Der Bericht eines über dem Iran abgeschossenen F-15-Piloten der US-Luftwaffe gibt weiterhin Rätsel auf. Ein Pilot einer F-15E der US-Luftwaffe, der nach eigenen Angaben über dem Iran abgeschossen wurde, berichtete, er habe vor dem Ausstieg aus dem Flugzeug eine seltsame, quallenähnliche Formation von Drohnen gesehen. Diese Schilderung wird derzeit von US-Geheimdienstmitarbeitern diskutiert.
Der Pilot soll berichtet haben, mehrere iranische Drohnen hätten sich gemeinsam, wie eine einzige organisierte Formation, bewegt. Kleinere Drohnen seien unter größeren angeordnet gewesen – „wie Beine“. Eine weitere Quelle beschrieb die Formation als ein „Drohnen-Minenfeld“. Dem Bericht zufolge wurde diese Beobachtung während der Nachbesprechung nach der Rettung des Piloten geschildert. Sie könnte auf eine fortschrittlichere iranische Drohnenfähigkeit hindeuten, was bislang jedoch nicht bestätigt ist.
Unklar ist, ob die Drohnenformation unmittelbar zum Abschuss des Flugzeugs beigetragen hat. Einige Berichte weisen zudem darauf hin, dass der Pilot zuvor eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, weshalb Fragen zur Genauigkeit seiner Erinnerungen an den Vorfall aufgeworfen wurden. Ebenfalls unklar ist, ob das zweite Besatzungsmitglied dieselbe Formation beobachtet hat.
Sollte die Schilderung zutreffen, würde das beschriebene Verhalten eher auf ein koordiniertes Netzwerk mehrerer Drohnen als auf einen einfachen Drohnenschwarm hindeuten. Dies könnte einen bedeutenden Fortschritt bei den iranischen Fähigkeiten im Bereich unbemannter Kriegsführung darstellen. Aus diesem Grund hat der Bericht in Verteidigungs- und Geheimdienstkreisen große Aufmerksamkeit erregt.
War es eine iranische 358-Rakete?
Der israelische Militärexperte Tal Inbar erklärte gegenüber Defence Network, der Pilot habe vermutlich die iranische 358-Rakete gesehen – eine vom Iran entwickelte, kreisende Boden-Luft-Rakete, die auch unter der Bezeichnung SA-67 bekannt ist. Sie wird allgemein als langsames, auf lange Einsatzdauer ausgelegtes System beschrieben, das vor allem zur Bekämpfung von Drohnen und Hubschraubern entwickelt wurde und nicht primär gegen schnelle Kampfflugzeuge.
Die 358 wird üblicherweise als Mehrzweckwaffe beschrieben, die Eigenschaften einer kreisenden Lenkwaffe und einer Drohne vereint. Nach dem Start wird sie zunächst durch einen Feststoffbooster beschleunigt, der anschließend abgetrennt wird. Danach sorgt ein kleines Turbinentriebwerk für den weiteren Flug. Berichten zufolge kann das System über längere Zeit in einem Suchmuster kreisen und mithilfe elektrooptischer sowie infrarotgestützter Sensoren Ziele erfassen und anfliegen.
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