Somalia: Türkei treibt Raumfahrtprojekt in Afrika voran

Die Türkei treibt den Bau eines Weltraumbahnhofs in Somalia aktiv voran. An der somalischen Küste haben die Bauarbeiten für die erste Phase der Startanlage bereits begonnen. Ausschlaggebend ist die Nähe des Landes zum Äquator, die den Start von Satelliten und Raketen besonders treibstoffeffizient macht.

Die Somali-Halbinsel aus dem Weltraum gesehen.
Die Somali-Halbinsel aus dem Weltraum gesehen.
Foto: NASA

Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Staaten ihre strategische Präsenz in Afrika ausbauen.

Wie Defence Network berichtet, könnten die neu entstandenen Beziehungen zwischen Israel und Somaliland es der israelischen Marine ermöglichen, ihre in Deutschland gebauten U-Boote der Dolphin-Klasse von dort aus einzusetzen.

Somaliland, offiziell die Republik Somaliland, ist ein teilweise anerkannter Staat am Horn von Afrika. Er liegt an der Südküste des Golfs von Aden und grenzt im Nordwesten an Dschibuti, im Süden und Westen an Äthiopien sowie im Osten an Somalia.

Ausländischen Quellen zufolge bemüht sich Israel aktiv darum, im Hafen von Berbera eine Marine- und Militärpräsenz aufzubauen.

Den gleichen Quellen zufolge hat die Führung des Landes den Zugang israelischer Schiffe zum Hafen sowie israelische Investitionen ausdrücklich begrüßt. Eine offizielle Bestätigung dafür, dass israelische U-Boote der Dolphin-Klasse dort dauerhaft stationiert oder regelmäßig eingesetzt werden sollen, gibt es jedoch bislang nicht. Das strategische Interesse Israels an einer Präsenz am Horn von Afrika wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt.

Türkei: Weltraumbahnhof in Somalia soll unabhängiger Zugang zum Weltraum werden

Das Weltraumbahnhof-Projekt wird von der Türkischen Raumfahrtagentur (TUA) koordiniert und ist Teil der türkischen Strategie, einen unabhängigen Zugang zum Weltraum zu schaffen. Zu den wichtigsten Aspekten des Projekts gehören:

Die Anlage entsteht an der Küste des Indischen Ozeans. Der operative Bereich erstreckt sich von der Umgebung Mogadischus bis in die Region Middle Shabelle.

Neben kommerziellen Satellitenstarts soll der Standort Berichten zufolge auch als Testgelände für weitreichende ballistische Raketen dienen, die von türkischen Rüstungsunternehmen entwickelt werden.

Die türkischen Aktivitäten erfolgen vor dem Hintergrund umfangreicher Investitionen in Somalia. Aufgrund der anhaltenden Bedrohung durch Aufständische, haben die in Somalia stationierten türkischen Streitkräfte die Sicherheitsmaßnahmen an ihren Militärstützpunkten verstärkt.

Die Türkei hat bereits Erdbeobachtungs- und Kommunikationssatelliten entwickelt und in Betrieb genommen. Nach Angaben israelischer Quellen steht der Bau des Weltraumbahnhofs in direktem Zusammenhang mit den türkischen Plänen, künftig über eigene Startkapazitäten für Raumfahrtmissionen zu verfügen.

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