Der „erste Drohnenkrieg“ zwischen Russland und der Ukraine bringt neue, besonders tödliche Kombinationen aus kostengünstigen Drohnen und Sprengladungen hervor. Israelische Quellen, die den Krieg wegen seiner möglichen Auswirkungen auf den Einsatz bewaffneter Drohnen durch die Hisbollah im Libanon aufmerksam verfolgen, berichten, dass die russischen Streitkräfte in den vergangenen Wochen begonnen haben, Molnija-Drohnen mit TM-62-Panzerminen auszurüsten.
Die preiswerte Drohne wird dadurch zu einem kostengünstigen Angriffssystem mit einer deutlich größeren Sprengwirkung als die eines kleinen FPV-Gefechtskopfs.
Die TM-62 ist eine Standard-Panzermine sowjetischer beziehungsweise russischer Bauart. Ein Bericht über eine kürzlich abgefangene russische Drohne besagt, dass eine vollständige Mine mit einem Gewicht von rund zehn Kilogramm im Bugbereich montiert war. Andere Berichte weisen darauf hin, dass Molnija-Drohnen auch zum Transport von Antipersonenminen, Metallspießen und weiteren improvisierten Nutzlasten angepasst wurden.
Nach Einschätzung der israelischen Quellen handelt es sich bei dieser Kombination um eine sehr kostengünstige Starrflügeldrohne. Durch die Ausstattung mit einer schweren Panzermine verfügen die russischen Streitkräfte über eine vergleichsweise billige Möglichkeit, eine große Sprengladung weit hinter die Frontlinien zu bringen.
Die Quellen fügen hinzu, dass sich diese neue Kombination rasch weiterentwickelt. Neuere Varianten verfügen über eine höhere Nutzlastkapazität sowie verbesserte Navigations- und Aufklärungssysteme.
Molnija-Drohne: Experimente mit modularen Nutzlastenkonzepten
Jüngste Berichte, die von israelischen Experten ausgewertet wurden, zeigen, dass russische Streitkräfte Molnija-Drohnen sowohl als Angriffsdrohnen als auch als Träger für weitere Munition oder kleinere Drohnen einsetzen. Dies deutet darauf hin, dass sie mit modularen Nutzlastkonzepten experimentieren. In der Praxis entwickelt sich die Plattform damit von einem einzelnen Drohnenmodell zu einem kostengünstigen Angriffssystem auf Basis einer einfachen Starrflügelzelle.
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