Ondas Holdings hat zwei KI-gestützte Verteidigungssysteme vorgestellt, die für die nächste Generation von Schutz- und Sicherungsfähigkeiten entwickelt wurden: MODUS, eine mobile Plattform zur Drohnenabwehr (Counter-UAS), und IRON WAVE, ein robotisches Kampfsystem, das vor den eigenen Fronttruppen operieren soll.
Nach Angaben von Ondas ermöglichen MODUS und IRON WAVE schnellere und flexiblere Kampfeinsätze, indem sie komplexe Umgebungen mit mehreren Einzelsystemen in integrierte autonome Fähigkeiten verwandeln.
Moderne Gefechtsfelder entwickeln sich schneller, als traditionelle Verteidigungssysteme darauf reagieren können. FPV-Drohnen, Drohnenschwärme, faseroptisch gesteuerte Bedrohungen und Einsätze in mehreren Operationsdomänen erzwingen den Wandel von isolierten Systemen hin zu integrierten, autonomen Gefechtsökosystemen. MODUS und IRON WAVE wurden speziell für diesen Wandel entwickelt.
Gemeinsam integrieren die Systeme Sensorik, Entscheidungsfindung und robotische Manöver in einen einheitlichen operativen Rahmen und bieten dadurch sowohl Schutz als auch operative Vorteile an der taktischen Frontlinie.
Ondas erklärte, dass beide Systeme auf direktem operativem Feedback und schnellen Iterationszyklen aus realen Gefechtserfahrungen basieren. Dadurch werde der Weg von der Identifizierung einer neuen Bedrohung bis zur einsatzfähigen Lösung erheblich verkürzt. Dieser Ansatz spiegelt den Fokus von Ondas wider, einfach einsetzbare und felderprobte Systeme bereitzustellen, die schnell eingeführt, in Echtzeit angepasst und unter Einsatzbedingungen erprobt werden können.
MODUS – Mobiler autonomer Schutz für bewegliche Einsatzkräfte
MODUS (Modular Under-Layer System) wurde entwickelt, um der zunehmenden Komplexität von Bedrohungen im niedrigen Luftraum zu begegnen. Dazu gehören faseroptisch gesteuerte Drohnen, die gegen Störmaßnahmen unempfindlich sind, sowie Angriffe durch hochdichte Drohnenschwärme.
Das System kombiniert Cyber-Erkennungstechnologien von CoRF, GNSS-Störfunktionen, Radar, KI-gestützte elektrooptische Sensorik, autonome Abfangsysteme und mehrschichtige Wirkmittel in einer einzigen autonomen Sensor-to-Shooter-Plattform. Dabei bleibt die menschliche Kontrolle nach dem Prinzip „man above the loop“ gewährleistet.
Durch die Zusammenführung von Sensordaten in Echtzeit bewertet MODUS kontinuierlich die Bedrohungslage und koordiniert automatisch die optimale Reaktion.Das System wurde für hohe Mobilität und schnelle Verlegung ausgelegt. Es begleitet bewegliche Truppenverbände und gewährleistet kontinuierlichen Schutz auch in Umgebungen ohne GNSS-Signale, bei eingeschränkter Frequenznutzung oder unter gegnerischer Störung.
IRON WAVE – Robotisches Kampfsystem vor den Fronttruppen
IRON WAVE ist ein verlegbares robotisches Kampfsystem von Ondas, das robotische Plattformen bei besonders risikoreichen Einsätzen vor den Bodentruppen einsetzt. Das System basiert auf dem Konzept „Bots Before Boots“ („Roboter vor Soldaten“) und ermöglicht es unbemannten Plattformen, Bedrohungen zu erkennen, zu klassifizieren und zu neutralisieren, bevor menschliche Kräfte gefährdet werden.
Zum System gehören eine schnell verlegbare Kommandoeinheit, robotische Kampffahrzeuge, eine autonome Missionsführungsinfrastruktur sowie Bedienplätze für mehrere Plattformen.
IRON WAVE befindet sich bereits in der operativen Erprobung. Mithilfe KI-gestützter Koordination können kleine Teams gleichzeitig mehrere robotische Kampf- und Aufklärungssysteme steuern. Das System unterstützt Missionen von der Routenräumung und Kampfmittelbeseitigung (EOD) über Aufklärung und Logistik bis hin zur Unterstützung vorgeschobener Einsatzkräfte.
Basierend auf kampferprobten Subsystemen wurde IRON WAVE für eine schnelle Einsatzbereitschaft, einfache Bedienung und unmittelbare Integration in Frontlinieneinsätze entwickelt – bei gleichzeitig minimalem logistischem Aufwand.
„Die Einsatzumgebungen verändern sich schneller, als traditionelle Beschaffungs- und Einführungszyklen Schritt halten können“, sagte Eric Brock, CEO von Ondas. „Streitkräfte benötigen autonome Systeme, die schnell integriert, an neue Bedrohungen angepasst und direkt an der Front eingesetzt werden können. Unser Schwerpunkt liegt darauf, den Übergang von operativen Anforderungen zu einsatzfähigen Fähigkeiten auf dem Gefechtsfeld zu beschleunigen.“
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