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Schweiz beschafft 16 weitere Mörsersysteme

Die Beschaffungsbehörde der Schweizerischen Eidgenossenschaft, armasuisse, hat heute gemeinsam mit dem Generalunternehmen GDELS-Mowag einen Vertrag über die Fertigung 16 weiterer 12-cm-Mörsersysteme unterzeichnet. Zusammen mit der ersten Tranche wird die Schweizer Armee damit insgesamt 48 Mörser 16 erhalten. Die RUAG AG als Unterauftragnehmerin von GDELS-Mowag liefert das Cobra-Mörsergeschütz, als Trägerfahrzeug kommt der Radschützenpanzer Piranha IV 8×8 von GDELS zum Einsatz.
Das Schweizer Bundesamt für Rüstung armasuisse hat einen Vertrag zur Fertigung 16 weiterer 12-cm-Mörsersysteme mit dem Generalunternehmen GDELS-Mowag unterzeichnet. Das System besteht aus einem RUAG-Cobra-Mörser auf dem 8x8-Trägerfahrzeug Piranha von GDELS.
Das Schweizer Bundesamt für Rüstung armasuisse hat einen Vertrag zur Fertigung 16 weiterer 12-cm-Mörsersysteme mit dem Generalunternehmen GDELS-Mowag unterzeichnet. Das System besteht aus einem RUAG-Cobra-Mörser auf dem 8x8-Trägerfahrzeug Piranha von GDELS.
Foto: armasuisse

Seitdem im Jahr 2010 die Minenwerferpanzer 64/91 außer Dienst gestellt wurden, verfügen die Schweizer Kampfbataillone über keine indirekte Feuerunterstützung mit 12 cm Minenwerfern mehr. Verloren ging hiermit laut armasuisse insbesondere die Fähigkeit für Steilfeuer in der oberen Winkelgruppe.
Bereits 2016 bewilligte das Eidgenössische Parlament daher mit der Armeebotschaft das Projekt „12 cm Mörser 16“ für damals 404 Millionen Franken.

Mit der im Projekt verankerten Beschaffung von 12-cm-Mörsergeschützen über die Firma GDELS-Mowag als Generalunternehmen soll die Armee die eingebüßten Fähigkeiten wiedererlangen und damit wieder über ein zeitgemässes, leistungsfähiges und präzises System verfügen, das sich für den Einsatz im überbauten Gelände eignet. Als Trägerfahrzeug im System kommt hierfür der Radschützenpanzer Piranha IV 8×8 von GDELS-Mowag und als Mörsergeschütz das Waffensystem Cobra der Firma RUAG AG zum Einsatz.

Das Projekt „12 cm Mörser 16“

Das Gesamtpaket der ersten Tranche des Projektes umfasste ursprünglich 32 Mörsersysteme, bestehend jeweils aus Trägerfahrzeug und Mörsergeschütz, 12 Lastwagen, Munition, Logistikmaterial und die Anpassung von 16 vorhandenen Führungsfahrzeugen. Während diese ersten 32 Mörsersysteme aktuell gefertigt werden, um zwischen 2024 und 2025 an die Truppe abgegeben zu werden, hat das Schweizer Bundesamt für Rüstung armasuisse nun die im Serienvertrag vereinbarte Option für 16 weitere Systeme beim Generalunternehmen GDELS-Mowag eingelöst.

Zuvor hatte das Parlament dem entsprechenden Verpflichtungskredit über 175 Millionen Franken im Rahmen des Rüstungsprogramms 2022 zugestimmt. In der zugehörigen Vereinbarungen für die neue Tranche sind neben den zusätzlichen Mörsersystemen außerdem weitere geschützte Lastwagen für den Munitionsnachschub sowie Mittel für die Einsatzlogistik enthalten.

Nahtloser Anschluss an laufende Serienfertigung

Die Serienfertigung der zusätzlichen 12 cm Mörser 16 ist nachgelagert an die aktuell laufende Produktion geplant. Die Abgabe an die Truppe soll für diese Systeme ab 2026 erfolgen. Durch die Beauftragung von weiterem Material im Rahmen des Projektnachtrages (im Besonderen von Munition) verschiebt sich der prognostizierte Projektabschluss von 2026 auf 2029.

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