Statt nur bekannte Drohnensignaturen abzugleichen, erkennt DroneShields neue KI-Engine RfAI-3 jetzt auch Drohnen, die noch nie zuvor erfasst wurden. So wollen die Australier von Einsatz zu Einsatz besser werden.

Der australische Counter-Drone-Spezialist DroneShield hat heute mit RfAI-3 die dritte Generation seiner Funk-Erkennungs-Engine vorgestellt. Das System soll einen Nachteil beheben, der bislang bei klassischen RF-Detektionssystem bestand: eine Drohne musste in einer Signaturdatenbank katalogisiert sein, bevor sie zuverlässig erkannt werden konnte.
Angesichts immer neuer, oft kommerziell verfügbarer Drohnentypen wird dieser Ansatz zunehmend zu einem Sicherheitsrisiko. Statt das Funkspektrum nach bekannten Signalen abzusuchen, kehrt RfAI-3 das Prinzip um. Das System erfasst zunächst alle vorhandenen Funk-Emissionen und gleicht sie anschließend mit bereits bekannten Drohnensignaturen ab.
Findet sich eine Übereinstimmung, wird das aufgefangene Signal vollständig klassifiziert. Gibt es keine, generiert das System selbstständig eine neue Signatur und meldet sie dem Operator inklusive Konfidenzwert und Einordnung in das Gesamtbild des Spektrums. Nichts wird verworfen, nur weil es unbekannt ist.
RfAI-3 lernt ständig dazu
Jede neu erkannte Signatur wird zur Referenz für künftige Einsätze und fließt in den kontinuierlich wachsenden Datenbestand der gesamten ausgelieferten Systeme zur Drohnenerkennung und -abwehr ein. Die Erkennungsleistung eines Systems verbessert sich damit über die Zeit, ganz ohne neue Hardware.

„Die Drohnenbedrohung wartet nicht auf ihre Klassifizierung“, fasst DroneShield-CEO Angus Bean zusammen. „RfAI-3 steht für einen fundamentalen Wandel darin, wie wir RF-basierte Erkennung angehen.“
3. Generation Drohnenerkennung
RfAI-3 baut auf einer seit 2018 gewachsenen Technologielinie auf: Die erste Generation etablierte die grundlegende KI-basierte RF-Erkennungsarchitektur, 2023 folgte mit RfAI-2 ein kontinuierlich erweiterter Datenbestand aus neu identifizierten Drohnenmodellen und Protokollen.
RfAI-3 vereint nun beides – die wachsende Wissensbasis der Vorgänger und die neue Fähigkeit, auch völlig unkatalogisierte Bedrohungen zu erfassen. Ein damit ausgestattetes System wird nicht durch ein Hardware-Upgrade leistungsfähiger, sondern allein dadurch, dass die zugrunde liegende Intelligenz weiterwächst.

Laut DroneShield sind Geräte mit RfAI-3 bereits sechs Monate nach Inbetriebnahme der neuen Software spürbar leistungsfähiger als am ersten Tag. Erste Auslieferungen für DroneShields neue Software auf bestehende Hardware (RfPatrol, DroneSentry-X, DroneGun) sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, weitere Roll-outs folgen bis 2027.
Zusätzlich arbeitet DroneShield derzeit an eigens für RfAI-3 entwickelter neuer Hardware-Plattformen, deren genaue Modellbezeichnungen noch nicht kommuniziert wurden.
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