sturz von Baschar al-Assad Ende 2024 und dem Aufstieg der Führung von Ahmed al-Sharaa verhandelt Moskau mit Damaskus, um sich langfristigen Zugang zu seinen beiden wichtigsten Einrichtungen zu sichern: Luftwaffenstützpunkt Khmeimim (nahe Latakia), der zur Projektion von Luftmacht genutzt wird und die Marinebasis Tartus, Russlands einzige Marineeinrichtung im Mittelmeer außerhalb der ehemaligen UdSSR.

Gespräche zwischen Putin und Präsident al-Sharaa Anfang 2026 konzentrierten sich ausdrücklich auf „die Präsenz unserer Soldaten in Syrien“, was darauf hindeutet, dass Russland einen formalisierten rechtlichen und politischen Rahmen für diese Stützpunkte schaffen möchte.

Russland baut Präsenz im Süden Syriens wieer aus

Nach dem Zusammenbruch des Regimes zog Russland sich aus einigen Positionen im Landesinneren zurück und konzentrierte sich stattdessen auf die Westküste. Analysten interpretieren dies als Schritt hin zu einer kleineren, langfristig tragfähigeren Präsenz, die sich auf Khmeimim und Tartus konzentriert, anstatt auf das breite Netz von Posten und Basen, das während des Bürgerkriegs unterhalten wurde.

Zudem gibt es Berichte, wonach Russland seine militärische Präsenz im Süden Syriens wieder ausbaut, darunter Patrouillenposten im Gebiet Quneitra-Golan. Dies soll Teil eines neuen Abkommens mit Damaskus sein, um die Kontrolle über Grenzgebiete sowie ein von Russland betriebenes Luftverteidigungssystem in wichtigen Regionen wiederherzustellen. Dies deutet darauf hin, dass Moskau versucht, zumindest einen Teil seines Einflussnetzes aus der Zeit vor 2024 wiederherzustellen – insbesondere entlang der Grenze zu Israel.

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