Verteidigungsminister Pistorius soll die Nachfolge von Vizeadmiral Jan Christian Kaack entschieden haben – das zumindest berichtet der Spiegel. Demnach solle Konteradmiral Wilhelm Tobias Abry im Herbst die Führung der Deutschen Marine übernehmen. Sein Vorgänger hinterlässt ihm deutsche Seestreitkräfte im Aufbruch und mit klarem Ziel.
Die Deutsche Marine soll im Herbst einen neuen Chef bekommen. Nach Informationen des Spiegels soll sich Verteidigungsminister Boris Pistorius bereits für Konteradmiral Wilhelm Tobias Abry als neuen Marineinspekteur entschieden haben. Konteradmiral Abry soll Vizeadmiral Kaack ablösen, der in den Ruhestand geht. Die offizielle Bekanntgabe der Personalie ist laut Spiegel jedoch erst für „in einigen Monaten“ vorgesehen.
Der Neue – Konteradmiral Abry
Der 57-jährige Marineoffizier Abry ist seit Herbst vergangenen Jahres als Stellvertreter des Hauptabteilungsleiters Streitkräfte, Generalleutnant Gunter Schneider, im Verteidigungsministerium eingesetzt. Davor war er zwei Jahre Chef des Stabes im Marinekommando in Rostock.
Erfahrungen sammelte Konteradmiral Abry in diversen nationalen und internationalen Verwendungen, unter anderem bei der Auslandsmission „Atalanta“ zur Bekämpfung der Piraterie vor Somalia. Seine Einsatzerfahrung und seine Kenntnis des Ministeriumsbetriebs gelten als zentrale Argumente für seine Nominierung.
Das Erbe – Vizeadmiral Kaack
Vizeadmiral Kaack hinterlässt nach vier Jahren als Marineinspekteur seinem Nachfolger eine deutsche Seestreitkraft, die noch immer unter einem jahrzehntelangen Sparkurs leidet, längst aber Kurs genommen hat. Grundlage für die Arbeit des neuen Inspekteurs ist der von Kaack aufgestellte „Kurs Marine 35+“.
Teil des Plans ist unter anderem ein deutlicher Zuwachs an Kriegsschiffen. Die vorhandenen Fregatten, Korvetten und übrigen Boote reichen kaum aus, um die neuen, hochgesetzten NATO-Aufgaben zu erfüllen. Vizeadmiral Kaacks Aufrüstungsplan sieht einen massiven materiellen wie auch personellen Aufwuchs bis zum Jahr 2035 vor.
Dieser Plan wird für Konteradmiral Abry dann ab Herbst zur zentralen Richtschnur seiner Amtszeit. Das BMVg stand bis Redaktionsschluss für eine Bestätigung gegenüber Defence Network nicht zur Verfügung.
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