Pakistan: SMASH-Rakete im Fokus von Israel

Israel verfolgt jedes Waffensystem, das in einem Land entwickelt wird, welches das System möglicherweise an feindliche Länder wie den Iran exportiert. Eine neue Rakete, die in Pakistan entwickelt wurde, ist Teil der pakistanischen Ausstellung auf der saudischen Verteidigungsmesse. Israelische Experten haben die SMASH-Rakete analysiert und die Details mit Defence Network geteilt.

Am 25. November 2025 absolvierte die SMASH-Rakete einen zweiten erfolgreichen Test.
Am 25. November 2025 absolvierte die SMASH-Rakete einen zweiten erfolgreichen Test.
Screenshot Video: Pakistan Navy

Die SMASH-Rakete, die von Pakistans GIDS (Global Industrial Defence Solutions) für die Marine entwickelt wurde, ist eine ballistische Rakete für doppelte Missionen, die sowohl gegen Schiffe als auch gegen Landziele eingesetzt werden kann. Sie wurde erstmals im November 2024 von einer Marineplattform aus getestet und absolvierte am 25. November 2025 einen zweiten erfolgreichen Flug.

Die Rakete weist Ähnlichkeiten mit der pakistanischen ballistischen Rakete Fatah-II auf. Während die pakistanischen Behörden sie als Hyperschallrakete bezeichnen, stufen westliche Beobachter sie als ASBM ein.

Die Rakete ist eine einstufige, einheitliche Rakete. Es liegen keine Daten zum Gewicht vor, Schätzungen: bis zu 7,5 Tonnen. Sie ist 9 m lang und hat einen Durchmesser von 0,85 bis 0,9 m. Nach Ansicht von Experten besteht die Hauptaufgabe der Rakete darin, als schiffsgestützte ballistische Anti-Schiffs-Rakete (ASBM) eingesetzt zu werden. Angetrieben wird sie von einem einstufigen Feststoffraketenmotor mit zwei Schubstufen.

SMASH 2 soll Reichweite von 800km haben

Die Flugbahn der Rakete ist quasi-ballistisch, mit komplexen Manövern im Endanflug und einer Aufprallgeschwindigkeit von über 680 m/s. Experten schätzen die Reichweite der Rakete auf 350 Kilometer. Das nächste Modell SMASH 2 wird eine Reichweite von 800 km und mehr haben. Sie ist mit einem 384 Kilogramm schweren maritimen Sprengkopf mit Spreng- und Splitterwirkung bestückt.

Die Navigation der Rakete erfolgt über ein hochpräzises bildgestütztes Trägheitsnavigationssystem (HDGNS), bei dem es sich um eine Kombination aus IMU und GNSS-Empfänger chinesischer Herkunft handelt. Für die Endphase verwendet die Rakete einen X-Band-HF-Suchkopf. Die CEP wird auf 10 bis 15 Meter geschätzt.

Das SMASH-System ist laut Experten von zentraler Bedeutung für Pakistans Ansatz zur Verbesserung der Anti-Access/Area-Denial-Operationen (A2/AD) im Indischen Ozean, mit denen feindliche Flotten abgeschreckt werden sollen.

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