Boeing 777 für Irans IRGC eingeschleust

Mahan Air, die iranische Fluggesellschaft, die den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) dient, hat nach Angaben israelischer Quellen fünf Boeing 777 beschafft, die künftig für operative Anforderungen der IRGC eingesetzt werden sollen.

Ein zweimotoriges Großraumflugzeug des Typs Boeing 777 in der klassischen Werkslackierung des Herstellers (Symbolbild).
Ein zweimotoriges Großraumflugzeug des Typs Boeing 777 in der klassischen Werkslackierung des Herstellers (Symbolbild).
Foto: Boeing Dreamscape

Die fünf älteren Boeing 777 standen demnach von ihrem Start bis zu ihrer Landung unter ständiger Beobachtung westlicher Behörden.

Der Iran soll fünf ehemalige Boeing 777 der Saudi Arabian Airlines heimlich übernommen und zum Flughafen Teheran-Mehrabad überführt haben. Den Angaben zufolge wurden die Flugzeuge mithilfe von Briefkastenfirmen und gefälschten Registrierungsunterlagen in den Iran gebracht.

Eines der Flugzeuge wurde später bei einem Angriff auf den Flughafen Mashhad zerstört. Dem Bericht zufolge basierte die Überführung auf einem komplexen internationalen Netzwerk, das dazu diente, die strengen internationalen Luftfahrtbeschränkungen zu umgehen.

Nach Angaben israelischer Quellen erfolgte der Transfer mit Unterstützung von Tarnorganisationen in Ländern mit weniger strenger Luftfahrtaufsicht, die die Flugzeuge vorübergehend registrierten.

Die Maschinen sollen falsche Flugpläne mit scheinbar gewöhnlichen Zielen – etwa einem afrikanischen Land für angebliche Wartungsarbeiten – eingereicht haben. Beim Einflug in den iranischen Luftraum über Afghanistan hätten die Piloten ihre digitalen Ortungssysteme abgeschaltet, um einer Radarverfolgung zu entgehen.

Boeing 777: Vollständige Übernahme der Flugzeuge durch den Iran

Den Quellen zufolge konnte Iran die Flugzeuge vollständig übernehmen, weil die am Kauf beteiligten Scheinfirmen tatsächlich nicht existierten.

Mahan Air ist eine private iranische Fluggesellschaft, die nach Einschätzung israelischer Quellen als verdeckter Arm der IRGC fungiert und deren wichtigstes logistisches Netzwerk bildet.

Den Quellen zufolge transportiert die Fluggesellschaft regelmäßig Waffen und große Mengen militärischer Fracht an verbündete Milizen sowie an mit dem Iran verbündete Regierungen in Syrien und im Libanon. Darüber hinaus soll Mahan Air Personal der IRGC sowie Kämpfer auf geheimen Charterflügen ohne reguläre Passagierlisten befördern.

Nach Angaben der israelischen Quellen arbeitet Mahan Air außerdem mit Tarnfirmen und anderen Fluggesellschaften zusammen, um internationale Kontrollen zu umgehen.

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