Es wird erwartet, dass Slowenien nach dem Regierungswechsel den Kauf israelischer Verteidigungssysteme wieder aufnimmt.
Slowenien hat einen bedeutenden politischen Wandel durchlaufen: Der erfahrene rechtsgerichtete Politiker Janez Janša von der Slowenischen Demokratischen Partei (SDS) wurde als Premierminister vereidigt. Seine Bestätigung beendet eine politische Blockade nach den knappen Parlamentswahlen im März und markiert eine Abkehr von der bisherigen liberalen Mitte-links-Regierung unter Robert Golob.
Im Juli und August 2025 kündigte Slowenien als Reaktion auf den Gaza-Krieg ein nationales Verbot für den Import, Export und Transit militärischer Ausrüstung nach und aus Israel an. Die Regierung erklärte zudem, seit Oktober 2023 keine Exportgenehmigungen mehr für Israel erteilt zu haben.
Die Entscheidung wurde von slowenischen Regierungsvertretern teilweise als symbolischer Schritt beschrieben, der Druck auf Israel ausüben sollte. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die Europäische Union insgesamt kein gemeinsames Waffenembargo gegen Israel verhängt hat.
Nach Angaben israelischer Quellen dürfte sich dies jedoch rasch ändern, da Slowenien Interesse an einigen hochmodernen israelischen Verteidigungssystemen gezeigt hat.
Slowenien nutzt bereits Panzerabwehrraketen von Rafael
Berichten zufolge nutzen die slowenischen Streitkräfte bereits die Panzerabwehrraketen Spike von Rafael, die über EuroSpike beschafft wurden – ein Gemeinschaftsunternehmen, das überwiegend deutschen Firmen gehört, an dem jedoch auch Rafael beteiligt ist. Dieser Beschaffungsweg ermöglicht faktisch die Lieferung israelisch entwickelter Systeme, ohne dass es zu einem direkten staatlichen Verkauf Israels an Slowenien kommt.
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